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Negatives Sprechen: Lästern schadet nur dem, der es tut!

Negatives Sprechen: Lästern schadet nur dem, der es tut!

Foto: Irmgard Guder

Negatives Sprechen hat negative Auswirkungen auf alle beteiligten Ohren…

„Ab in die Wüste“ sagt sich eine Freundin von mir fast jedes Jahr und bucht eine Reise in den Sand. Und jedesmal schwärmt sie dann von der Weite, der Ruhe und der Entschleunigung, die sie dort erfährt. Sie sieht immer wieder sehr entspannt aus, wenn sie zurückkommt.

Doch neulich war das nicht so.Weder schwärmte sie noch sah sie erholt aus. Ihren Erzählungen zufolge waren einige Mitwanderer in dieser Reisegruppe nicht so harmonisch und kompatibel miteinander wie sonst. Drei Teilnehmer hatten sich besonders zusammengerottet und zugleich von den anderen abgekapselt.

Das hat die ganze Gruppendynamik aus der Balance geworfen und meine Freundin fühlte sich teilweise ziemlich ausgeschlossen.

Der Zusammenhalt der Sippe war früher überlebensnotwendig

Früher konnten sich die Menschen das gar nicht leisten, nicht aufeinander Rücksicht zu nehmen oder sich aufeinander zu beziehen. Die Zugehörigkeit zur Sippe war überlebensnotwendig. Heute dagegen ist Individualismus und Eigenständigkeit einer der wichtigsten Punkte in unserer Werteskala.

Auch heute hat ein Mangel an Zusammenhalt negative Auswirkungen

Die Herausforderung heute ist, menschliches Miteinander trotz Individualität und Vielfalt fürsorglich und warmherzig zu gestalten. Wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens nicht wertschätzend miteinander kommunizieren, Kontakte abbrechen oder Informationen zurückhalten, bringt das enorme Unzufriedenheit, eine hohe Fehlzeitenquote und messbaren materiellen Verlust mit sich.

Erst kürzlich hörte ich von einem Unternehmen, in dem die Mitarbeiter enorm viel Zeit damit verbringen, über den Chef zu lästern. Zugegebenermaßen würde diesem Chef ein Feinschliff in Sachen Kommunikation und Vorbildverhalten nicht schaden (vielleicht sollten ihn die Mitarbeiter auch mal in die Wüste schicken…).

Das Paradoxe beim Lästern…

…ist aber, dass es vor allem demjenigen schadet, der herzhaft über andere ablästert. Egal, ob ein Chef die Beschwerden verdient hat oder nicht.
Jedes einzelne Wort hat eine Wirkung auf den eigenen Körper und das eigene Energiesystem. Das lässt sich nachspüren über die eigenen Körperreaktionen auf einzelne Worte, Sätze, Situationen. Man nennt diese Körperreaktionen somatische Marker.

Das Unterbewusstsein hört mit

Negative Sprache hat immer einen negativen Einfluss auf einen selbst. Das Unterbewusstsein hört in jedem Augenblick mit und unterscheidet nicht zwischen dem eigenen Ich und den anderen. Mit einem „kinesiologischen Test“, mit dem der körpereigene Energiefluss gemessen wird, kann das ein erfahrener Therapeut sofort sichtbar und spürbar machen. Der sinkt nämlich sofort beim Lästern.

Wenn du also negative Gedanken hegst, steigt dein eigener Stresshormonspiegel, denn dein Gehirn unterscheidet nicht in der neuronalen Reaktion, ob du etwas wirklich erlebt, es nur gehört, beobachtet oder dir sogar nur ausgedacht hast.

Dieser Stresshormonspiegel ist ausschlaggebend für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Er sollte nicht zu hoch sein!

Achte auf eine gute Stimmung in deinem Unternehmen!

Du solltest als Unternehmer darauf achten, wie deine Mitarbeiter miteinander und übereinander sprechen. Daraus kannst du auch Rückschlüsse ziehen, wie Mitarbeiter über dich selbst sprechen. Es ist wichtig, eine Atmosphäre von Offenheit und Ehrlichkeit zu schaffen. Und wie machst du das am besten?
Indem du selbst offen und ehrlich bist! Denn als Unternehmer hast du durch die höhere Position automatisch eine Vorbildfunktion inne.

Hanne Demel

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Trance als Arbeitsgrundlage im Coaching 

Trance als Arbeitsgrundlage im Coaching 

Zeichnung: Hanne Demel

Hast du dich schon mal gefragt, weshalb Trance und Mentaltraining so wirkungsvoll ist? Jeder Gedanke, jede Vorstellung und jedes Erlebnis geht mit bestimmten Gehirnaktivitäten einher.Man hat im Gehirnscan festgestellt, dass bloße Vorstellungen beinahe die gleiche neuronale Aktivität im Gehirn auslösen wie „real“ Erlebtes.

Das hat Vor- und Nachteile. Nachteil ist, dass ein Trauma immer wieder Flashbacks erzeugen kann, wenn der Betroffene durch einen Trigger daran erinnert wird.

Vorteil ist, dass Vorstellungen und Gedanken, die bewusst eingesetzt und gelenkt werden, ebenso Hirnaktivitäten auslösen. Und jede Hirnaktivität stärkt die beteiligten neuronalen Verbindungen, nach dem Motto: „Use it or loose it“…

Wie kannst du Trancezustände im Coaching nutzen?

Innere Bilder sprechen meist tiefere Bewusstseinsschichten an. Sobald dein Klient inneren Bildern folgt, ist er mit der Aufmerksamkeit ganz in seinen inneren Prozessen. Das ist die „Arbeitstrance“, in der er neue neuronale Verbindungen knüpfen und stärken kann.

Trance ist ein völlig normaler Geisteszustand, in den jeder von mehrmals am Tag fällt. Immer wenn die eigenen Gedanken schweifen, während wir etwas ganz „automatisch“ tun, sind wir schon in einer leichten Trance. Du kennst das auch unter dem Begriff „Tagträumen“.

Trance

Max, der Coach aus dem Bohnenland, sagt zur Trance:

„Du solltest Heilungsprozesse über heilsame innere Bilder anregen. Wenn du einem Klienten etwas mit Mitgefühl beschreibst, wird er ebenso mit Mitgefühl darauf schauen können. Gib ihm neue Sichtweisen! Indem er gedanklich und bildlich mitgeht, erschafft er in seiner Gehirnstruktur neue Verbindungen.“

Deshalb kannst du deine Klienten mit Mentaltraining unterstützen. Hilf ihnen, über innere Bilder, Vorstellungen, Gedanken und Gefühle eigene Ressourcen zu finden und anzuzapfen. Mit jedem heilsamen und hilfreichen Gedanken aktivierst du die Heilung. Jedes Mal, wenn du Versöhnliches sprichst, aktivierst du Versöhnung.

 

Und wie geht Mentaltraining?

  • Nutze eine bildhafte Sprache, um den visuellen Cortex im Gehirn zu stimulieren.
  • Nutze eine sanfte Stimme und liebevolle Worte, um den auditiven Bereich zu stimulieren.
  • Und nutze deine Zugewandtheit und Konzentration, um seinen kinästhetischen Kanal zu erreichen, Vertrauen zu schaffen und ihm ein gutes neues Gefühl zu geben.

Also vergiss nicht – Coaching ist ein feines Handwerk, das man lernen kann. Sei ein guter Coach!

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 Hanne Demel

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Wenn man nix loslassen kann… Anderen etwas zutrauen bedeutet Wertschätzung schenken!

Wenn man nix loslassen kann… Anderen etwas zutrauen bedeutet Wertschätzung schenken!

Foto iStock.com: toxawww

Dazu eine kleine Geschichte zum Thema Wertschätzung:

Eine Praktikantin sollte sich in einem Unternehmen um die Erstellung von einigen Folien kümmern. Nach getaner Arbeit legte sie ihre Arbeit der verantwortlichen Chefin vor. Die pfuschte wortlos drin herum und veränderte die mit Mühe erstellten Folien in wenigen Klicks, worauf der Praktikantin entfuhr: „Also so sieht‘s doch scheiße aus“. Die Chefin war perplex und irritiert.
Die Praktikumsanleiterin der Studentin hatte das Ganze mitbekommen. In der Mittagspause nahm sie sie zur Seite und erklärte ihr, dass sie so ungehobelt nicht reden dürfe. Sie nannte ihr gleich ein paar alternative Formulierungen.

Schon eine Woche später bot sich die Gelegenheit. Wieder klickte die verantwortliche Chefin in ein paar frisch erstellten Folien herum, was die Studentin erneut ärgerte. Wie aus der Pistole geschossen sagte sie diesmal: „Also jetzt hat’s wieder Potenzial nach oben“…‘

Anderen etwas zutrauen bedeutet Wertschätzung schenken

Es ist nicht selten, dass jemand, der gefühlt oder real verantwortlich ist, in vielen Dingen „das letzte Wort“ haben muss. Doch oft erzeugt das nicht etwa Freude im Umfeld sondern Unmut und Unlust.

Ich habe Unternehmen erlebt, da haben Mitarbeiter schon innerlich gekündigt, weil sie sowieso nichts recht machen konnten und alles immer wieder vom Chef geändert wurde. Auf die Frage, wie viel Wertschätzung sie bekommen, kam die Antwort: Gleich Null.

Anhaftung bewusst machen

Der Knackpunkt liegt in der Identifikation mit der Sache. Ich meine damit nicht, dass dir alles egal sein soll und du dich nicht mehr identifizieren sollst mit deiner Arbeit. Aber wenn du zu sehr anhaftest, nimmst du sehr viel Raum ein und der Raum von anderen wird kleiner. Und du machst dir mehr Stress damit als notwendig, denn es ist höchst entspannend, etwas wirklich abgeben zu können.

Es ist manchmal absolut nicht leicht, etwas jemand anders zu überlassen und zuzustimmen, auch wenn er es „ganz anders“ macht. Ich kenne das sehr gut. Manchmal geht’s mir so, wenn mein Mann kocht und ich auch in der Küche bin. Aber er macht es sowieso wie er will und ich genieße danach ein wunderbares Essen… 😉

Fünf grade sein lassen kann man üben

Eine Freundin berichtete mir vor einer Weile, wie schwer es ihr gefallen ist, die Toilettenpapierrollen, die ihr Mitbewohner im Bad kreuz und quer gelagert hatte, einmal nicht ordentlich aufeinanderzustapeln… Sie musste sich enorm beherrschen. Das war für sie der Einstieg in eine tiefe Auseinandersetzung mit ihren Beweggründen und ihren Gefühlen. Heute ist sie lockerer und viel weniger „Zwängi“, das kann man spüren.

Du kannst also also lernen, lockerer zu werden und anderen mehr Raum zu lassen. Das schenkt dir letztendlich auch Entlastung und du wirst dich mit der Zeit freier fühlen.

Übung:

Nimm dir einen Tag vor, an dem du nichts – aber auch gar nichts korrigierst. Schau einfach zu, was andere tun, egal wo, egal wie. Wenn du kannst, verschiebe wichtige Entscheidungen auf den nächsten Tag. Nun prüfe, wie leicht es dir fällt, Dinge stehen zu lassen ohne zu korrigieren.

Vielleicht ist dir ja bisher gar nicht aufgefallen, wie oft du eingreifst.

Währenddessen beobachte deine innersten Regungen. Was genau steigt in dir auf? Wie stark ist dein Impuls, einzugreifen? Was denkst und was fühlst du?

  • Du bist nicht zu ersetzen?
  • Nur du allein kannst das Problem lösen?
  • Deine Ideen sind besser?
  • Du weißt es einfach besser?
  • Du möchtest anderen unbedingt helfen?
  • Du möchtest einfach die Kontrolle behalten?
  • Du möchtest deinen Platz behaupten?
  • Du suchst Anerkennung?
  • etc.

Es gibt viele Gründe und genauso viele Hintergründe. Du kannst dahinter vielleicht Überverantwortlichkeit entdecken, Angst, dich anderen anzuvertrauen, Angst, von anderen übergangen zu werden, nicht gesehen zu werden, die Kontrolle zu verlieren…

Bitte spüre ganz genau hin und notiere einen oder zwei Tage lang alles, was dir dazu auf- und einfällt.

Und bitte berichte mir von deinen Erfahrungen. Schreibe mir einen Kommentar unter diesen Blogartikel. Wenn du Fragen hast, nur raus damit. Ich freu mich schon drauf.

 

Hanne Demel

Posted by Hanne Demel in Führung, 2 comments
Auf die richtige Wortwahl im Coaching kommt es an

Auf die richtige Wortwahl im Coaching kommt es an

Die Wortwahl im Coaching ist nicht so leicht

Die gleichen Worte bedeuten nicht dasselbe für verschiedene Menschen. Jeder Einzelne hat seinen eigenen Wortschatz und verbindet mit jedem Wort ein individuelles Gefühl. Manche Worte mögen sich für dich gut anfühlen, doch jemand anders verbindet etwas Unangenehmes damit. Im schlimmsten Fall eine Abwertung. Continue reading →

Posted by Hanne Demel in Coaching Tools, 0 comments