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Emotionales Management (EM): Basis der Selbstführung

Emotionales Management (EM): Basis der Selbstführung

Emotionales Management (EM): Warum ich mit meinem ethischen Ansatz von Liebe und Mitgefühl ein Therapeuten-Coach-Hybrid bin…

Martin B. schwitzt. Er steht von einer Gruppe von potenziellen Kunden und will in seinem Vortrag auch sein neues Produkt vorstellen. Eine Situation, die er eigentlich lieber vermeidet. Doch wenn er sein Geschäft voranbringen will, kommt er nicht drum herum. Sein Herz klopft bis zum Hals und seine Knie sind weich. Die Stimme zittert und er fürchtet, jeder im Raum könnte seine Unsicherheit bemerken. Er hasst es im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Ständig schaut er in seine Unterlagen und meidet den Blickkontakt mit den Zuhörern. Die dösen derweil vor sich hin und sind froh, als sein Vortrag endlich zu Ende ist. Keiner stellt Fragen, um die Situation nicht noch hinauszuzögern.

Martin B. ist einfach nur erleichtert, dass es vorbei ist. Zugleich fühlt er sich miserabel, denn so wird wohl niemand kaufen. Das weiß er ganz genau. Am liebsten hätte er Mitarbeiter, die das für ihn übernehmen, doch um das zu schaffen, müsste er erst einmal eine gute Stückzahl selbst verkaufen. Das ist ein Teufelskreis. Er weiß noch nichts von EM.

 

Was ist emotionales Management (EM)?

Es braucht im Unternehmen auch „weiche Faktoren“ wie zum Beispiel den geschmeidigen Umgang mit den eigenen Gefühlen. Diese weichen Faktoren sind erlernbar, denn Gefühle lassen sich steuern. Man muss nur wissen, wie. Das nenne ich übrigens „emotionales Management“. Dabei geht es darum, die eigene Persönlichkeitsstruktur zu kennen und sie situationsgerecht einsetzen zu können. Und das kann man lernen! Und zwar im Mindguide-Coaching.

Martins Expertise war exquisit und seine Produkte von hoher Qualität. Weil sich das herumgesprochen hatte, hatte er überhaupt Kunden. Doch er brauchte dringend höhere Verkaufszahlen. Er wollte endlich jemanden einstellen, der ihm diese vermaledeiten Präsentationen abnehmen konnte. Deshalb kam er schließlich zu mir ins Coaching.

 

Die verschiedenen Seiten in der eigenen Psyche

Situationen wie die, in der Martin sich befand, sind ein Hinweis darauf, dass in der Psyche ein Persönlichkeitsanteil existiert, der sagt: „Stell dich nicht in den Vordergrund! Nimm dich zurück!“ Das erlebe ich immer wieder im Mindguide-Coaching. Derjenige hält sich dann zurück, bleibt bescheiden im Hintergrund und hasst es, im Mittelpunkt zu stehen. Also das Gegenteil eines Narzissten.

Der erste Schritt zur Veränderung ist, diesen Anteil näher kennen zu lernen. Es ist enorm wichtig, die größeren Zusammenhänge dieser Seite zu verstehen. Denn erst dann kann man das entsprechende Verhalten verändern. Jedes Verhalten hat seinen nachvollziehbaren guten Grund. Es stecken reale Gefühle dahinter, die ein starker Antrieb für dieses Verhalten sind. Diese Gefühle sind oft gar nicht bewusst.

 

Es gibt immer einen guten Grund im EM

Niemand tut etwas ohne guten Grund. Auch nicht, wenn es zunächst irrational scheint. Diesen guten Grund müssen wir  für das EM im Mindguide-Coaching herausfinden. Dafür nutze ich systemische Methoden wie zum Beispiel die systemische Aufstellungsarbeit. Oder auch die hypnosystemische Intervention oder einfach Körperfeedback. Die Psyche lässt sich in ihren tiefen Schichten nur durch Symbole und Bilder berühren – ein reines Gespräch hilft da nicht wirklich. Das läuft meist nur über die Kopfebene und nimmt die Emotionen nicht mit. Oft verstehen die Leute ihre Probleme zwar oberflächlich, können aber trotzdem nichts ändern. Das liegt daran, dass in der Tiefe noch mehr dahintersteckt. Und das herauszufinden und zu nutzen ist EM.

 

Die Kraft, die im Widerstand steckt

Verhalten, das sich hartnäckig immer wieder zeigt, ist ein Hinweis auf einen starken inneren Widerstand. Uns somit auf einen starken guten Grund. Der ist ein starker Antreiber. Genau da liegt aber auch der Schlüssel zur Veränderung. Wenn wir also den Widerstand in seinem Zweck verstehen, können wir die darin gebundene Kraft herauslösen und in eine neue Form bringen. Das hat nichts mit oberflächlichem positivem Denken zu tun. Dieser Akt basiert auf Verstehen und Mitgefühl. Mitgefühl ist übrigens der stärkste Katalysator für Veränderung, sowohl im eigenen Inneren als auch im Miteinander mit anderen Menschen.

 

Was also ist das Mindguide-Coaching für das EM

Mindguide-Coaching ist die Hilfestellung bei der Neusortierung der Persönlichkeit. Es ist ein systemisches Coachingkonzept, das ich auf der ethischen Basis von Liebe und Mitgefühl weiterentwickelt habe. Es geht dabei um die bedingungslose Annahme dessen, was ist und was war. Nur dann nämlich kann man das eigene Verhalten verändern. Solange noch Widerstand und Ablehnung innerhalb der eigenen Person vorherrscht, bleibt alles beim Alten, einschließlich des Kampfes mit sich selber.

Während eines Coachings suchen wir nach frühen Prägungen und Emotionen, die sich auf den heutigen Alltag auswirken, die da aber gar nicht hingehören. Diese frühen Strukturen waren irgendwann einmal sinnvoll, sind aber längst überholt. Da sie im Unterbewusstsein liegen, entdeckt man sie nicht so einfach durch Nachdenken. Wir brauchen andere Methoden, um tiefer zu fühlen. Dennoch wirken sich diese Strukturen im Alltag aus und zeigen sich in jeder Situation, sowohl privat als auch beruflich. Sie sind die „Basisstrickmuster“, nach denen unser Verhalten in der Regel abläuft.

 

Der Unterschied von Mindguide-Coaching für das EM zum reinen Business-Coaching

Im beruflichen Coaching wird herkömmlicherweise meistens nicht mit frühen Prägungen gearbeitet. Die sind aber enorm wichtig für das EM. Nur wer die eigenen Prägungen kennt und die darin gespeicherten Gefühle annimmt, kann auch die eigene Gefühlslage lenken. Und das bringt dann tatsächlich sehr schnelle und dauerhafte Veränderungen im eigenen Verhalten.

Ein Versuch, Verhalten zu verändern ohne die tiefen Prägungen zu kennen, braucht sehr viel Willensanstrengung. Veränderungen entstehen dabei nicht aus dem eigenen Inneren und im Einklang mit der eigenen Struktur, sondern sie bleiben an der Oberfläche und brauchen permanente Willenskraft. Das fühlt sich für den Betroffenen an wie ein Dauerkampf. Die Erschöpfung ist vorprogrammiert.

 

Wie können wir psychische Strukturen für das EM verändern?

Das funktioniert nur mit der Grundannahme, dass jedes Gefühl und das daraus folgende Verhalten im passenden Zusammenhang eine Stärke ist. Doch solange das Gefühl unterbewusst bleibt, können wir daran absolut nichts verändern. Es läuft einfach ab wie eh und je. Und zwar auch im unpassenden Moment. Dann ist es eine Schwäche. Um aber die Stärke in einem ungeliebten Verhalten zu finden, brauchen wir den richtigen Blickwinkel. Diese Suche nennt man auch „Reframing“. Sie ist eine effektive Technik aus dem NLP und der Psychotherapie.

Wir betrachten das Verhalten zunächst in einem anderen „Rahmen“. Das lockert die Struktur bereits etwas auf. Und dann machen wir uns auf die Suche nach dem Ursprung dieser Struktur. Für diese Phase ist sehr viel Mitgefühl notwendig. Der Kunde begegnet sich dabei am Ende nicht mehr mit Ablehnung und Strenge, sondern mit Mitgefühl und Wertschätzung. Das macht die Psyche offen und durchlässig. Er versteht sich in einem sehr viel komplexeren Zusammenhang und gibt jeden Widerstand gegen sich selbst auf. Das löst eine große Menge an Energie, die er zuvor in den Kampf mit sich selber gesteckt hat.

Von diesem Moment an kann er eine passendere Seite von sich in einer Situation zum Einsatz bringen. Zugleich erspart er sich das Gefühl des Kampfes. Er braucht sich nicht mehr als unpassend, schwach, ängstlich etc. ablehnen. Er kann sich annehmen, seine Stärken aktivieren und sich entsprechend lenken. Wie ein Surfer, der die richtige Welle nutzt. Diese innere Beweglichkeit zu haben ist EM.

 

Wo kann man Mindguide-Coaching für das EM anwenden

Das Konzept des EM, das im Mindguide-Coaching zur Anwendung kommt, kann in allen Bereichen verwendet werden, in denen es darum geht, erfolgreiche Beziehungen zu anderen Menschen zu gestalten und die eigene Person bewusst zu lenken. Egal, ob in der Mitarbeiter- und Unternehmensführung, im Kundenservice und Vertrieb, in der Beratung und Weiterbildung oder in privaten Beziehungen. Es gibt kein Bereich, der nicht von erfolgreichem EM profitieren würde.

Die Ursprünge des Mindguide-Coachingkonzepts stammen übrigens aus der Psychotherapie. Es hilft heute Unternehmern dabei, ihre Gefühle zu lenken und so zu nutzen, dass sie effektiv und entspannt arbeiten können. Stress, Ängste und Unsicherheiten kennt jeder Mensch, denn diese Gefühle gehören zum Menschsein. Doch sie müssen im Unternehmen nicht hinderlich wirken. Ein Mindguide-Coaching für das EM bringt einem Unternehmer sehr schnell tiefgreifende und fühlbare Veränderungen. Denn wer seine Emotionen zu lenken lernt, findet innere Ruhe und Gelassenheit. Und das ist immer eine gute Basis, um klare Ziele zu stecken und sie auch zu erreichen.

 

Die Logik in der Psyche verstehen

EM bedeutet also in erster Linie, mit den eigenen Emotionen adäquat umgehen zu können ohne sie zu unterdrücken. Logischerweise folgt daraus auch der adäquate Umgang mit den Emotionen anderer Menschen und der gesamten Situation. Denn wer sich selbst versteht, versteht auch andere sehr viel leichter. Wer mit sich selber mitfühlend umgehen kann, kann das auch mit anderen.

In der Psyche spielen immer viele Faktoren zusammen. Die Psyche ist ein komplexes System, das geprägt wird von unzähligen familiären und biographischen Erfahrungen. Deshalb ist es auch nicht so leicht, die Logik darin zu verstehen. Erfahrungen erzeugen Gefühle. Diese werden gespeichert. Immer, wenn diese Gefühle durch eine aktuelle Situation erneut abgerufen werden, beeinflussen sie das aktuelle Handeln. So erlebt also jeder Einzelne seine Welt quasi ständig durch den Filter seiner Vergangenheit. Das kann gut funktionieren, muss es aber nicht.

 

Auch äußere Faktoren gehören im EM dazu

Jeder Mensch steckt permanent in den verschiedensten Rollen, seien sie selbstgemacht oder auch von außen an ihn herangetragen. Er erlebt Rollenzuschreibungen, Wünsche und Bedürfnisse von anderen genauso wie seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Auch das alles entscheidet über die Reaktion, die jeweils abgerufen wird.

Die abgerufenen Reaktionen passieren üblicherweise reflexhaft. Deshalb lassen sie sich erst einmal schwer steuern. Und meistens noch schwerer erklären.

Martin B. erlebte diese Prägungen immer wieder, wenn er etwas vor mehreren Menschen vortragen sollte. Er hatte bereits gründlich über dieses Problem nachgedacht und verschiedene Körperentspannungsübungen ausprobiert, aber nur mit geringem Erfolg.

 

Nachdenken reicht nicht tief genug

Es kommt oft vor, dass ein Mensch sein Problem bereits sehr gut durchdacht hat und die Zusammenhänge auch teilweise versteht, sein Verhalten aber trotzdem nicht verändern kann. Das ist immer ein Hinweis darauf, dass entscheidende Faktoren noch nicht gesehen wurden und der Blickwinkel auf die eigene Person noch nicht weit genug gefasst ist. Deshalb sammle ich in einem Mindguide-Coaching vor allem auch Informationen über die Herkunftsfamilie und deren Mitglieder. Wie war z. B. die Konstellation in der Kindheit? Gab es schicksalhafte Ereignisse, Verluste etc.? Wie viele Geschwister gibt oder gab es und wie ist die Reihenfolge? Das älteste Kind prägt andere psychische Muster aus als z. B. das Jüngste oder das Mittlere. In jeder Konstellation gibt es bestimmte Gesetzmäßigkeiten, die man dort sehr häufig wiederfindet. Darüber wurde bereits viel geforscht. All das ist wichtig.

Im Mindguide-Coaching füge ich innere und äußere Faktoren zu einem Gesamtbild zusammen. Erst dann kann der Kunde sein Problem in seiner Vielschichtigkeit verstehen und es von innen heraus lösen. Die systemische Grundannahme, dass die Psyche des Menschen immer einer inneren Logik folgt, ist die wichtigste Leitlinie im EM.

 

Warum die gute Absicht so wichtig ist

Davon gehe ich im Mindguide-Coaching unumstößlich aus: jedes Verhalten hat seinen Sinn, seinen Hintergrund und vor allem seine gute Absicht. Diese sind aber so gut wie nie auf den ersten Blick erkennbar. Vor allem dann nicht, wenn der Betroffene sein aktuelles Gefühl und Verhalten einfach gern los werden würde. Aber sobald der Kunde die gute Absicht hinter seinem Verhalten erkennt, öffnet sich in der Psyche ein Raum, der Veränderung und Wachstum ermöglicht. Das geht natürlich nur in einer Haltung von Wertschätzung und Mitgefühl. Ich sorge im Mindguide-Coaching für die richtige Atmosphäre. Später kann der Kunde das dann für sich selbst. Diese grundlegende Haltung von Liebe und Mitgefühl ist die wichtigste Voraussetzung für Veränderungen innerhalb der Psyche und im Kontakt mit anderen Menschen. Sie löst Negativität auf und schenkt Entscheidungsfreiheit.

In den tieferen Schichten der Persönlichkeit arbeite ich übrigens mit Bildern und Symbolen. Sie sind die Sprache des Unterbewusstseins. Darüber können sich früh geprägte Persönlichkeitsanteile ausdrücken.

 

Was wurde aus Martin B.?

Im ersten Mindguide-Coaching schon identifizierte Martin B. diese Seite in seiner Persönlichkeit, der es so unangenehm war und die Angst hatte, wenn er vor Leuten reden sollte.  Und zwar mit dem entsprechenden Hintergrund. Um den herauszubekommen, ließ ich ihn eine Farbkarte aussuchen, die diesen Persönlichkeitsanteil repräsentierte. Martin B. wählt eine rote Farbkarte.

Er konnte diese ängstliche Seite an sich überhaupt nicht ausstehen. Das konnte man sofort an seiner gesamten Körperhaltung sehen. Trotzdem hielt er die Platte sehr fest in der Hand. Ich bat ihn, sie für einen Moment abzulegen und ein bisschen Abstand zu nehmen. Er trat ein paar Schritte zurück und atmete sofort tief durch. Doch dann kam die Anspannung zurück.

Im nächsten Schritt ließ ich Martin B. eine weitere Farbkarte aussuchen für den Zeitraum, in dem dieses heute störende Verhalten entstanden war. Während Martin B. die nächste Karte in die Hand nahm, zeigt sein Körper bereits die Gefühle, die in diese Zeit gehörten. Er verspannte sich in den Schultern, senkte den Kopf und lehnte sich im Stuhl zurück. Seine Lippen waren plötzlich fest verschlossen.

Die körperlichen Signale des Kunden wahrzunehmen und deuten zu können ist ein zentraler Bestandteil des Mindguide-Coachings. Gefühle zeigen sich über die Körpersprache – sogar oft, ohne dass es der Betreffende selber merkt. Umso wichtiger ist es, dass ich gut beobachte und Rückmeldung geben kann. Nur dann kann sich die Situation auch im Unternehmen letztendlich verändern.

Auf meine Frage, wie alt er sich gerade fühle, bemerkte Martin B., dass er sich sehr jung fühlte. Dann fiel ihm ein, dass seine Mutter sehr krank gewesen war, als er so jung war. Im weiteren Verlauf des Mindguide-Coaching brachte Martin B. seine tiefe Liebe und Verbundenheit zu seiner Mutter mit seiner aktuellen Situation in Verbindung. Ihr zuliebe hatte er damals gelernt, sich zurückzunehmen und nicht mehr als notwendig Aufmerksamkeit zu beanspruchen. Sehr schnell wurde ihm klar, dass die Seite, die sich aus Liebe zur Mutter zurücknahm, für die aktuelle Situation, Kunden zu gewinnen, ungeeignet war.

Durch die weitere Arbeit mit Symbolen und hypnotischen Gesprächssequenzen gelang es ihm sehr schnell, seine innere Ablehnung dieser Seite gegenüber zu überwinden. So konnte er sich leicht mit den Fähigkeiten, die er heute als Erwachsener hatte, verbinden. In der nächsten Präsentation vor Kunden stellte er in einem inneren Bild den kleinen Jungen, der er einmal war, hinter sich. Er nahm sich sehr stark als Erwachsenen wahr, der er ja war. Die Aufmerksamkeit der Zuhörer triggert jetzt nicht mehr den kleinen Jungen, der meint, sich zurücknehmen zu müssen, sondern fachten die Fähigkeiten des Erwachsenen an. Die Präsentation gelang ihm tausendmal besser.

 

Mindguide-Impulse fördern das EM

Um die neuen Strukturen zu festigen, begleitete ich Martin B. eine Zeitlang mit wöchentlichen Mindguide-Impulsen online weiter. Sie lenkten seine Aufmerksamkeit und Reflektionsfähigkeit so, dass er die neuen Strukturen in sich festigen und jederzeit leicht abrufbar machen konnte. Jede Woche bekam er einen weiteren Impuls per Mail von mir und gab mir wöchentlich dazu eine Rückmeldung, wie er ihn erlebt und umgesetzt hat. Dabei lernte er sich weiter kennen und schuf Bewusstsein für sich und sein Verhalten. Und – du erinnerst dich – wenn du dir dein Verhalten bewusst machst und es beobachten kannst, dann kannst du auch wählen, welche Reaktion im Moment die Beste ist.

Martin B. hat mittlerweile ein Unternehmen mit 10 Mitarbeitern, so wie er es sich gewünscht hatte, und ist sehr erfolgreich.

Wenn du dich für ein Mindguide-Coaching interessierst, melde dich für ein 20-minütiges Vorgespräch. Du bekommst bereits erste Impulse für dein emotionales Management.

 

Hanne Demel

 

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Mindguide – der hilfreiche Führer im Geist

Mindguide – der hilfreiche Führer im Geist

Was ist eigentlich ein „Mindguide“

„Mind“ steht für „Geist“, also das Mentale in uns. Guide ist der Führer. Wenn du einen guten Führer für deinem eigenen Geist hast, kann er dir helfen, für dich persönlich schwierige Situationen zu lösen. Sicher hast du schon Menschen getroffen, die sich selber sehr gut im Griff haben, oder? Was glaubst du, woran das liegt? Und wie geht das?

Ohne Aufmerksamkeit ist alles nix…

Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zur Veränderung. Dein Gehirn kann immer nur kleine Ausschnitte dessen aufnehmen, was „da draußen“ passiert. Das ist so, als wenn ein Stroboskop Lichtblitze tackert und dabei immer nur Bruchteile einer Bewegung beleuchtet.

Dabei entstehen Lücken im Gehirn

Naja, sagen wir mal lieber, Lücken in der Wahrnehmung. Es gibt keinen Nonstop-Input, damit wäre deine Reizverarbeitung heillos überfordert.

Diese Lücken bemerkst du aber nicht, denn dein Gehirn ergänzt sie mit deinen schon vorhandenen Erfahrungen. Deine aktuelle Wahrnehmung wird also auch von intern gespeist. Dabei füllt dein Gehirn die Lücken einfach auf. So erlebst du einen kontinuierlichen Ablauf, der sich seeeehr real anfühlt.

Doch genau durch diese internen Ergänzungen kann es passieren, dass zwei unterschiedliche Menschen ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen. Und sich dann zu streiten beginnen. Du siehst, worauf das hinausläuft? Es gibt kein absolutes Recht haben. Alles hängt von deiner Aufmerksamkeit ab. Und von deinen Vorerfahrungen, die du im „limbischen System“ deines Gehirns abgespeichert hast.

So war’s zum Beispiel auch bei Karl und Gustav…

Es war ein regnerischer Tag mit dunklen Wolken. Die rissen jedoch immer wieder auf und dann brach die strahlend helle Sonne durch. Der Tag war also gleichermaßen regnerisch wie sonnig.

Zwei Brüder, Karl und Gustav saßen im Zimmer und waren sehr vertieft in ihre Bücher. Sie schauten beide immer wieder mal aus dem Fenster, um die Augen zu entspannen. Doch in unterschiedlichen Momenten.

Karl sah dabei häufiger, wie die Sonne strahlend hell durch die Wolken brach und alles hell erleuchtet. Er hätte das Buch beinahe weggelegt und wäre nach draußen gelaufen. Tat er aber nicht.

Gustav aber sah öfter die trübe dunkle Wetterlage und den leichten Regenschauer. Gustav fröstelte und war froh, nicht vor die Tür zu müssen. Er blieb sehr gern in der warmen Bude.

Am nächsten Tag bedauerte Karl, dass er an diesem herrlichen Sonnentag nicht rausgegangen war. Gustav jedoch erwiderte, dass dieser trübe Regentag ja wohl sch… gewesen wäre. Er wäre froh, gewesen nicht vor die Tür zu müssen.

Und so gab eins das andere. Sie kamen in Streit. Warum? Weil jeder seine Wahrnehmung mit der ihm an der wahrscheinlichsten erscheinenden Annahme ergänzt hatte. Und jeder dachte, er hätte Recht. Wie das bei Brüdern halt manchmal so ist…

Warum also ist ein Mindguide hilfreich

Es kommt immer darauf an, welcher Reiz im Gehirn ankommt und wie er intern bewertet und ergänzt wird. Und genau da setzt ein Mindguide an. Er lenkt deine Aufmerksamkeit auf die Punkte in deinem Leben, die dein Handeln und dein Lebensgefühl verändern können. Er hilft dir, deine Wahrnehmung mit positiven Momenten und Erfahrungen zu ergänzen. Er führt dich raus aus einem Teufelskreis, denn:

  1. Deine Wahrnehmung erzeugt deine Gedanken.
  2. Deine Gedanken erzeugen deine Gefühle.
  3. Deine Gefühle lenken dein Handeln.
  4. Dein Handeln erzeugt Resonanz im Außen.
  5. Diese Resonanz nimmst du wieder wahr…

Nur du allein kannst das durchbrechen, indem du deine Aufmerksamkeit lenkst. Der Mindguide hilft dir beim Lenken, denn er zeigt mit dem Finger auf das, was entscheidend deine Wahrnehmung prägt.

Im Grunde hast du es jederzeit in der Hand, ob du dich gut oder schlecht fühlst. Ob du in einen Streit einsteigst oder nicht. Ob du misstrauisch wirst oder nicht.

Selbst wenn du einen Anlass hättest, in die Luft zu gehen, könntest du dennoch auf viele verschiedene Weisen reagieren.

Reiz und Reaktion sind zwei Paar Schuhe

Anlass ist der Außenreiz. Die Reaktion aber findet in dir statt. Tief in deinem Inneren entscheidet dein Unterbewusstsein, wie du reagierst. Das merkst du gar nicht.

Das Gesetz des Stärkeren

Es herrscht im Unterbewusstsein. Und stärker ist immer das, was unangenehme Gefühle in dir auslöst. Solche Erfahrungen werden umso intensiver gespeichert. Das dient der Prävention, denn daraus bastelt dein System Überlebensmechanismen. Die steuern von da an dein Verhalten, selbst wenn die Situation gar nicht so bedrohlich ist wie die ursprüngliche. In der Regel ist dir aber nicht bewusst, dass du gerade „alte“ Verhaltensmuster abrufst.

Wenn dich zum Beispiel jemand anschreit, ziehst du unwillkürlich den Kopf ein und wirst still. Oder du baust dich auf und schreist sofort zurück. Je nachdem, wie du das früher bereits getan hast. Deine Reaktion gehört zu deinem Überlebensmuster. Es wird durch das Schreien angetriggert. Du rufst dieses Verhalten ab, ohne über das „Warum“ nachzudenken.

Das Frühwarnsystem im Gehirn

Entscheidend für deine Reaktionen ist das limbische System. Es gleicht ununterbrochen die Außenreize, die bei dir ankommen, mit deinen früheren Erfahrungen ab. Ähnelt sich etwas, schlägt es sofort Alarm. Und befeuert damit die instinktiven Reaktionen.

Es ist also eine Art Frühwarnsystem, das blitzschnell reagiert. Du benutzt dabei alte Überlebensmuster. Die sind oftmals aber nicht die besten Reaktionsmuster für die aktuelle Situation.

Automatismen sind nicht das Gelbe vom Ei

Doch um an diesen Automatismen etwas zu verändern, brauchst du Aufmerksamkeit. Du musst beobachten, was passiert. Du brauchst innere Distanz zu den Dingen. Diese innere Distanz schenkt dir nämlich auch Zeit. Und Zeit ist in diesem Fall enorm wertvoll. Nun kannst du NACHDENKEN und deine Reaktionen überdenken und anpassen. Das geschieht in einem völlig anderen Teil deines Gehirns. Nur dort kommst du aus deinen Reflexen heraus und kannst Neues ausprobieren und lernen. Du kannst bewusst überlegen, welches Verhalten dir aktuell den größten Gewinn bringt. Du kannst bewusst dein Überleben sichern, ohne dass das deine antrainierten Reflexe übernehmen müssen.

Emotionen sind nett, wenn du sie hast, aber nicht, wenn sie dich haben

Wenn du so deinen Geist lenken lernst, gewinnst du eine unglaublich große Bandbreite an Verhaltensmöglichkeiten. Vor allem kommst du in die Lage, deine Emotionen zu steuern.

Die innerliche Distanz zu all dem, was geschieht, ist keine Entfremdung oder Gleichgültigkeit. Sie entsteht einfach dadurch, dass du dich selber beobachtest und reflektierst.

Das Timing entscheidet

Mit der Zeit kannst du immer früher regulierend eingreifen. Ohne innere Distanz überrollt dich deine Wahrnehmung und du reagierst wie ein Ertrinkender, der im Wasser um sich schlägt. Ein versierter Schwimmer hingegen weiß, wo Strömungen auf ihn lauern, die ihn mitreißen könnten, wann er paddeln muss und wann er sich treiben lassen sollte.

Versteh mich bitte nicht falsch, auch die unbewussten reflexhaften Reaktionen haben ihre Daseinsberechtigung und sind in Notsituationen höchst sinnvoll. Doch in der Regel nicht in sozialen Interaktionen und in emotionalen Situationen.

Ein Mindguide hilft dir, diese innere Distanz zu finden. Er hilft dir vor allem, an den richtigen Stellen achtsam zu sein. Diese Achtsamkeit entwickelt sich nicht von allein. Sie braucht stetige Erinnerungshilfen. Der Mindguide gibt dir diese Erinnerungshilfen. Er lenkt dein Augenmerk auf die Stellen in deinem Leben, die für Entwicklung und Veränderung entscheidend sind. Mit ihm bekommst du regelmäßige Impulse, die dir eine Spur legen, in der du sicher entlanggehen kannst.

Willst du einen Mindguide?

Wenn du Interesse hast, dann schau dich auch hier mal um und melde dich für ein kostenfreies Erstgespräch. Wir eruieren deinen persönlichen Mindguide und legen die Spur. Und dann kann’s losgehen. Ich unterstütze dich und gehe wöchentlich mit dir den nächsten Schritt.

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