Mindguide

Mindguide – der Führer im Geist

Mindguide – der Führer im Geist

Was ist eigentlich ein „Mindguide“

„Mind“ steht für „Geist“, also das Mentale in uns. Guide ist der Führer. Wenn du einen guten Führer für deinem eigenen Geist hast, kann er dir helfen, für dich persönlich schwierige Situationen zu lösen. Sicher hast du schon Menschen getroffen, die sich selber sehr gut im Griff haben, oder? Was glaubst du, woran das liegt? Und wie geht das?

Ohne Aufmerksamkeit ist alles nix…

Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zur Veränderung. Dein Gehirn kann immer nur kleine Ausschnitte dessen aufnehmen, was „da draußen“ passiert. Das ist so, als wenn ein Stroboskop Lichtblitze tackert und dabei immer nur Bruchteile einer Bewegung beleuchtet.

Dabei entstehen Lücken im Gehirn

Naja, sagen wir mal lieber, Lücken in der Wahrnehmung. Es gibt keinen Nonstop-Input, damit wäre deine Reizverarbeitung heillos überfordert.

Diese Lücken bemerkst du aber nicht, denn dein Gehirn ergänzt sie mit deinen schon vorhandenen Erfahrungen. Deine aktuelle Wahrnehmung wird also auch von intern gespeist. Dabei füllt dein Gehirn die Lücken einfach auf. So erlebst du einen kontinuierlichen Ablauf, der sich seeeehr real anfühlt.

Doch genau durch diese internen Ergänzungen kann es passieren, dass zwei unterschiedliche Menschen ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen. Und sich dann zu streiten beginnen. Du siehst, worauf das hinausläuft? Es gibt kein absolutes Recht haben. Alles hängt von deiner Aufmerksamkeit ab. Und von deinen Vorerfahrungen, die du im „limbischen System“ deines Gehirns abgespeichert hast.

So war’s zum Beispiel auch bei Karl und Gustav…

Es war ein regnerischer Tag mit dunklen Wolken. Die rissen jedoch immer wieder auf und dann brach die strahlend helle Sonne durch. Der Tag war also gleichermaßen regnerisch wie sonnig.

Zwei Brüder, Karl und Gustav saßen im Zimmer und waren sehr vertieft in ihre Bücher. Sie schauten beide immer wieder mal aus dem Fenster, um die Augen zu entspannen. Doch in unterschiedlichen Momenten.

Karl sah dabei häufiger, wie die Sonne strahlend hell durch die Wolken brach und alles hell erleuchtet. Er hätte das Buch beinahe weggelegt und wäre nach draußen gelaufen. Tat er aber nicht.

Gustav aber sah öfter die trübe dunkle Wetterlage und den leichten Regenschauer. Gustav fröstelte und war froh, nicht vor die Tür zu müssen. Er blieb sehr gern in der warmen Bude.

Am nächsten Tag bedauerte Karl, dass er an diesem herrlichen Sonnentag nicht rausgegangen war. Gustav jedoch erwiderte, dass dieser trübe Regentag ja wohl sch… gewesen wäre. Er wäre froh, gewesen nicht vor die Tür zu müssen.

Und so gab eins das andere. Sie kamen in Streit. Warum? Weil jeder seine Wahrnehmung mit der ihm an der wahrscheinlichsten erscheinenden Annahme ergänzt hatte. Und jeder dachte, er hätte Recht. Wie das bei Brüdern halt manchmal so ist…

Warum also ist ein Mindguide hilfreich

Es kommt immer darauf an, welcher Reiz im Gehirn ankommt und wie er intern bewertet und ergänzt wird. Und genau da setzt ein Mindguide an. Er lenkt deine Aufmerksamkeit auf die Punkte in deinem Leben, die dein Handeln und dein Lebensgefühl verändern können. Er hilft dir, deine Wahrnehmung mit positiven Momenten und Erfahrungen zu ergänzen. Er führt dich raus aus einem Teufelskreis, denn:

  1. Deine Wahrnehmung erzeugt deine Gedanken.
  2. Deine Gedanken erzeugen deine Gefühle.
  3. Deine Gefühle lenken dein Handeln.
  4. Dein Handeln erzeugt Resonanz im Außen.
  5. Diese Resonanz nimmst du wieder wahr…

Nur du allein kannst das durchbrechen, indem du deine Aufmerksamkeit lenkst. Der Mindguide hilft dir beim Lenken, denn er zeigt mit dem Finger auf das, was entscheidend deine Wahrnehmung prägt.

Im Grunde hast du es jederzeit in der Hand, ob du dich gut oder schlecht fühlst. Ob du in einen Streit einsteigst oder nicht. Ob du misstrauisch wirst oder nicht.

Selbst wenn du einen Anlass hättest, in die Luft zu gehen, könntest du dennoch auf viele verschiedene Weisen reagieren.

Reiz und Reaktion sind zwei Paar Schuhe

Anlass ist der Außenreiz. Die Reaktion aber findet in dir statt. Tief in deinem Inneren entscheidet dein Unterbewusstsein, wie du reagierst. Das merkst du gar nicht.

Das Gesetz des Stärkeren

Es herrscht im Unterbewusstsein. Und stärker ist immer das, was unangenehme Gefühle in dir auslöst. Solche Erfahrungen werden umso intensiver gespeichert. Das dient der Prävention, denn daraus bastelt dein System Überlebensmechanismen. Die steuern von da an dein Verhalten, selbst wenn die Situation gar nicht so bedrohlich ist wie die ursprüngliche. In der Regel ist dir aber nicht bewusst, dass du gerade „alte“ Verhaltensmuster abrufst.

Wenn dich zum Beispiel jemand anschreit, ziehst du unwillkürlich den Kopf ein und wirst still. Oder du baust dich auf und schreist sofort zurück. Je nachdem, wie du das früher bereits getan hast. Deine Reaktion gehört zu deinem Überlebensmuster. Es wird durch das Schreien angetriggert. Du rufst dieses Verhalten ab, ohne über das „Warum“ nachzudenken.

Das Frühwarnsystem im Gehirn

Entscheidend für deine Reaktionen ist das limbische System. Es gleicht ununterbrochen die Außenreize, die bei dir ankommen, mit deinen früheren Erfahrungen ab. Ähnelt sich etwas, schlägt es sofort Alarm. Und befeuert damit die instinktiven Reaktionen.

Es ist also eine Art Frühwarnsystem, das blitzschnell reagiert. Du benutzt dabei alte Überlebensmuster. Die sind oftmals aber nicht die besten Reaktionsmuster für die aktuelle Situation.

Automatismen sind nicht das Gelbe vom Ei

Doch um an diesen Automatismen etwas zu verändern, brauchst du Aufmerksamkeit. Du musst beobachten, was passiert. Du brauchst innere Distanz zu den Dingen. Diese innere Distanz schenkt dir nämlich auch Zeit. Und Zeit ist in diesem Fall enorm wertvoll. Nun kannst du NACHDENKEN und deine Reaktionen überdenken und anpassen. Das geschieht in einem völlig anderen Teil deines Gehirns. Nur dort kommst du aus deinen Reflexen heraus und kannst Neues ausprobieren und lernen. Du kannst bewusst überlegen, welches Verhalten dir aktuell den größten Gewinn bringt. Du kannst bewusst dein Überleben sichern, ohne dass das deine antrainierten Reflexe übernehmen müssen.

Emotionen sind nett, wenn du sie hast, aber nicht, wenn sie dich haben

Wenn du so deinen Geist lenken lernst, gewinnst du eine unglaublich große Bandbreite an Verhaltensmöglichkeiten. Vor allem kommst du in die Lage, deine Emotionen zu steuern.

Die innerliche Distanz zu all dem, was geschieht, ist keine Entfremdung oder Gleichgültigkeit. Sie entsteht einfach dadurch, dass du dich selber beobachtest und reflektierst.

Das Timing entscheidet

Mit der Zeit kannst du immer früher regulierend eingreifen. Ohne innere Distanz überrollt dich deine Wahrnehmung und du reagierst wie ein Ertrinkender, der im Wasser um sich schlägt. Ein versierter Schwimmer hingegen weiß, wo Strömungen auf ihn lauern, die ihn mitreißen könnten, wann er paddeln muss und wann er sich treiben lassen sollte.

Versteh mich bitte nicht falsch, auch die unbewussten reflexhaften Reaktionen haben ihre Daseinsberechtigung und sind in Notsituationen höchst sinnvoll. Doch in der Regel nicht in sozialen Interaktionen und in emotionalen Situationen.

Ein Mindguide hilft dir, diese innere Distanz zu finden. Er hilft dir vor allem, an den richtigen Stellen achtsam zu sein. Diese Achtsamkeit entwickelt sich nicht von allein. Sie braucht stetige Erinnerungshilfen. Der Mindguide gibt dir diese Erinnerungshilfen. Er lenkt dein Augenmerk auf die Stellen in deinem Leben, die für Entwicklung und Veränderung entscheidend sind. Mit ihm bekommst du regelmäßige Impulse, die dir eine Spur legen, in der du sicher entlanggehen kannst.

Willst du einen Mindguide?

Wenn du Interesse hast, dann schau dich auch hier mal um und melde dich für ein kostenfreies Erstgespräch. Wir eruieren deinen persönlichen Mindguide und legen die Spur. Und dann kann’s losgehen. Ich unterstütze dich und gehe wöchentlich mit dir den nächsten Schritt.

Posted by Hanne Demel in Emotionales Management, Persönlichkeitsentwicklung, 0 comments