Körpersymptome

Deine Stimme „verrät“ dich

Deine Stimme „verrät“ dich

Zeichnung: Hanne Demel

Neulich rief mich eine Freundin an. Ich hörte beim ersten Wort, dass es ihr nicht gut ging. Im Gespräch bestätigte sich meine erste Wahrnehmung.

Deine Stimme macht dich nackig…

… denn sie lässt deine Emotionen noch deutlicher durchdringen als deine Mimik. Selbst wenn jemand versucht, seine wahren Gefühle zu verbergen, verrät der Klang der Stimme sogar noch mehr als die Mimik. Deshalb kannst du auch am Telefon coachen und Menschen helfen.

Die Mimik kannst du in weniger als einer Sekunde unter Kontrolle bringen. Aber um die Stimme zu kontrollieren, brauchst du 10 bis 15 Sekunden. Und auch dann ist es nur bedingt möglich, den Klang so zu verändern, dass man nicht mehr hört, wie’s dir geht.

Muskelbewegungen verraten alles…

… sagt Max, der Coach aus dem Bohnenland.

„Jedes Gefühl geht mit Körperbewegungen einher. Deine Mimik entsteht durch Muskelbewegungen. Auch der Klang deiner Stimme wird durch Muskelbewegungen in deinem Hals gesteuert, die deine Stimmbänder spannen oder lockern.
Erinnere dich mal an dein letztes Gespräch mit jemandem, dem es nicht gut ging. Oder der sehr müde war. Noch bevor du das richtig sehen konntest, hast du es vermutlich schon gehört, richtig?“

Gefühle werden oft kaschiert

Das ist menschlich und normal. Niemand will immer ALLES zeigen, was in ihm vorgeht. Häufig wird z. B. Unsicherheit mit Lächeln kaschiert. Trauer wird oft mit Wut oder mit einem versteinerten Gesicht überdeckt. Es gibt Menschen, die es perfektioniert haben, ihr Gesicht zu versteinern. Sie wollen keinerlei Gefühlsregungen nach außen dringen lassen.

Doch die wahren Emotionen kommen trotzdem durch – zum Leidwesen eines jeden Pokerface… 😉

Den echten Gefühlsausdruck in der Mimik kann ein geübter Mensch zwar innerhalb kürzester Zeit wieder wegwischen, aber du kannst trotzdem den ersten Impuls sehen, wenn du hinschaust.

Was zeigen dir Mikroausdrücke

Die Mimik des echten Gefühls zeigt sich innerhalb der ersten Sekunde. Das ist der Mikroausdruck, den man nicht kontrollieren kann. Erst nach ca. einer Sekunde ist das Bewusstsein in der Lage, einen anderen Ausdruck „drüberzuschieben“.

Weitere Gefühlsausdrücke wie z. B. Veränderungen im Atemrhythmus, in der Transpiration und der Herzaktivität brauchen schon 10 bis 15 Sekunden, bis sie wieder zurückgefahren werden können. Auch diese Veränderungen kannst du wahrnehmen, wenn du aufpasst und gut hinspürst.

Und was heißt das jetzt fürs Coaching?

  • Beobachte dein Gegenüber und schau nicht allzu häufig weg. Je besser du hinschaust, umso mehr siehst du diese kleinen flüchtigen aber sehr echten Gefühlsregungen.
  • Vertrau deiner Wahrnehmung, wenn du den Eindruck hattest, dass der Schatten eines Gefühls übers Gesicht gehuscht ist. Du liegst damit bestimmt öfter richtig als du denkst.
  • Am besten sprichst du deine Wahrnehmung an und fragst nach, ob sie stimmt. Damit kannst du deine Treffsicherheit aufbauen.
  • Achte dabei aber auch auf sensible Themen, die dein Gegenüber eventuell eher verleugnen würde als zuzugeben, dass du Recht hattest. Achte in dem Fall auf die Vehemenz der Verneinung. Fällt sie sehr stark aus, hattest du vermutlich Recht.
  • Gewöhne dir grundsätzlich an, die Menschen um dich herum nach klitzekleinen Gefühlsregungen abzutasten. Dadurch erhöhst du die Sensibilität deiner Wahrnehmung.

Also, bleib dran, übe und sei ein aufmerksamer Zuhörer!

Hanne Demel

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Wachstum: von der Stagnation in die Vorwärtsenergie

Wachstum: von der Stagnation in die Vorwärtsenergie

Stagnation – Ansporn zu Wachstum und Weiterentwicklung:

Kennst du das Gefühl, wenn nichts vorwärts geht und du trotz Bemühen kaum nennenswerten Erfolg hast? Du wünscht dir Wachstum, doch es fehlt an Ideen und Inspiration. Die tägliche Arbeit erschöpft und langweilt dich gleichermaßen. Es entsteht Frust und Lustlosigkeit.

Eine solche Zeit ist bestens geeignet, um ganz genau hinzuschauen, was sich verändern möchte, soll und darf…

In der Stagnation steckt enorme Antriebskraft. Es braucht nur den richtigen Ansatzpunkt.

 

Aktive Geduld, um Wachstum anzustoßen: 5 Schritte der Tatkraft

  1. Stagnation ist das Gegenteil von Vorwärtsenergie und Wachstum. Bleib bewusst am Thema und beobachte dich. Weiche der Situation nicht aus. Verschaffe dir Klarheit darüber, was genau dich aufhält. Lass dich dabei unterstützen.
  2. Bleib neugierig. Stell den Zähler auf Null. Was wäre, wenn du heute ganz von vorn anfangen könntest. Was würdest du mit Freude beibehalten, was nicht?
  3. Übe dich im Vertrauen. Vertrauen ist eine aktive Angelegenheit, um die man sich täglich bemühen darf. Manche Dinge brauchen Zeit, um sich zu entfalten. Und manchmal ist es auch sinnvoll, sich jemandem anzuvertrauen, um neue Blickwinkel zu erarbeiten.
  4. Lass die Kontrolle einmal komplett los. Vielleicht kontrollierst du dein eigenes Körpergewicht, wenn du sehr diszipliniert bist. Oder deine Stimmung, wenn du deinen Geist zu kontrollieren gelernt hast. Aber – Hand aufs Herz – was lässt sich sonst noch wirklich kontrollieren? Suche lieber nach dem Schwimmreifen, der dich sicher über Wasser hält und dir Hilfestellung gibt, während du dich mitten in den Fluss stürzt (bitte nicht im depressiven Sinne…) und dich vom Wasser tragen lässt. Abstand zu sich selber, eine Portion Selbstironie und vor allem Humor ist übrigens der beste Schwimmreifen… (neben einem guten Coach natürlich…;-))
  5. Lerne so viel wie möglich aus der Situation. Öffne dich der Situation voll und ganz. Geh doch einfach mal davon aus, dass die Tatsachen freundlich sind, auch wenn’s schwer fällt, weil dir gerade alles grauslich erscheint. Denn nur dann schenkt die aktuelle Situation die Erfahrungen, die du später nutzen kannst. Gerade diese Erfahrungen sind es, die dir später umso mehr Seelenfrieden und zuguterletzt auch Erfolg schenken.

 

Wie löse ich Stagnation auf und komme in die Vorwärtsenergie

  • Prüfen ganz genau, was dich langweilt. Erlaube dir für einen Moment, Pläne ohne Begrenzung zu schmieden. Was würde dir wirklich Spaß machen?
  • Suchen nach einer Herausforderung, die dein Herz höher schlagen lässt – in positivem Sinne.
  • Mache Pausen!!! Nur dann kann sich Neues entwickeln.
  • Nur für das, was dir Freude bereitet, stellt dein Unterbewusstsein auch die Energie bereit.

Wenn du dir noch nicht im Klaren bist, wo der Haken ist, lass dich mit einem Coaching unterstützen. Systemische Aufstellungen bringen da sehr schnell Klarheit.

 

Auch der Körper zeigt unterbewusste Veränderungswünsche

  • Beobachte deine eigenen Körperbewegungen. Sind die Bewegungen geschmeidig und rund oder gibt es Schwierigkeiten im Bewegungsablauf oder sogar Schmerzen?
  • Vergleiche die Stellen, die „unrund“ laufen, mit deiner mentalen Verfassung. Hakt es irgendwo im Bein? Beim Vorwärtsgehen? Hast du Schmerzen in der Hüfte? In den Knien?
  • Vielleicht machst du zu große Schritte. Mental könnte das bedeuten, dass du sehr viel – vielleicht zu viel von dir verlangst. Zu viel Schnelligkeit, zu viel Können, zu viel Perfektion?
  • Hast du Schmerzen in den Armen oder Schultern? Hältst du dich vielleicht zu sehr zurück? Verpasst du gute Gelegenheiten, weil du nicht zugreifst und dich stattdessen immer wieder ausbremsen lässt?
  • Hast du einen steifen Nacken? Fällt es dir schwer, flexibel zu sein, dich an Gegebenheiten anzupassen? Hast du die Dinge lieber unter Kontrolle?

Auf diese Weise kannst du deinen ganzen Körper betrachten. Er zeigt eins zu eins, wo es hängt und wo du noch Potenzial hast, das sich entfalten möchte.

Also: Bleib geschmeidig, sowohl mental als auch körperlich! ?

Hanne Demel

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