Klarheit

Emotionales Management (EM): Basis der Selbstführung

Emotionales Management (EM): Basis der Selbstführung

Emotionales Management (EM): Warum ich mit meinem ethischen Ansatz von Liebe und Mitgefühl ein Therapeuten-Coach-Hybrid bin…

Martin B. schwitzt. Er steht von einer Gruppe von potenziellen Kunden und will in seinem Vortrag auch sein neues Produkt vorstellen. Eine Situation, die er eigentlich lieber vermeidet. Doch wenn er sein Geschäft voranbringen will, kommt er nicht drum herum. Sein Herz klopft bis zum Hals und seine Knie sind weich. Die Stimme zittert und er fürchtet, jeder im Raum könnte seine Unsicherheit bemerken. Er hasst es im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Ständig schaut er in seine Unterlagen und meidet den Blickkontakt mit den Zuhörern. Die dösen derweil vor sich hin und sind froh, als sein Vortrag endlich zu Ende ist. Keiner stellt Fragen, um die Situation nicht noch hinauszuzögern.

Martin B. ist einfach nur erleichtert, dass es vorbei ist. Zugleich fühlt er sich miserabel, denn so wird wohl niemand kaufen. Das weiß er ganz genau. Am liebsten hätte er Mitarbeiter, die das für ihn übernehmen, doch um das zu schaffen, müsste er erst einmal eine gute Stückzahl selbst verkaufen. Das ist ein Teufelskreis. Er weiß noch nichts von EM.

 

Was ist emotionales Management (EM)?

Es braucht im Unternehmen auch „weiche Faktoren“ wie zum Beispiel den geschmeidigen Umgang mit den eigenen Gefühlen. Diese weichen Faktoren sind erlernbar, denn Gefühle lassen sich steuern. Man muss nur wissen, wie. Das nenne ich übrigens „emotionales Management“. Dabei geht es darum, die eigene Persönlichkeitsstruktur zu kennen und sie situationsgerecht einsetzen zu können. Und das kann man lernen! Und zwar im Mindguide-Coaching.

Martins Expertise war exquisit und seine Produkte von hoher Qualität. Weil sich das herumgesprochen hatte, hatte er überhaupt Kunden. Doch er brauchte dringend höhere Verkaufszahlen. Er wollte endlich jemanden einstellen, der ihm diese vermaledeiten Präsentationen abnehmen konnte. Deshalb kam er schließlich zu mir ins Coaching.

 

Die verschiedenen Seiten in der eigenen Psyche

Situationen wie die, in der Martin sich befand, sind ein Hinweis darauf, dass in der Psyche ein Persönlichkeitsanteil existiert, der sagt: „Stell dich nicht in den Vordergrund! Nimm dich zurück!“ Das erlebe ich immer wieder im Mindguide-Coaching. Derjenige hält sich dann zurück, bleibt bescheiden im Hintergrund und hasst es, im Mittelpunkt zu stehen. Also das Gegenteil eines Narzissten.

Der erste Schritt zur Veränderung ist, diesen Anteil näher kennen zu lernen. Es ist enorm wichtig, die größeren Zusammenhänge dieser Seite zu verstehen. Denn erst dann kann man das entsprechende Verhalten verändern. Jedes Verhalten hat seinen nachvollziehbaren guten Grund. Es stecken reale Gefühle dahinter, die ein starker Antrieb für dieses Verhalten sind. Diese Gefühle sind oft gar nicht bewusst.

 

Es gibt immer einen guten Grund im EM

Niemand tut etwas ohne guten Grund. Auch nicht, wenn es zunächst irrational scheint. Diesen guten Grund müssen wir  für das EM im Mindguide-Coaching herausfinden. Dafür nutze ich systemische Methoden wie zum Beispiel die systemische Aufstellungsarbeit. Oder auch die hypnosystemische Intervention oder einfach Körperfeedback. Die Psyche lässt sich in ihren tiefen Schichten nur durch Symbole und Bilder berühren – ein reines Gespräch hilft da nicht wirklich. Das läuft meist nur über die Kopfebene und nimmt die Emotionen nicht mit. Oft verstehen die Leute ihre Probleme zwar oberflächlich, können aber trotzdem nichts ändern. Das liegt daran, dass in der Tiefe noch mehr dahintersteckt. Und das herauszufinden und zu nutzen ist EM.

 

Die Kraft, die im Widerstand steckt

Verhalten, das sich hartnäckig immer wieder zeigt, ist ein Hinweis auf einen starken inneren Widerstand. Uns somit auf einen starken guten Grund. Der ist ein starker Antreiber. Genau da liegt aber auch der Schlüssel zur Veränderung. Wenn wir also den Widerstand in seinem Zweck verstehen, können wir die darin gebundene Kraft herauslösen und in eine neue Form bringen. Das hat nichts mit oberflächlichem positivem Denken zu tun. Dieser Akt basiert auf Verstehen und Mitgefühl. Mitgefühl ist übrigens der stärkste Katalysator für Veränderung, sowohl im eigenen Inneren als auch im Miteinander mit anderen Menschen.

 

Was also ist das Mindguide-Coaching für das EM

Mindguide-Coaching ist die Hilfestellung bei der Neusortierung der Persönlichkeit. Es ist ein systemisches Coachingkonzept, das ich auf der ethischen Basis von Liebe und Mitgefühl weiterentwickelt habe. Es geht dabei um die bedingungslose Annahme dessen, was ist und was war. Nur dann nämlich kann man das eigene Verhalten verändern. Solange noch Widerstand und Ablehnung innerhalb der eigenen Person vorherrscht, bleibt alles beim Alten, einschließlich des Kampfes mit sich selber.

Während eines Coachings suchen wir nach frühen Prägungen und Emotionen, die sich auf den heutigen Alltag auswirken, die da aber gar nicht hingehören. Diese frühen Strukturen waren irgendwann einmal sinnvoll, sind aber längst überholt. Da sie im Unterbewusstsein liegen, entdeckt man sie nicht so einfach durch Nachdenken. Wir brauchen andere Methoden, um tiefer zu fühlen. Dennoch wirken sich diese Strukturen im Alltag aus und zeigen sich in jeder Situation, sowohl privat als auch beruflich. Sie sind die „Basisstrickmuster“, nach denen unser Verhalten in der Regel abläuft.

 

Der Unterschied von Mindguide-Coaching für das EM zum reinen Business-Coaching

Im beruflichen Coaching wird herkömmlicherweise meistens nicht mit frühen Prägungen gearbeitet. Die sind aber enorm wichtig für das EM. Nur wer die eigenen Prägungen kennt und die darin gespeicherten Gefühle annimmt, kann auch die eigene Gefühlslage lenken. Und das bringt dann tatsächlich sehr schnelle und dauerhafte Veränderungen im eigenen Verhalten.

Ein Versuch, Verhalten zu verändern ohne die tiefen Prägungen zu kennen, braucht sehr viel Willensanstrengung. Veränderungen entstehen dabei nicht aus dem eigenen Inneren und im Einklang mit der eigenen Struktur, sondern sie bleiben an der Oberfläche und brauchen permanente Willenskraft. Das fühlt sich für den Betroffenen an wie ein Dauerkampf. Die Erschöpfung ist vorprogrammiert.

 

Wie können wir psychische Strukturen für das EM verändern?

Das funktioniert nur mit der Grundannahme, dass jedes Gefühl und das daraus folgende Verhalten im passenden Zusammenhang eine Stärke ist. Doch solange das Gefühl unterbewusst bleibt, können wir daran absolut nichts verändern. Es läuft einfach ab wie eh und je. Und zwar auch im unpassenden Moment. Dann ist es eine Schwäche. Um aber die Stärke in einem ungeliebten Verhalten zu finden, brauchen wir den richtigen Blickwinkel. Diese Suche nennt man auch „Reframing“. Sie ist eine effektive Technik aus dem NLP und der Psychotherapie.

Wir betrachten das Verhalten zunächst in einem anderen „Rahmen“. Das lockert die Struktur bereits etwas auf. Und dann machen wir uns auf die Suche nach dem Ursprung dieser Struktur. Für diese Phase ist sehr viel Mitgefühl notwendig. Der Kunde begegnet sich dabei am Ende nicht mehr mit Ablehnung und Strenge, sondern mit Mitgefühl und Wertschätzung. Das macht die Psyche offen und durchlässig. Er versteht sich in einem sehr viel komplexeren Zusammenhang und gibt jeden Widerstand gegen sich selbst auf. Das löst eine große Menge an Energie, die er zuvor in den Kampf mit sich selber gesteckt hat.

Von diesem Moment an kann er eine passendere Seite von sich in einer Situation zum Einsatz bringen. Zugleich erspart er sich das Gefühl des Kampfes. Er braucht sich nicht mehr als unpassend, schwach, ängstlich etc. ablehnen. Er kann sich annehmen, seine Stärken aktivieren und sich entsprechend lenken. Wie ein Surfer, der die richtige Welle nutzt. Diese innere Beweglichkeit zu haben ist EM.

 

Wo kann man Mindguide-Coaching für das EM anwenden

Das Konzept des EM, das im Mindguide-Coaching zur Anwendung kommt, kann in allen Bereichen verwendet werden, in denen es darum geht, erfolgreiche Beziehungen zu anderen Menschen zu gestalten und die eigene Person bewusst zu lenken. Egal, ob in der Mitarbeiter- und Unternehmensführung, im Kundenservice und Vertrieb, in der Beratung und Weiterbildung oder in privaten Beziehungen. Es gibt kein Bereich, der nicht von erfolgreichem EM profitieren würde.

Die Ursprünge des Mindguide-Coachingkonzepts stammen übrigens aus der Psychotherapie. Es hilft heute Unternehmern dabei, ihre Gefühle zu lenken und so zu nutzen, dass sie effektiv und entspannt arbeiten können. Stress, Ängste und Unsicherheiten kennt jeder Mensch, denn diese Gefühle gehören zum Menschsein. Doch sie müssen im Unternehmen nicht hinderlich wirken. Ein Mindguide-Coaching für das EM bringt einem Unternehmer sehr schnell tiefgreifende und fühlbare Veränderungen. Denn wer seine Emotionen zu lenken lernt, findet innere Ruhe und Gelassenheit. Und das ist immer eine gute Basis, um klare Ziele zu stecken und sie auch zu erreichen.

 

Die Logik in der Psyche verstehen

EM bedeutet also in erster Linie, mit den eigenen Emotionen adäquat umgehen zu können ohne sie zu unterdrücken. Logischerweise folgt daraus auch der adäquate Umgang mit den Emotionen anderer Menschen und der gesamten Situation. Denn wer sich selbst versteht, versteht auch andere sehr viel leichter. Wer mit sich selber mitfühlend umgehen kann, kann das auch mit anderen.

In der Psyche spielen immer viele Faktoren zusammen. Die Psyche ist ein komplexes System, das geprägt wird von unzähligen familiären und biographischen Erfahrungen. Deshalb ist es auch nicht so leicht, die Logik darin zu verstehen. Erfahrungen erzeugen Gefühle. Diese werden gespeichert. Immer, wenn diese Gefühle durch eine aktuelle Situation erneut abgerufen werden, beeinflussen sie das aktuelle Handeln. So erlebt also jeder Einzelne seine Welt quasi ständig durch den Filter seiner Vergangenheit. Das kann gut funktionieren, muss es aber nicht.

 

Auch äußere Faktoren gehören im EM dazu

Jeder Mensch steckt permanent in den verschiedensten Rollen, seien sie selbstgemacht oder auch von außen an ihn herangetragen. Er erlebt Rollenzuschreibungen, Wünsche und Bedürfnisse von anderen genauso wie seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Auch das alles entscheidet über die Reaktion, die jeweils abgerufen wird.

Die abgerufenen Reaktionen passieren üblicherweise reflexhaft. Deshalb lassen sie sich erst einmal schwer steuern. Und meistens noch schwerer erklären.

Martin B. erlebte diese Prägungen immer wieder, wenn er etwas vor mehreren Menschen vortragen sollte. Er hatte bereits gründlich über dieses Problem nachgedacht und verschiedene Körperentspannungsübungen ausprobiert, aber nur mit geringem Erfolg.

 

Nachdenken reicht nicht tief genug

Es kommt oft vor, dass ein Mensch sein Problem bereits sehr gut durchdacht hat und die Zusammenhänge auch teilweise versteht, sein Verhalten aber trotzdem nicht verändern kann. Das ist immer ein Hinweis darauf, dass entscheidende Faktoren noch nicht gesehen wurden und der Blickwinkel auf die eigene Person noch nicht weit genug gefasst ist. Deshalb sammle ich in einem Mindguide-Coaching vor allem auch Informationen über die Herkunftsfamilie und deren Mitglieder. Wie war z. B. die Konstellation in der Kindheit? Gab es schicksalhafte Ereignisse, Verluste etc.? Wie viele Geschwister gibt oder gab es und wie ist die Reihenfolge? Das älteste Kind prägt andere psychische Muster aus als z. B. das Jüngste oder das Mittlere. In jeder Konstellation gibt es bestimmte Gesetzmäßigkeiten, die man dort sehr häufig wiederfindet. Darüber wurde bereits viel geforscht. All das ist wichtig.

Im Mindguide-Coaching füge ich innere und äußere Faktoren zu einem Gesamtbild zusammen. Erst dann kann der Kunde sein Problem in seiner Vielschichtigkeit verstehen und es von innen heraus lösen. Die systemische Grundannahme, dass die Psyche des Menschen immer einer inneren Logik folgt, ist die wichtigste Leitlinie im EM.

 

Warum die gute Absicht so wichtig ist

Davon gehe ich im Mindguide-Coaching unumstößlich aus: jedes Verhalten hat seinen Sinn, seinen Hintergrund und vor allem seine gute Absicht. Diese sind aber so gut wie nie auf den ersten Blick erkennbar. Vor allem dann nicht, wenn der Betroffene sein aktuelles Gefühl und Verhalten einfach gern los werden würde. Aber sobald der Kunde die gute Absicht hinter seinem Verhalten erkennt, öffnet sich in der Psyche ein Raum, der Veränderung und Wachstum ermöglicht. Das geht natürlich nur in einer Haltung von Wertschätzung und Mitgefühl. Ich sorge im Mindguide-Coaching für die richtige Atmosphäre. Später kann der Kunde das dann für sich selbst. Diese grundlegende Haltung von Liebe und Mitgefühl ist die wichtigste Voraussetzung für Veränderungen innerhalb der Psyche und im Kontakt mit anderen Menschen. Sie löst Negativität auf und schenkt Entscheidungsfreiheit.

In den tieferen Schichten der Persönlichkeit arbeite ich übrigens mit Bildern und Symbolen. Sie sind die Sprache des Unterbewusstseins. Darüber können sich früh geprägte Persönlichkeitsanteile ausdrücken.

 

Was wurde aus Martin B.?

Im ersten Mindguide-Coaching schon identifizierte Martin B. diese Seite in seiner Persönlichkeit, der es so unangenehm war und die Angst hatte, wenn er vor Leuten reden sollte.  Und zwar mit dem entsprechenden Hintergrund. Um den herauszubekommen, ließ ich ihn eine Farbkarte aussuchen, die diesen Persönlichkeitsanteil repräsentierte. Martin B. wählt eine rote Farbkarte.

Er konnte diese ängstliche Seite an sich überhaupt nicht ausstehen. Das konnte man sofort an seiner gesamten Körperhaltung sehen. Trotzdem hielt er die Platte sehr fest in der Hand. Ich bat ihn, sie für einen Moment abzulegen und ein bisschen Abstand zu nehmen. Er trat ein paar Schritte zurück und atmete sofort tief durch. Doch dann kam die Anspannung zurück.

Im nächsten Schritt ließ ich Martin B. eine weitere Farbkarte aussuchen für den Zeitraum, in dem dieses heute störende Verhalten entstanden war. Während Martin B. die nächste Karte in die Hand nahm, zeigt sein Körper bereits die Gefühle, die in diese Zeit gehörten. Er verspannte sich in den Schultern, senkte den Kopf und lehnte sich im Stuhl zurück. Seine Lippen waren plötzlich fest verschlossen.

Die körperlichen Signale des Kunden wahrzunehmen und deuten zu können ist ein zentraler Bestandteil des Mindguide-Coachings. Gefühle zeigen sich über die Körpersprache – sogar oft, ohne dass es der Betreffende selber merkt. Umso wichtiger ist es, dass ich gut beobachte und Rückmeldung geben kann. Nur dann kann sich die Situation auch im Unternehmen letztendlich verändern.

Auf meine Frage, wie alt er sich gerade fühle, bemerkte Martin B., dass er sich sehr jung fühlte. Dann fiel ihm ein, dass seine Mutter sehr krank gewesen war, als er so jung war. Im weiteren Verlauf des Mindguide-Coaching brachte Martin B. seine tiefe Liebe und Verbundenheit zu seiner Mutter mit seiner aktuellen Situation in Verbindung. Ihr zuliebe hatte er damals gelernt, sich zurückzunehmen und nicht mehr als notwendig Aufmerksamkeit zu beanspruchen. Sehr schnell wurde ihm klar, dass die Seite, die sich aus Liebe zur Mutter zurücknahm, für die aktuelle Situation, Kunden zu gewinnen, ungeeignet war.

Durch die weitere Arbeit mit Symbolen und hypnotischen Gesprächssequenzen gelang es ihm sehr schnell, seine innere Ablehnung dieser Seite gegenüber zu überwinden. So konnte er sich leicht mit den Fähigkeiten, die er heute als Erwachsener hatte, verbinden. In der nächsten Präsentation vor Kunden stellte er in einem inneren Bild den kleinen Jungen, der er einmal war, hinter sich. Er nahm sich sehr stark als Erwachsenen wahr, der er ja war. Die Aufmerksamkeit der Zuhörer triggert jetzt nicht mehr den kleinen Jungen, der meint, sich zurücknehmen zu müssen, sondern fachten die Fähigkeiten des Erwachsenen an. Die Präsentation gelang ihm tausendmal besser.

 

Mindguide-Impulse fördern das EM

Um die neuen Strukturen zu festigen, begleitete ich Martin B. eine Zeitlang mit wöchentlichen Mindguide-Impulsen online weiter. Sie lenkten seine Aufmerksamkeit und Reflektionsfähigkeit so, dass er die neuen Strukturen in sich festigen und jederzeit leicht abrufbar machen konnte. Jede Woche bekam er einen weiteren Impuls per Mail von mir und gab mir wöchentlich dazu eine Rückmeldung, wie er ihn erlebt und umgesetzt hat. Dabei lernte er sich weiter kennen und schuf Bewusstsein für sich und sein Verhalten. Und – du erinnerst dich – wenn du dir dein Verhalten bewusst machst und es beobachten kannst, dann kannst du auch wählen, welche Reaktion im Moment die Beste ist.

Martin B. hat mittlerweile ein Unternehmen mit 10 Mitarbeitern, so wie er es sich gewünscht hatte, und ist sehr erfolgreich.

Wenn du dich für ein Mindguide-Coaching interessierst, melde dich für ein 20-minütiges Vorgespräch. Du bekommst bereits erste Impulse für dein emotionales Management.

 

Hanne Demel

 

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Wie du gute Entscheidungen treffen kannst

Wie du gute Entscheidungen treffen kannst

Bildnachweis Pixabay Activedia

Wie du gute Entscheidungen treffen kannst, ist eine der wichtigsten Fragen für dich als Unternehmer.

Nicht selten höre ich „Wenn ich’s doch nur eher geschnallt hätte…“, wenn eine Entscheidung eine ungewünschte Auswirkungen in der Zukunft hat.

Ich muss dir kurz eine Geschichte erzählen: 

Kennst du die Geschichte vom Bauern, der sehr arm war? Ein fleißiger Bauer hatte einen guten Sohn, der ihm auf dem Hof half. Für die Feldarbeit besaß er ein altes Pferd. Eines Tages riss sich das Pferd während eines heftigen Gewitters los und galoppierte in Panik davon. Da machte sich der Sohn auf, um das verschreckte Pferd zu suchen und zurückzubringen. Dabei fand er auch ein wunderschönes Wildpferd, das er einfing und mit nach Hause zu seinem Vater brachte.

Als der Sohn jedoch dieses Wildpferd zähmen und zureiten wollte, wehrte es sich und warf ihn ab. Dabei brach sich der Sohn ein Bein.
Der Bauer kratzte sein allerletztes Geld zusammen und brachte seinen Sohn zu einem Arzt, damit er ihm das gebrochene Bein schiente. Doch nun musste er die anstrengende Arbeit auf dem Hof allein verrichten und kam deshalb viel langsamer voran.

Zwei Wochen nach dem Unfall galoppierten ein paar berittene Boten des Königs auf den Hof. Sie waren ausgesandt worden, um im ganzen Land die jungen Männer zusammenzutrommeln, weil sie in den Krieg ziehen sollten. Doch den Sohn konnten sie wegen des gebrochenen Beines nicht gebrauchen und so zogen sie weiter.

Naaaa, bei was warst du gerade?

Bei „Ach so ein Glück!“ oder bei „Oh nein, so ein Unglück“?

Wenn du dir diese Geschichte wirklich reinziehst, erkennst du sehr leicht, dass die eigenen Urteile, die du aus einem sehr kleinen Blickwinkel und kurzen Zeitspannen heraus gefällt hast, sich sehr leicht wieder relativieren lassen.

Die Lehre vom abhängigen Entstehen

Alles, was passiert, wirkt sich wieder auf das aus, was danach folgt. Das nennt man in der buddhistischen Ethik das „abhängige Entstehen“. Nichts existiert allein aus sich heraus ohne Vorgeschichte.

Wenn du herausfinden willst, wie sich eine Entscheidung, die du heute triffst, in der Zukunft auswirken wird, solltest du sie systemisch durchleuchten. Dazu brauchst du einen sehr weiten Blickwinkel. Du solltest mit einer Analyse deiner Optionen beginnen und dabei verschiedenen Ebenen – die rationale und die emotionale, und zwar sowohl bei dir als auch bei anderen – einbeziehen. Dann kannst du in einer systemischen Aufstellung die einzelnen Aspekte noch einmal nachspüren und gewichten. Das ist sehr klärend.

Deinen Entscheidungen folgt deine Entwicklung

Bis zu einem gewissen Punkt kannst du künftige Entwicklung vorwegnehmen. Denn alles hat wieder etwas anderes zur Folge. Dadurch entsteht ein ganz bestimmter Weg, je nachdem, welche Entscheidung du aktuell triffst. Und dieser Weg wirft quasi seine Schatten oder sein Licht voraus. Um das sehen zu können brauchst du innere Klarheit.

Wie entsteht denn nun innere Klarheit

Wenn du an deinen Emotionen anhaftest, vernebelst du dir schon deinen Blick. Klar entscheiden kannst du erst, wenn du innerlich Distanz gewinnst. Dann kannst du deine Optionen betrachten und besser abwägen, welche Wirkung du jeweils damit in der Welt erzeugst. Wenn du in dir Sicherheit hast, kannst du auch angstfrei an die Umsetzung gehen. Denn wenn du dir sicher bist, dass du den richtigen Weg eingeschlagen hast, kommst du mit Hindernissen und Schwierigkeiten besser zurecht. Du lässt dich weniger verunsichern.

Systemaufstellungen helfen, um Klarheit zu gewinnen

Du kannst all diese Aspekte und Ebenen in einer systemischen Aufstellung abbilden und dann auch eine gewisse Entwicklungsstrecke voraussehen. Naja, vielleicht auch eher spüren, denn eine Aufstellung ist eine sehr intuitive Arbeit. Sie hilft dir, deine Optionen von Emotionen – zum Beispiel von Ängsten – zu befreien. Denn erst danach kannst du wirklich gut entscheiden. Entscheidungen, die Ängste oder auch starke Emotionen wie Wut zur Grundlage haben, sind erfahrungsgemäß nicht gerade die besten.

Wichtig ist auch, dass du ethische Aspekte mit einbeziehst. Der Mensch ist nämlich von Natur aus ein ethisches Wesen. Wenn du anderen Kummer und Schmerz zufügst, registriert dein Unterbewusstsein das. Und auf einer tiefen Ebene gibt es keine Unterscheidungen zwischen anderen Menschen und dir selber. Wenn dieser Schmerz dann irgendwann an die Oberfläche und in dein Bewusstsein dringt, leidest du. Woran auch immer du dieses Leid dann aktuell festmachst, die Samen dafür hast du vorher selber in deinen Geist gelegt…

Nichts gibt es umsonst. Wenn du deinen Erfolg auf dem Schaden von anderen aufbaust, wird deine Freude daran nicht lange halten. Auch solche längerfristigen Entwicklungen lassen sich in Systemaufstellungen gut abbilden.

Also entscheide klug und ethisch. Und lass dich unterstützen. Ich bin gern für dich da.

Sei ein ethischer Mensch!

Hanne Demel

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Welcher Stresstyp bist du?

Welcher Stresstyp bist du?

Welcher Stresstyp bist du?

Was tust du zum Beispiel, wenn in deinem Unternehmen eine unangenehme Situation auftaucht?

1. Grübelst du dann viel und denkst drum herum?

Viel Denken und Grübeln vernebelt die Sinne. Du kannst dann nicht mehr klar wahrnehmen, was wirklich los ist. Deine Gedanken machen sich zu breit und schieben sich vor deine Augen und Ohren… Du hältst sie für die Realität. Das schafft eine Trennung zwischen dir und der tatsächlichen Situation. Mit dieser Trennung fällt es dann umso schwerer, etwas zu verändern. Es ist als wenn du einen Nagel einschlagen willst, deine Hand liegt daneben und du siehst vor lauter Denken den Nagel nicht richtig oder kannst nicht zielen….

ReaktionstypAls Unternehmer solltest du dir Grübeln ganz und gar abgewöhnen. Du brauchst einfache Methoden, die dir Klarheit verschaffen und erst mal für innere Ruhe sorgen. Dann kannst du handeln und die Situation zum Besseren wenden.

2. Lenkst du dich lieber ab?

Ablenkung ist manchmal gut, manchmal nicht. Wenn dich die Ablenkung vom Grübeln abhält, ist das hilfreich. Aber ein gewisses Maß an Achtsamkeit für die Situation ist wichtig. Vor allem solltest du auch achtsam für deine Gefühle und Empfindungen sein. Denn wenn du sie mit innerer Distanz beobachtest, gewinnst du Klarheit darüber, was genau die Situation so unangenehm für dich macht.

Für dich als Unternehmer kommt’s aber drauf an, womit du dich ablenkst. Bei Problemen mit Mitarbeitern solltest du lieber genau hinschauen. Sowohl auf dich selbst als auch auf deine Mitarbeiter. Auch sie haben ihren guten Grund, sich genau so und nicht anders zu verhalten. Erst wenn du den erkennst, kannst du eine angespannte Situation wieder lockern.

3. Igelst du dich vielleicht ein und redest nicht mehr viel?

Wenn du dich einigelst, besteht die Gefahr, dass du Beziehungen und Kontakte abschneidest. Im schlimmsten Fall zu Menschen, die dir helfen wollen oder die mit dir geschäftlich in Verbindung stehen. Es ist enorm wichtig, offen zu bleiben. Nur so siehst du, wer es gut meint mit dir und wer nicht.

Als Unternehmer brauchst du Kontakte und Unterstützer. Wenn du dich einigelst, haben diese das Gefühl, du lässt sie ablaufen und schätzt sie nicht. Doch Wertschätzung ist das A und O für und in deinem Business, wenn es wachsen und gedeihen soll.

4. Oder redest du gerade erst recht mit anderen Leuten drüber?

Wenn du mit anderen redest, kommt es darauf an, wie du das tust. Wenn es zu deiner Erleichterung stattfindet, du aber negativ sprichst oder über andere lästerst, schadest du deinem eigenen Ruf. Zusätzlich leidet deine Gesundheit, denn du nimmst dir damit Energie. Deshalb achte auf deine Sprechweise. Wenn du wertschätzend und positiv sprichst, auch wenn eine Situation dich gerade herausfordert, hilft das. Du kannst dann gemeinsam mit deinem Gesprächspartner Klarheit über die Situation bekommen. Und du kannst andere Blickwinkel finden, die dir helfen.

Vor allem als Unternehmer solltest du vorsichtig sein, wo und bei wem du dich öffnest. Die meisten Mitarbeiter sind irritiert, wenn du als Chef aus deiner Rolle fällst und Unklarheit zeigst. Du verlierst dann leicht deren Respekt und hast es hinterher umso schwerer, deine Führungsaufgaben zu übernehmen. Tausche dich lieber mit anderen Unternehmern aus. Zum Beispiel auf meinem Ethikstammtisch. Du kannst dich von überall einwählen, sofern du einen Internetzugang hast. Bequem an deinem Bildschirm sitzend kannst du mit uns diskutieren und deinen Blickwinkel weiten lassen.

5. Holst du dir Rat? Oder vielleicht sogar professionelle Unterstützung?

Wenn du dir Rat holst, dann schau gut, bei wem. Du solltest jemanden fragen, der vor allem mit Klarheit und Mitgefühl auf die Situation schauen kann. So kannst du die wichtigen Punkte am besten herausarbeiten und verändern. Mitgefühl ist ein wichtiger Schutz und die Basis für Veränderung.

 

Als Unternehmer ist es wichtig, immer wieder auch professionelle Unterstützung zu haben. So kannst du strategische und persönliche Unklarheiten beseitigen und gleichzeitig für gute Stimmung im Unternehmen sorgen.

Dafür gibt’s den Ethikstammtisch

Wenn du dich mit anderen Unternehmern austauschen willst, dann komm doch zum Ethikstammtisch. Die vertrauensvolle Atmosphäre unterstützt dich bei der Auseinandersetzung mit schwierigen und spannenden ethischen Themen. Du bekommst dabei viele Anregungen und neue Blickwinkel. Das hilft dir, deine Sicht zu erweitern und Lösungen auch für dein Business zu finden, an die du vielleicht noch gar nicht gedacht hast. Ich achte auf einen wertschätzenden und vertraulichen Austausch und freundlichen Tonfall. Die obersten Regeln beim Stammtisch sind nämlich Diskretion und Wertschätzung.

Schau einfach mal hier!

Deine Hanne Demel

 

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Welche Fragen helfen dir, ethisch zu entscheiden

Welche Fragen helfen dir, ethisch zu entscheiden

Foto Pixabay: geralt

Welche Ebenen kannst du abklopfen, wenn du ethisch entscheiden willst?

Gute und ethische Entscheidungen wollen erarbeitet werden. Doch wie geht das? Das ist gar nicht so leicht, ethisch zu entscheiden.

Eine Möglichkeit ist es, darüber zu reflektieren, aus welcher Ebene oder Geisteshaltung heraus du eine Entscheidung treffen willst. Continue reading →

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Wie wirken sich starke Emotionen auf deine Entscheidungen aus

Wie wirken sich starke Emotionen auf deine Entscheidungen aus

Foto Pixabay: Activedia

Starke Emotionen haben eine große Wirkung in deinem Geist 

  • Was passiert in dir, wenn du in starken Emotionen haften bleibst?
  • Wie kannst du da gegensteuern?
  • Wie kannst du deine Entscheidungen auf einer ethischen Basis treffen, die allen nützt?

Schau dir dazu dieses Video auf Youtube an!

Komm in meinen Onlineworkshop!

Hier findest du mehr Infos dazu.

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Hilfe, mein Kopf platzt! Vier edle Wahrheiten fürs Business…

Hilfe, mein Kopf platzt! Vier edle Wahrheiten fürs Business…

Foto iStock.com: castillodominici

Was haben vier edle Wahrheiten mit dem Business zu tun?

Kennst du solche Tage, an denen du alles im Griff hast und es wie am Schnürchen läuft? Und dann wieder hörst du deinen Posteingang förmlich nach Bearbeitung schreien – oder scheint das nur mir so zu gehen? ToDo-Listen werden länger statt kürzer. Gerade schraube ich an einem kniffligen Stück html-Code, weil mein Programmierer nicht erreichbar ist und ich’s dann halt mal eben schnell selber versuchen will. Da klingelt das Telefon. Komplexere Aufgaben türmen sich vor den Bugwellen meiner Tage auf wie Schnee vor einem Schneeschieber.

Geht’s dir auch so?

Deshalb habe ich mir mal wieder Vier edle Wahrheiten und den Achtfachen Pfad aus der buddhistischen Lehre angeschaut, weil sie helfen, den Kopf frei zu bekommen.

Vier Edle Wahrheiten:

1. Edle Wahrheit: Das Leben des Daseinskreislauf ist letztendlich leidvoll, denn das Dasein besteht aus Unvollständigkeit und Unvollkommenheit.

2. Edle Wahrheit: Jedes Leiden hat eine Ursache. Die Ursache des Leidens ist Anhaftung. Die Anhaftung entsteht aus Gier, Hass und Verblendung, also Unklarheit.

3. Edle Wahrheit: Es gibt einen Weg, Leiden zu beenden. Wenn die Ursachen erlöschen, erlischt das Leiden. Erkennt man also die jeweilige Ursache eines leidvollen Zustandes, dann kann man ihn beseitigen.

4. Edle Wahrheit: der Achtfache Pfad führt zur Befreiung aus dem Leiden, denn er beinhaltet Empfehlungen für korrektes Denken und Handeln, was die Anhaftung auflöst:

Foto iStock.com: BradenGunem

  • Rechtes Verständnis
  • Rechtes Denken
  • Rechte Rede
  • Rechte Handlung
  • Rechter Lebenserwerb
  • Rechte Anstrengung
  • Rechte Achtsamkeit
  • Rechte Konzentration

Und wie nützt mir das nun für mein Business?

Die 1. Edle Wahrheit: 
Alles, was ist, ist unvollständig und keinesfalls perfekt. Egal was ist, es wird immer zwei oder mehrere Seiten haben, es wird immer unvollständig bleiben. Es ist nicht möglich, jemals „fertig“ zu werden oder etwas absolut perfekt hinzubekommen. Das heißt, ich brauche auch gar nicht nach absoluter Perfektion zu streben. Das wird sowieso nichts…  100 Prozent geben und mit 60 bis 80 Prozent Ergebnis glücklich sein!

Die 2. Edle Wahrheit: 
Viele Menschen haben enorm hohe Ansprüche an sich selbst und an andere. Auch das ist eine Form von „Gier“ aus buddhistischer Sicht. Die Konzepte im Denken und Handeln, die den Rahmen einer Persönlichkeit bilden, sind auch für diese Erwartungen zuständig. Sie engen den Geist ein. Aus dieser Enge heraus entsteht Leiden, wenn z. B. Erwartungen nicht erfüllt werden.

Die 3. Edle Wahrheit:
Um die eigenen Konzepte zu erkennen, braucht es Ruhe und Selbstreflexion.

Welche Ansprüche habe ich tatsächlich an mich selbst? Was erwarte ich von anderen? Wie muss für mich die Welt sein, damit ich glücklich sein kann?

Wenn ich zum Beispiel den Anspruch habe, noch heute 30 Punkte von meiner To-Do-Liste abzuhaken, dann fühle ich mich am Abend schlecht, weil ich nur 10 Haken hinbekommen habe.

Wenn ich Aufmerksamkeit von meinem Partner erwarte und sie nicht kommt, bin ich enttäuscht.

Wenn ich erneut über ein ärgerliches Erlebnis nachdenke, bis ich mich wieder ärgere, vermiese ich mir mein eigenes Lebensgefühl.

Alles entsteht in mir selber und nur ich kann es tatsächlich ändern, indem ich meine Bedingungen und Erwartungen verändere.

Aber welches Gegenmittel bringt mich aus dem Leiden heraus?

Die 4. Edle Wahrheit: Das ist der Achtfache Pfad. Er beschreibt rechtes Denken und Handeln und die rechte Konzentration (auf die richtigen Dinge).

Wenn ich mich auf Dankbarkeit und Wertschätzung konzentriere, erzeugt das in mir Zufriedenheit. Wenn ich darauf achte, mit anderen respektvoll umzugehen, erzeugt das Respekt. Wenn ich darauf achte, die Qualitäten im Umgang mit anderen zu zeigen, die ich mir wünsche, erzeugt das Resonanz und ähnliches Verhalten. Und so weiter.

Wünschst du dir eine friedliche Welt, sei selber friedfertig. Wünschst du dir Aufmerksamkeit von anderen, wende dich anderen bewusster zu.

Diese Weisheit gibt es in allen Kulturen und Religionen. Da fällt mir ein Spruch ein, den mir schon meine Eltern beigebracht haben: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ Im Umkehrschluss bedeutet er auch: „Und was du willst, das man dir tu, das füge allen andern zu…! 😉

Tipp für einen freien Kopf:

Stelle dir ein paar Minuten die Weite des blauen Meeres und des blauen Himmels vor.

Öffne deinen Geist und lass dieses Gefühl der Weite in dich hinein. Lass alle Gedanken, die auftauchen, einfach weiterziehen, so wie ein stetiger Fluss, der ins Meer fließt. Lass auch all deine Konzepte und Vorstellungen aus dir herausfließen und räume in deinem Kopf auf. Dahinter entsteht Ruhe. In dieser Ruhe erholt sich das gestresste Gehirn und die Gesichtszüge glätten sich…

In diesem Sinne – sei nicht derjenige, „vor dem uns unsere Eltern immer gewarnt haben“ sondern derjenige, von dem du denkst, dass die Welt ihn dringend braucht. Sei friedlich, glücklich und voller Mitgefühl. Das wünsche ich dir!

Wenn ich dich dabei unterstützen kann, deinen Kopf freizubekommen und dich leicht und klar zu fühlen, dann melde dich bei mir: schreib mir eine Mail!

 

Hanne Demel

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Ethische Entscheidungen treffen – dazu braucht es die richtigen Tools

Ethische Entscheidungen treffen – dazu braucht es die richtigen Tools

Foto Pixabay: Ramdlon

Hast du schon mal vor einer Entscheidung gestanden, die weitreichende Konsequenzen hatte für dich persönlich oder für dein Business? Und warst du dabei emotional belastet? Emotionen können klare Entscheidungen massiv torpedieren.

Emotionen vernebeln den Blick

Wenn du zornig bist, solltest du möglichst gar keine Entscheidung treffen. Du würdest vermutlich das Kind mit dem Bade ausschütten. Wenn du ängstlich bist, zögerst du zu lange.
Du bist dir nicht sicher, welche Ressourcen dir zur Verfügung stehen. Du weißt auch nicht, wer dich unterstützen könnte und wie. Und wenn du vor Freude juchzt, ist das auch keine besonders stabile Entscheidungsgrundlage. Dein Überschwang könnte dich verleiten, zu weit zu gehen. Und so weiter.

Die Refraktärphase der Gefühlswallung

Wenn ein starkes Gefühl auftaucht, entsteht eine kurze Phase, in der die Wahrnehmung eingeschränkt ist. Man nennt sie „Refraktärphase“ und sie ist in etwa wie ein Tunnelblick. Das aktuelle Gefühl überdeckt fast alles andere. In diesem Moment solltest du am besten gar nichts entscheiden. Du kannst keine „vernünftige“ Beurteilung der Situation vornehmen.

Die Refraktärphase dauert mindestens ein paar Sekunden bis einige Minuten. In sehr emotionalen Situationen kann sie sogar einige Stunden anhalten. Erst dann öffnet sich der Blick wieder.

Also lass dir Zeit, wenn du Entscheidungen treffen musst!

Gedankenkreisel versus Vorwärtsenergie

Für- und Wider-Stimmen in deinem Kopf machen es unmöglich, einen klaren Standpunkt zu finden. Das kann sich quälend lange hinziehen, je nachdem, was für ein Typ du bist.

Dann ist es wichtig, Entscheidungen in größeren Zusammenhängen mit ihren Auswirkungen zu betrachten. Es geht dann nicht darum, dass du dir mehr Zeit nimmst, sondern dass du deine Optionen SPÜRST. Gedankenkreisel schneiden dich nämlich von deinem Körpergefühl ab.

Probier mal Folgendes aus:

Wenn du gerade vor einer Entscheidung stehst und sehr emotional bist, dann erlaube dir bewusst, erst morgen oder übermorgen zu entscheiden. Nimm dir mehr Zeit, als du’s üblicherweise tun würdest. Beobachte dabei, wie sich deine Gefühle im Lauf der Tage verändern. Ich bin z. B. jemand, die sehr schnell entscheidet und handelt. Das habe ich oft schon recht teuer bezahlt.

Wenn du eher jemand bist, der in Gedankenkreiseln gefangen ist, dann versetze dich doch mal gedanklich in die verschiedenen Optionen. Stell sie dir vor, du hättest jeweils schon so entschieden. Und nun spüre ganz genau und in aller Ruhe, wie sich das anfühlt. Beziehe deinen ganzen Körper ein. Manchmal kann man so schon spüren, was das Richtige ist.

Manchmal braucht es auch einen Blick von außen

Deine Reaktionen und auch deine Entscheidungen entstehen aus tiefen Gewohnheiten. Ganz so leicht kommst du da nicht raus. Wenn du ein Werkzeug hast, das dir einen Blick von außen ermöglicht, kann dir das Klarheit bringen. Eine systemische Aufstellung z. B. ist so ein Werkzeug.

In einer Aufstellung kannst du deine verschiedenen Optionen ausbreiten und unmittelbar spüren, wie sie sich anfühlen. Du kannst auch verschiedene Aspekte einbeziehen und dir darüber Klarheit verschaffen, wie sie sich auswirken.

Hanne Demel

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Deine Konzepte reichen weiter als du denkst – der Halo-Effekt! 

Deine Konzepte reichen weiter als du denkst – der Halo-Effekt! 

Zeichnungen: Hanne Demel

Hast du schon mal was vom Halo-Effekt gehört? Und hast du schon mal über deine eigenen Konzepte nachgedacht? Es gibt Effekte in deiner Wahrnehmung, die du kennen solltest, wenn du mit anderen Menschen klar umgehen willst.

Landkarten in deinem Kopf

Deine Vorerfahrungen haben bestimmte Landkarten in deinem Gehirn gebildet.Diesen Landkarten entsprechend ordnest du deinem aktuellen Gegenüber immer noch ein paar weitere Eigenschaften zu, die du bei ihm vermutest.

Diesen Effekt nennt man Halo-Effekt. Das bedeutet, dass deine Erwartungen die tatsächlichen Eigenschaften deines Gegenübers „überstrahlen“ können.

Der Halo-Effekt

Dein Kunde ist braunhaarig, trägt eine Hornbrille, Anzug und Krawatte. Unbewusst gehst du davon aus, dass er auch intelligent und zuverlässig ist.

Oder du hast jemanden vor dir, der jemandem, den du kennst, sehr ähnlich sieht. Du glaubst nicht, wie schwer es im Coaching sein kann, dich innerlich immer wieder zur Ordnung zu rufen, weil du denkst, du kennst DIESEN Menschen bereits.

Wie du wachsam bleiben kannst

Max der Coach aus dem Bohnenland„Klar gibt es Menschentypen, die sich charakterlich und äußerlich ähneln“, sagt Max, der Coach aus dem Bohnenland. „Aber bei der Zuordnung solltest du extrem große Vorsicht walten lassen. Am leichtesten geht das, wenn du dich immer wieder ganz öffnest und dich überraschen lässt. Ja, Offenheit kann man üben! Stell dir einfach immer wieder vor, du begegnest diesem Menschen gerade das erste Mal.“

Max erzählte mir mal von einer Klientin, die er ständig mit jemand anderem verwechselt hatte. Sein Gefühl, sie bereits zu kennen, ließ ihn zu forsch vorgehen. Dadurch hatte er sich nicht das Vertrauen dieser Klientin erarbeitet, so wie es zu Beginn des Coachings notwendig und wichtig gewesen wäre. Und sie dadurch verloren.

Sei dir immer deiner eigenen Konzepte und Gedankenmuster bewusst. Nur so kannst du diese auch in Frage stellen oder sie aktiv über Bord werfen. Und findest leichter und direkter Zugang zu deinem Gegenüber.

Dazu habe ich folgende Übung für dich:

Setze dich in ein Café und suche dir verschiedene Menschen aus. Nun denke dir Geschichten zu jedem Einzelnen aus. Wie lebt er, wie ist er. Lass deiner Fantasie freien Lauf.

Und nun vergleiche, welche Geschichten dir zu welchen Körpermerkmalen eingefallen sind. Reduziere deine Geschichten nun auf Stichpunkte und lass dich überraschen, welche Eigenschaften und weitere Zuordnungen du zu Haarfarbe, Größe, Kleidung etc. gemacht hast. Das ist der Halo-Effekt!

Und nun tausche die Geschichten, die du dir zu den einzelnen Menschen ausgedacht hast, aus Spaß und zur Übung einfach mal aus!

Bewusstsein ist alles!

Also vergiss nicht: Coaching ist ein feines Handwerk, das man lernen kann. Sei ein guter Coach!

Und noch was:

Die Coaching Tools sind übrigens auch für Führungskräfte geeignet, die ihre Mitarbeiter gut führen wollen. Wenn du jemanden kennst, empfehle doch diesen Blog oder auch meinen Newsletter einfach weiter. Das würde mich freuen.

 

Hanne Demel 

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Stress im Arbeitsalltag bewältigen, ohne innerlich zu kündigen:

Stress im Arbeitsalltag bewältigen, ohne innerlich zu kündigen:

Foto Pixabay: andreas160578

Stressabbau im Alltag: Warum du Gleichmut brauchst statt Gleichgültigkeit

Viele Menschen begegnen dem Stress im Arbeitsalltag nach einiger Zeit mit Gleichgültigkeit. Sie kündigen quasi innerlich. Doch damit geht’s ihnen nicht besser. Im Gegenteil.
Gleichgültigkeit ist eine Form von stiller Aggression und Abwertung. Sie entspringt einem Geist der Härte und des Getrenntseins. Gleichgültigkeit verletzt andere Menschen, denn wahrgenommen zu werden und wichtig zu sein ist ein menschliches Grundbedürfnis.

Stress im Arbeitsalltag mit Gleichmut auflösen

Gleichmut ist etwas völlig anderes. Es ist ein unerschütterlicher Geist, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Das japanische Wort für diesen unerschütterlichen Geist ist übrigens Fudoshin. In diesem Geisteszustand hast du inneren Raum und haftest an nichts wirklich an. Du verurteilst nichts, sondern behältst deine Mitte und deine Stabilität. Du bist voller Mitgefühl. Du schneidest nichts ab sondern bleibst im Kontakt. Zugleich hältst du innerlich ausreichend Distanz, um deine emotionalen Reaktionen im Griff zu behalten und zu lenken.

Warum verwechseln dann so viele Leute das Wort Gleichmut mit Gleichgültigkeit?

Das Wort Gleichmut wird vor allem in der buddhistischen Ethik benutzt. Es ist für uns „Westler“ noch immer etwas ungewohnt. Doch es gibt auch andere Worte, die diesen inneren Zustand der Verbindung und des Mitgefühls beschreiben: innere Distanz, innerer Friede, Unerschütterlichkeit, innere Ruhe…
Doch warum schreibe ich darüber?

Ich möchte dir ein paar Möglichkeiten zeigen, Gleichmut zu entwickeln:

Denn Gleichmut erzeugt Klarheit. So kannst du die schwierigsten Situationen meistern.

  • Du bist dann in der Lage, einen stressigen Arbeitsalltag zu bewältigen ohne dass dein Blutdruck steigt oder du Tourett kriegst.
  • Du kannst klare Entscheidungen treffen, ohne sie hinterher zu bereuen.
  • Du kannst Konflikte lösen, ohne die Axt auszupacken.
  • Und so weiter…

Gleichmut entsteht immer dann, wenn du es schaffst, innerlich Distanz herzustellen und zugleich dein Mitgefühl zu aktivieren. Mitgefühl hält die Verbindung und hilft dir, im Kontakt zu bleiben.

Deshalb probier mal folgendes aus:

  • Aktiviere in dir ein sehr warmes und herzliches Gefühl, zum Beispiel indem du an jemanden denkst, den du sehr gern magst.
  • Nun spüre, was in deinem Körper passiert. Was fühlst du? Wie ist dein Atem? Wie schlägt dein Herz? Welche Art von Entspannung spürst du im Körper? Gibt es ein Gefühl der Wärme irgendwo?
  • Nun stell dir vor, dein Leben zieht an deinem geistigen Auge vorbei, so als wenn du dich einmal um deine Achse drehst und dabei in alle deine Bereiche mal kurz reinschaust.
  • Versuche dabei, das Körpergefühl, das du gespürt hast, die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten. Lass deinen Atem langsam und entspannt fließen.
  • Wenn nun etwas vor deinem geistigen Auge auftaucht, das dieses Gefühl aus deinem Körper vertreibt, rücke dieses Bild innerlich etwas weiter von dir weg. So weit, bis du das schöne angenehme Gefühl wieder in dir spüren kannst.
  • Wenn etwas auftaucht, das dich so richtig aus der Ruhe bringt, dann dreh dich innerlich ein Stückchen davon weg. Lass es einfach „links liegen“ und hol dir dein angenehmes Gefühl zurück.

Geh so immer wieder durch alle Bereiche deines Lebens und rücke alles in die Distanz, in der du sowohl eine liebevolle Verbindung als auch inneren Abstand bewahren kannst. Du kannst das an dem guten warmen Gefühl in dir messen, an deinem Atem und deiner Körperentspannung.

Übe das täglich, dann wird Gleichmut in dir wachsen und sich festigen. Du kannst damit deine Lebensqualität enorm steigern. Und die Leute werden dich fragen, wie du es schaffst, eine solche Ruhe auszustrahlen…

Wenn du ein paar weitere Übungen kennen lernen möchtest, die dir in kurzer Zeit helfen, Stress im Alltag abzubauen, dann hol dir meinen 5-Tage-Onlinekurs „Stressabbau im Alltag“.

Hanne Demel

PS: Dieser Artikel ist im August 2017 auch im XING-Magazin erschienen !

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Warum Mitgefühl hilfreich ist, Mitleid aber nicht

Warum Mitgefühl hilfreich ist, Mitleid aber nicht

Foto iStock.com: m-gucci

Vor kurzem habe ich eine Bekannte getroffen, die mir von der Misere einer Nachbarin erzählte. Ihr Mitleid mit der Nachbarin war grenzenlos. Ebenso ihr Gefühl von Hilflosigkeit. Sie lamentierte und redete sich immer mehr in Rage. Am Ende war sie fix und fertig und total gestresst. Und ich auch…

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl?

Wer „mit-leidet“, hat das Gefühl, nichts entgegensetzen zu können. Er erlebt sich hilflos. Und Hilflosigkeit schwächt das gesamte System.

Außerdem entsteht durch Mitleid leicht ein Gefälle. Spür mal diesen Worten nach: „Du tust mir leid, du Ärmste. Dass es bei dir aber auch immer wieder so dick kommt! Wenn ich nur wüsste, wie ich dir helfen kann…“

Da schwingt auch eine Spur von Arroganz mit. Ich schaue auf den anderen herab, wenn ich so spreche. Außerdem habe ich keine Idee, wie ich wirklich helfen könnte. Mir fehlt der innere Abstand. Und meine Worte tun der Bemitleidenswerten nicht besonders gut, denn sie verstärken das Leiden anstatt es zu lindern. Ich bestätige ihr nur, wie bedauernswert sie ist.

Mitleid fördert Burnout

Wenn ich keinen inneren Abstand habe, setze ich mich selbst zu stark in Bezug zum Leiden.

Dies ist übrigens eine Ursache für Ausbrennen. Psychische Gefährdungsbeurteilungen in Krankenhäusern haben gezeigt, dass Krankenschwestern, die sehr viel Mitleid empfinden,  schneller in einen Burnout rutschen als Krankenschwestern, die Mitgefühl entwickeln. Deshalb ist Mitgefühl so enorm wichtig.

Mitgefühl und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit

Dinge aus eigener Kraft verändern zu können, schafft Selbstvertrauen und Vertrauen ins Leben. Diese Erfahrung der „Selbstwirksamkeit“ brauchst du, um mitfühlen zu können.

Das Vertrauen in dich, dass du hilfreich sein kannst, ist entscheidend. Oft muss es auch gar keine große Handlung sein. Manchmal genügt es, einfach da zu sein und nichts zu sagen. Etwas „aushalten“ zu können und da zu bleiben ist schon Trost spendend.

Du brauchst eigentlich nur genau beobachten, welche Wirkungen deine Handlungen haben. Dann weißt du auch, was gerade am hilfreichsten ist.

Mitgefühl entsteht durch Aufmerksamkeit

Wenn ich mitfühle, geht es nicht um mich. Ich sehe und spüre das Leiden, ohne es in Bezug zu mir selbst zu setzen. Ich halte innerlich Distanz, ohne meine Aufmerksamkeit für das Leiden zu verlieren. Innere Distanz erzeugt Handlungsfähigkeit.

Das erst lässt mich die richtigen Worte finden, die richtigen Dinge tun, die das Leiden nicht verstärken sondern vermindern. In mir bleibt es ruhig, außer Mitgefühl ist kein anderes Gefühl in mir.

Deshalb wird Mitgefühl in allen religiösen und spirituellen Traditionen angestrebt. Es schützt dich und hilft dir, dich nicht als Opfer zu fühlen.

Beobachte dich mal selbst in der nächsten Zeit. Wann fühlst du dich hilflos und wann kraftvoll im Angesicht von Leiden…

Hanne Demel

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