innere Haltung

Wenn die Gedanken kleben bleiben…

Wenn die Gedanken kleben bleiben…

Foto: Hanne Demel

Neulich erzählte mir eine befreundete Unternehmerin, es wäre ihr extrem unangenehm, wenn sie Leute entlassen müsste. Sie überlegt sich diesen Schritt unglaublich lange vorher und sucht nach Möglichkeiten, ihn zu umgehen.Wenn sie Mitarbeiter dann doch entlassen muss, geht ihr das hinterher noch wochenlang im Kopf herum. Sie fühlt sich sehr schlecht damit.

Wie kriege ich den Kopf wieder frei

Es ist eine schöne Eigenschaft, sich Gedanken über andere zu machen und ihnen zu wünschen, dass es ihnen gut geht. Aber wenn diese Gedanken in Sorgen umschlagen und zu viel Raum einnehmen, blockieren Sie die Arbeit. Das nützt niemandem.

In der buddhistischen Ethik heißt das Anhaftung

Man kann an allem, das man mit den eigenen Sinnen wahrnehmen kann, anhaften. Das mag sowohl etwas Schönes und Angenehmes sein, das man z. B. nicht mehr hergeben will, als auch etwas Unangenehmes, gegen das man sich wehrt und das man versucht zu vermeiden.

Jedes Anhaften erzeugt Leid

Erinnere dich mal an etwas, das du hergeben musstest, obwohl du’s gern behalten hättest. Fühlte sich nicht besonders schön an, nicht wahr? Oder denke mal an etwas, dass dir lieb und teuer ist und das du auf keinen Fall verlieren willst. Auch der Gedanke daran, etwas Wertvolles zu verlieren, ist leidvoll.

Und nun denke noch intensiver an etwas, das du überhaupt nicht leiden kannst und gegen das du dich wehrst. Auch nicht besonders angenehm, oder?

Genau das ist Anhaftung. Sie entsteht aus einem unterscheidenden Geist. Jedes Urteil über die Dinge, die Menschen oder die Welt an sich führt in die Anhaftung und damit ins Leiden.

Jeder Gedanke, der sich im Kopf breitmacht und immer wieder Kreise zieht, zeigt mir, dass ich irgendwo haften geblieben bin.

Was kann ich also tun, um wieder frei zu werden

Solltest du jemanden entlassen müssen, ist es sicher sinnvoll, dir ein paar systematische Fragen zu stellen und eine Checkliste durchzuarbeiten.

Wenn du die Checkliste mit 9 essentiellen Fragen anschauen willst, klicke bitte hier.

Sobald du eine Entscheidung getroffen hast, lasse jeden weiteren Gedanken daran fallen. Das gedankliche Anhaften ist es, das die unangenehmen Gefühle nach sich zieht.

Dieses Anhaften passiert meist unbewusst. Aber du kannst das Bewusstsein schulen und somit die eigenen Gedanken und den eigenen Geist kontrollieren lernen. So erhältst du sehr viel mehr Macht über dein eigenes Wohlbefinden.

Ich habe dafür ein 21-Tage-Programm entwickelt, das dich dabei unterstützen soll, unangenehme Gefühle schon bei ihrer Entstehung zu identifizieren und sofort zu verändern. Lade dir hier mein21-Tage-Programm zur Veränderung von unangenehmen Gefühlen herunter und arbeite es durch. Lass dich durch die kleinen täglichen Übungen führen und beginne von heute an mit der Gestaltung deiner entspannten Zukunft.

Ich freue mich, wenn du’s ausprobierst und ganz besonders auch darüber, wenn du mir Feedback dazu gibst. Und wenn du irgendwo im Programm stecken bleibst, schreibe mir oder rufe mich an. Ich helfe dir wieder raus!

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Die hilfreichste Haltung im Coaching

Die hilfreichste Haltung im Coaching

Zeichnung: Hanne Demel

Max, der Coach aus dem Bohnenland, hat besonders in der Anfangszeit seiner Coaching-Karriere manchmal Blut und Wasser geschwitzt, weil ihm in einer systemischen Aufstellung nichts mehr eingefallen ist. Inzwischen ist er da sehr viel gelassener geworden. Und warum?

Im Lauf der Jahre hat er gelernt, dass er als Coach am besten gar kein Bewusstsein auf seine eigenen Konzepte richten sollte. Das entspannt ihn ganz ungemein.Er versucht sogar, sich für die Dauer einer systemischen Aufstellung völlig zu vergessen. Nur so, sagt er, ist er leer genug, dass er als Spiegel dienen kann für das, was sich zeigen möchte.

Das geht aber nur, weil er viel Zeit in seine eigene Entwicklung und in seine Selbstreflexion gesteckt hat. Denn nur dadurch hat er gelernt, seine Konzepte bewusst zurückzustellen und zu vergessen. Ansonsten handelt man unbewusst danach und lenkt eine Aufstellung in die Richtung, die zu den eigenen Vorstellungen von „Richtig“ und „Falsch“ passt. Damit kommt man aber nicht auf die tiefen Ebenen, die notwendig sind, um Veränderungen anzustoßen, sagt er.

Wie kommst du in den Flow

Hast du schon mal vom „Flow“ gehört? Das ist ein glücklicher Zustand von kreativer Selbstvergessenheit und absoluter Konzentration. In diesem Zustand haftest du an nichts an und bist frei von deinen eigenen Konzepten. Du denkst einfach über nichts nach.

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Zeichnung: Hanne Demel

Diesen Zustand kannst du erreichen, während du eine systemische Aufstellung anleitest. Erstens ermüdet die Arbeit dich dann nicht übermäßig stark und zweitens fühlst du dich freier, weil du nicht mit dem Kopf an die Sache rangehst sondern dich inspirieren und lenken lässt. Dein Denken hat Pause, was auf eine Art erholsam ist. Vertraue dem Prozess! Er weiß schon, wo er hin will… 😉

Bewusstes Spüren

Du bist in diesem Flow-Zustand nicht unbewusst sondern du spürst aktiv vor allem die tiefen und feinstofflichen Schichten. Und du nutzt deinen eigenen Körper als Resonanzboden. Was „fehlt“, ist lediglich das Gefühl des Getrenntseins, des Unterscheidens zwischen „ich hier drinnen“ und „du dort draußen“. Es ist stattdessen ein einziges großes gemeinsames Schwingen.

Dieser Flow entsteht mit der Zeit, wenn deine Erfahrung mit der systemischen Arbeit wächst und du die Voraussetzungen kennst, die die Dinge in eine friedvolle Ordnung bringen.

 

Das war selbst bei Max, dem Coach aus dem Bohnenland, nicht immer so

Wenn Max heute mit Schriftkarten arbeitet, spürt der Klient die Energie der Worte oft schon, während Max noch schreibt. Das, sagt er, ist das gemeinsame Schwingen, von dem er immer wieder spricht.

In diesem Sinne – mach dir deine Konzepte bewusst und lass sie dann ziehen. Und handle nur nach ethischen Grundlagen. So wird dein Coaching immer besser und effektiver.

 Hanne Demel

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