Gefühle

Was ist eigentlich emotionales Management

Was ist eigentlich emotionales Management

Emotionales Management ist die Basis der Selbstführung

Was bedeutet emotionales Management und weshalb ist es so wichtig, sich darin zu üben? Nur wenn du die Logik in deiner eigenen Psyche verstehst und Zusammenhänge erkennst, kannst du lernen, dich zu lenken. Dann kannst du reagieren, wie du möchtest. Du handelst nicht aus Reflexen heraus.

 

Martin B. schwitzt. Er muss seinen Mitarbeitern eine wichtige Entscheidung mitteilen. Dabei ist er sich nicht sicher, ob alle Mitarbeiter diese mittragen werden. Das ist eine Situation, die er eigentlich lieber vermeidet. Doch wenn er sein Geschäft voranbringen will, kommt er nicht drum herum. Sein Herz klopft bis zum Hals und seine Knie sind weich. Die Stimme zittert und er fürchtet, jeder im Raum könnte seine Aufregung bemerken. Er hasst es, so im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Er schaut etwas zu häufig in seine Unterlagen und meidet den Blickkontakt mit den Mitarbeitern. Diese werden misstrauisch, weil sie die Unsicherheit des Chefs spüren und negative Entwicklungen daraus ableiten. Martin schafft es nicht, die Mitarbeiter für die Entscheidung zu gewinnen. Genau das hat er befürchtet. Er fühlt sich miserabel und überlegt einmal mehr, ob er die Firma nicht besser verkaufen soll. Er hatte sie vor einigen Jahren von seinem Vater übernommen. Martin weiß noch nichts vom emotionalen Management und davon, dass es Möglichkeiten gibt, die eigenen Gefühle gezielt zu steuern.

 

Weiche Faktoren und emotionales Management

Als Unternehmer brauchst du auch „weiche Faktoren“. Dabei ist ganz besonders wichtig, wie du mit deinen eigenen Gefühlen umgehst.  Und genau das kannst du lernen. Du musst nur wissen, wie, und wodurch du deine Gefühlslage beeinflussen kannst. Und genau das ist „emotionales Management“. Es funktioniert nur, wenn du deine eigene Persönlichkeitsstruktur kennst und die eigenen Stärken situationsgerecht einsetzen kannst. Das lernst du in einem Mindguide-Coaching.

Martins Entscheidung war richtig. Doch sie verlangte seinen Mitarbeitern für die nächsten Monate besonders hohen Einsatz und Flexibilität ab. Dies durchzusetzen, obwohl er genau spürte, dass nicht alle Mitarbeiter hinter ihm standen, machte es Martin ganz besonders schwer. Deshalb schaffte er es einfach nicht, die Mitarbeiter für seine Entscheidung zu begeistern. Er brachte das, was er eigentlich sagen wollte, nicht klar genug heraus. Am liebsten hätte er sich in sein Büro verkrochen und wäre gar nicht mehr herausgekommen. Deshalb kam er zu mir ins Coaching.

 

Die verschiedenen Seiten in der eigenen Psyche

Situationen wie die, in der Martin sich befand, sind ein Hinweis darauf, dass in ein Teil in dir sagt: „Stell dich nicht in den Vordergrund! Nimm dich zurück!“ Dann hältst du dich zurück, obwohl du das gerade besser nicht tun solltest. Dann denkst du vielleicht, du sprichst Klartext, aber dein Anliegen kommt nicht klar heraus, weil du auch noch gegen diese innere Stimme ankämpfen musst, die sagt „halt dich zurück“. Sie gibt dir quasi nicht die Erlaubnis, deutlich aufzutreten. Aber genau das müsstest du tun, wenn du deine Mitarbeiter begeistern und mit ins Boot holen willst.

Der erste Schritt zur Veränderung ist, dass du diesen Teil in deiner Persönlichkeit, der dir sagt, „halt dich zurück“, näher anschaust. Nur wenn du ihn erkennst, kannst du die größeren Zusammenhänge herausfinden und dein persönliches „warum“ verstehen. Dein Verhalten kannst du erst verändern, wenn du den guten und nachvollziehbaren Grund in dir entdeckt hast. Denn hinter deinem Verhalten stecken immer reale Gefühle. Und die sind ein starker Antrieb weiterzumachen. Meistens sind aber die ursprünglichen tiefen Gefühle gar nicht bewusst.

 

Für jedes Verhalten gibt es einen Grund

Niemand tut jemals etwas ohne Grund. Denk mal darüber nach. Auch wenn dein Verhalten irrational zu sein scheint, hast du mit Sicherheit einen inneren Grund dafür. Meistens ist dir der Grund nicht bewusst. Doch in einem Mindguide-Coaching finden wir ihn heraus. Glaub mir, da gibt’s eine Menge guter Methoden, die dir beim Suchen helfen, wie zum Beispiel systemische Methoden oder auch die hypnosystemische Interventionen oder einfach Körperfeedback. Die tieferen Schichten deiner Gefühlslage kannst du in der Regel nur über Symbole und Bilder berühren und verändern. Sie sind sehr archaisch. Ein rein kognitives Gespräch hilft meistens nicht. Du kennst das vielleicht – du denkst über ein Problem nach und wüsstest auch, was du anders machen müsstest. Doch du schaffst es nicht. Nachdenken allein löst keine emotionalen Probleme. Der Kopf kommt nicht an die Emotionen heran. Selbst wenn du glaubst deine Probleme zu verstehen, muss das noch lange nichts ändern. Das liegt daran, dass in der Tiefe mehr dahintersteckt, was du noch nicht gesehen hast. Wenn du einen tieferen Einblick willst, brauchst du emotionales Management.

 

Die Kraft, die im Widerstand steckt

Verhalten, das du hartnäckig immer wieder an den Tag legst, auch wenn du’s gar nicht willst, zeigt dir, dass du einen starken inneren Widerstand gegen die Veränderung hast. Dieser Widerstand schützt den wichtigen tieferen Grund. Da reicht dein Wille nicht heran. Im Widerstand liegt der Schlüssel zur Veränderung deiner Gefühle. Wenn du deinen Widerstand in seinem ursprünglichen Zweck verstehst, kannst du die Kraft, die darin gebunden ist, lösen und für dich nutzen. Du brauchst dann nichts mit eisernem Willen übers Knie brechen. Und das hat auch nichts mit positivem Denken zu tun. Das Denken ist zu oberflächlich. Veränderung in der Tiefe funktionieren nur mit Verstehen und Mitgefühl. Dabei muss nichts brechen. Alles darf bleiben. Nur etwas anders sortiert. Mitgefühl ist der stärkste Katalysator dafür. Es wirkt sowohl in dir selbst als auch im Miteinander mit deinen Mitarbeitern, macht geschmeidig, flexibel und lässt Veränderungen zu.

 

Was ist das Mindguide-Coaching für das emotionale Management

Während eines Coachings suchen wir nach deinen frühen Prägungen und Emotionen, die sich auf deinen heutigen Alltag auswirken, die da aber gar nicht hingehören. Diese frühen Strukturen waren sicherlich irgendwann einmal sinnvoll, sind aber längst überholt. Sie liegen tief im Unterbewusstsein, denn es waren einmal Strukturen, die dir das Überleben gesichert haben. Du entdeckst sie nicht so einfach durch Nachdenken. Du brauchst Methoden, um tiefer zu fühlen. Trotzdem lenken diese Strukturen deinen Alltag und zeigen sich in jeder Situation, sowohl privat als auch beruflich. Sie sind die „Basisstrickmuster“, nach denen dein Verhalten in der Regel abläuft.

Emotionales Management ist ein systemisches Coachingkonzept, das auf Liebe und Mitgefühl basiert. Du kannst deine Gefühle und damit auch dein Verhalten nur ändern, wenn du bedingungslos annimmst, was ist und was war. Solange es in dir noch einen Widerstand oder Ablehnung gibt, bleibt alles beim Alten, einschließlich des Kampfes mit dir selber.

 

Der Unterschied von emotionalem Management zum reinen Business-Coaching

Im beruflichen Coaching werden frühe Prägungen nicht unbedingt mit einbezogen. Sie sind aber enorm wichtig für dein emotionales Management. Nur wenn du deine Prägungen erkennst und die darin gespeicherten Gefühle annimmst, kannst du in der Gegenwart deine Gefühlslage lenken. Und das bringt dann tatsächlich sehr schnell spürbare und nachhaltige Veränderungen in dein Verhalten.

Ein Versuch, Verhalten zu verändern ohne den guten Grund dafür zu kennen, braucht sehr viel Willensanstrengung. Veränderungen entstehen dann nicht aus dem eigenen Inneren und im Einklang mit der eigenen Struktur, sondern sie bleiben an der Oberfläche und brauchen permanent Kraft. Das ist ein Dauerkampf und die Erschöpfung ist dabei vorprogrammiert.

 

Wie kannst du tiefe Verhaltensmuster durch emotionales Management verändern

In einem Mindguide-Coaching bekommst du die Hilfestellung, mit der du deine „Stärken“ und „Schwächen“ neu sortieren kannst. Eine Stärke kann in einem anderen Zusammenhang eine Schwäche sein, eine Schwäche kann eine Stärke sein. Deshalb muss sich nichts in dir verändern. Du brauchst nur bewussten Zugang zu den Teilen deiner Persönlichkeit. Dann kannst du genau den hervorholen, den du für die jeweilige Situation gerade am besten brauchen kannst. Jedes Gefühl und das daraus resultierende Verhalten ist im richtigen Zusammenhang sinnvoll. Wenn du allerdings deine innersten Strukturen noch nicht kennst, kannst du daran nichts verändern. Dann fühlst du dich ausgeliefert, denn alles läuft ab wie immer.  Deine Gewohnheiten bringen dich im unpassenden Moment in ein bestimmtes Verhalten, das dann als Schwäche erscheint. Um die Stärke darin zu finden, brauchst du den richtigen Blickwinkel. Und zwar einen weiteren. Nur wenn du mit großem Abstand auf deine Situation schaust, findest du die relevanten Zusammenhänge. Und nur dann kannst du dein Verhalten anders verstehen. Das nennt man übrigens auch „reframen“ und das ist eine effektive Technik aus dem NLP und der Psychotherapie.

Sobald du dein Verhalten in einem anderen Zusammenhang betrachtest, setzt du es in einen anderen „Rahmen“. Das lockert deine innere Struktur. Wenn du dich dann gemeinsam mit deinem Mindguide-Coach auf die Suche nach dem Ursprung dieser Struktur machst, entdeckst du ganz neue Zusammenhänge, an die du noch nie gedacht hast. Dazu jedoch brauchst du auch Mitgefühl. Wenn du den Prozess durchläufst, begegnest du dir selbst am Ende mit Wertschätzung anstatt mit Ablehnung und Strenge. Du verstehst dich in deiner Komplexität und gibst deinen Widerstand gegen sich selbst auf. Das löst eine große Menge an Energie, die du zuvor in den Kampf mit dir selber gesteckt hast.

Von diesem Moment an kannst du auswählen, welche Seite von dir du in einer Situation zum Einsatz bringen willst. Du spielst auf deiner emotionalen Klaviatur, so wie du es brauchst. Du ersparst dir das Gefühl des Kampfes. Du lehnst dich nicht mehr ab, denkst nicht mehr, dass du vielleicht unpassend, schwach, ängstlich oder sonst etwas bist. Du nimmst dich an so wie du bist und kannst deine Stärken jederzeit aktivieren und dich entsprechend lenken. Diese innere Beweglichkeit bekommst du durch das emotionale Management.

 

Wozu Mindguide-Coaching

Das Konzept des emotionalen Management, das im Mindguide-Coaching zur Anwendung kommt, kann in allen Bereichen verwendet werden, in denen es darum geht, die Beziehungen zu anderen Menschen erfolgreich zu gestalten und dich selber in deiner Gefühlslage zu lenken. Egal, ob in der Mitarbeiter- und Unternehmensführung, im Kundenservice und Vertrieb, in der Beratung und Weiterbildung oder auch in deinen privaten Beziehungen – es gibt keinen Bereich, der nicht von erfolgreichem emotionalem Management profitieren würde.

Die Ursprünge des Mindguide-Coachingkonzepts stammen aus der Psychotherapie. Es hilft heute Unternehmern dabei, ihre Gefühle zu lenken und so zu nutzen, dass sie effektiv und entspannt arbeiten können. Stress, Ängste und Unsicherheiten kennt jeder Mensch, denn diese Gefühle gehören zum Menschsein. Doch sie müssen im Unternehmen nicht hinderlich sein. Wenn du deine Emotionen lenken kannst, findest du innere Ruhe und Gelassenheit, wann immer du das brauchst. Und das ist eine gute Basis für klare Ziele, deutliche Kommunikation und Erfolg.

 

Die Logik in der Psyche verstehen

Emotionales Management bedeutet also in erster Linie, dass du mit deinen eigenen Emotionen umgehen kannst und nichts unterdrücken musst. Du lenkst dich, ohne etwas abschneiden zu müssen. Wenn du dich selber verstehen kannst, dann kannst du auch andere Menschen besser verstehen. Du kannst dann auch mit den Gefühlen von anderen besser umgehen. Es ist nämlich so: Wenn du hart zu dir selber bist, bist du das auch zu anderen. Wenn du mit dir selber verständnisvoll und mit Mitgefühl umgehen kannst, dann kannst du das auch mit anderen.

In der Psyche spielen immer sehr viele Faktoren zusammen. Die Psyche ist ein komplexes System, das geprägt wird von unzähligen familiären und biographischen Erfahrungen. Deshalb ist es auch nicht so leicht, die Logik darin zu verstehen. Doch Erfahrungen erzeugen Gefühle. Diese Gefühle werden gespeichert, und zwar immer.  Sobald eine aktuelle Situation eine alte Erfahrungen berührt, werden auch alte Gefühle abgerufen. Diese beeinflussen das aktuelle Handeln. Und das, obwohl das „alte“ Verhaltensmuster auf die Gegenwart vielleicht gar nicht mehr so richtig passt. Jeder Mensch erlebt seine Welt eigentlich permanent durch den Filter seiner Vergangenheit. Das kann funktionieren, muss es aber nicht.

 

Auch äußere Faktoren gehören beim emotionalen Management dazu

Hast du schon mal über deine Rollen nachgedacht? Du steckst – wie jeder Mensch – in den verschiedensten Rollen. Manche sind selbstgemacht, manche auch von außen aufoktroyiert. Du erlebst Rollenzuschreibungen, Wünsche und Bedürfnisse von anderen genauso wie deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Auch deine Rolle entscheidet über die Reaktion, die in dem Moment abgerufen wird. Das passiert normalerweise reflexartig. Deshalb kannst du deine Reaktionen vielleicht erst mal sehr schwer steuern. Und noch schwerer erklären.

Martin B. erlebte diese Prägung „halt dich zurück“ immer wieder, wenn er vor anderen Menschen stand und sich eigentlich begeistert ausdrücken und andere mitreißen wollte. Er hatte bereits gründlich über dieses Problem nachgedacht und verschiedene Körperentspannungsübungen ausprobiert, aber nur mit geringem Erfolg.

 

Nachdenken reicht nicht tief genug

Du kennst das vielleicht: du hast schon gründlich über ein Problem nachgedacht und meinst, die Zusammenhänge auch zu verstehen. Aber dein Verhalten kannst du trotzdem nicht verändern. Daran merkst du, dass du den entscheidenden Faktor noch nicht gesehen hast. Der Blickwinkel, den du einnimmst, ist noch nicht weit genug gefasst. Deshalb gehört zum Mindguide-Coaching vor allem auch das Sammeln von Informationen über die Herkunftsfamilie und deren Mitglieder. Wie war z. B. die Konstellation in der Kindheit? Gab es schicksalhafte Ereignisse, Verluste etc.? Wie viele Geschwister gibt oder gab es und wie ist die Reihenfolge? Das älteste Kind prägt andere psychische Muster aus als z. B. das Jüngste oder das Mittlere. In jeder Konstellation gibt es bestimmte Gesetzmäßigkeiten, die man dort sehr häufig wiederfindet. Darüber wurde bereits viel geforscht. All das ist wichtig.

Erst dann können wir innere und äußere Faktoren zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Erst dann kannst du dich oder ein Problem in seiner Vielschichtigkeit verstehen und es von innen heraus lösen. Die systemische Grundannahme, dass die Psyche des Menschen immer einer inneren Logik folgt, ist die wichtigste Leitlinie im emotionalen Management.

 

Warum die gute Absicht so wichtig ist

Sie steckt in jedem Verhalten. Das ist unumstößlich. Selbst wenn etwas absolut negativ herauskommt. Doch man erkennt die gute Absicht nicht immer gleich auf den ersten Blick. Deshalb kommen so viele Unternehmer und wollen ein Verhalten und ein bestimmtes Gefühl am besten einfach gleich loswerden. Aber das funktioniert nicht. Aber sobald der Unternehmer die gute Absicht in seinem Verhalten erkennt, öffnet sich in der Psyche ein Raum, der Veränderung und Wachstum möglich macht. Die gute Absicht zu sehen erzeugt nämlich Liebe und Mitgefühl und am Ende auch Wertschätzung. Zuerst sorge ich von außen für diese positive Atmosphäre. Später kann der Unternehmer das dann auch allein. Die Haltung von Liebe und Mitgefühl ist die wichtigste Voraussetzung für Entscheidungsfreiheit und Selbstermächtigung, also für die Kraft, die eigenen Geschicke zu lenken, wie man sich das wünscht. Sie ist natürlich auch die wichtigste Haltung im Umgang und Kontakt mit anderen Menschen, denn sie löst Negativität auf.

In den unbewussten Schichten der Persönlichkeit arbeite ich vor allem mit Bildern. Sie sind zusammen mit dem Körperausdruck die Sprache des Unterbewusstseins.

 

Was wurde aus Martin B.?

Im ersten Mindguide-Coaching schon identifizierte Martin B. diese Seite in seiner Persönlichkeit, die ihn immer wieder dazu brachte, sich zurückzunehmen. Er entdeckte den Hintergrund, der dieses Verhalten geprägt hatte. Und er sah die gute Absicht, die in diesem Verhalten steckte. Um das alles herauszubekommen, ließ ich ihn eine Farbkarte aussuchen, die diese Seite von ihm repräsentierte. Martin B. wählt eine rote Farbkarte.

Er konnte diese zurückhaltende Seite an sich überhaupt nicht ausstehen. Das konnte man sofort an seiner gesamten Körperhaltung ablesen. Trotzdem hielt er die Platte sehr fest in der Hand. Ich bat ihn, sie für einen Moment abzulegen und ein bisschen Abstand zu nehmen. Er trat ein paar Schritte zurück und atmete sofort tief durch. Doch dann kam die Anspannung zurück.

Im zweiten Schritt ließ ich Martin B. eine weitere Farbkarte aussuchen für den Zeitraum, in dem dieses heute störende Verhalten entstanden war. Während Martin B. die nächste Karte in die Hand nahm, zeigt sein Körper bereits die Gefühle, die in diese Zeit gehörten. Er verspannte sich in den Schultern, senkte den Kopf und lehnte sich im Stuhl zurück. Seine Lippen waren plötzlich fest verschlossen.

Die körperlichen Signale sind ein zentraler Bestandteil im Mindguide-Coaching. Der Körperausdruck zeigt Gefühle ungefiltert und oft ohne dass der Betreffende das selber mitbekommt. Deshalb beobachte ich genau, so kann ich Rückmeldung geben.

Auf meine Frage, wie alt er sich gerade fühle, bemerkte Martin B., dass er sich sehr jung fühlte. Dann fiel ihm ein, dass seine jüngere Schwester damals sehr krank gewesen war. Im weiteren Verlauf brachte Martin B. seine Zurückhaltung mit der tiefen Liebe zu seiner Schwester in Verbindung. Er sah die damalige Notwendigkeit, sich zurückzunehmen, damit die Mutter sich um die Schwester kümmern konnte. Seine Zurückhaltung war für das Überleben der Schwester notwendig gewesen. Ihr zuliebe hatte er nicht mehr Aufmerksamkeit beansprucht als unbedingt notwendig gewesen war. Ihm wurde klar, dass er sich aus diesem Grund auch heute noch zurückgenommen hatte, obwohl die ursprüngliche Situation längst vergangen war. Für die aktuelle Situation, seine Mitarbeiter zu begeistern, half ihm dieses Verhalten nicht mehr, im Gegenteil.

Durch die weitere Arbeit mit Symbolen und hypnotischen Gesprächssequenzen gelang es Martin schließlich, die Ablehnung, die er sich in Bezug auf dieses Verhalten selber entgegenbrachte, zu überwinden. Und endlich konnte er sich auch mit den Fähigkeiten, die er heute als Erwachsener hatte, verbinden. Nachdem er an diesen inneren Strukturen gearbeitet hatte, trommelte er erneut seine Mitarbeiter zusammen und erklärte ihnen noch einmal den Sinn der kommenden Veränderungen. Diesmal verstanden die Leute seine Gründe. Martin konnte das beinahe nicht glauben. Die Stimmung besserte sich dadurch enorm und die meisten Mitarbeiter zogen mit an dem Strang, den Martin vorgegeben hatte. Er hatte seine Fähigkeiten eingesetzt so wie er es geplant hatte. Und es war leicht gegangen, ohne inneren Kampf. Martin war erleichtert und glücklich.

 

Mindguide-Impulse fördern das emotionale Management

Um die neuen Strukturen zu festigen, begleitete ich Martin B. eine zeitlang mit wöchentlichen Mindguide-Impulsen online weiter. Sie lenkten seine Aufmerksamkeit auf die Gewohnheiten, die eine Gefahr für seine neuen Strukturen hätten sein können. Er konnte dadurch sein neues Verhalten in sich festigen und es immer schneller abrufen, wenn er es brauchte. Er bekam dazu jede Woche einen neuen Impuls per Mail von mir und gab mir jedesmal darauf Rückmeldung. Wie hatte er den Impuls erlebt, wie hatte er ihn umgesetzt, was war ihm dabei begegnet… Daraus formulierte ich den nächsten Impuls und so weiter. Er entwickelte so ein starkes Bewusstsein für sich und seine Verhaltensmuster. Und dadurch konnte er wählen, welches Muster er hervorholen wollte und was in die Situation gerade am besten passte.

Martin B. hat mittlerweile expandiert und führt heute sein Unternehmen mit etwa 140 Mitarbeitern, so wie er es sich gewünscht hatte. Er ist sehr erfolgreich, was mich riesig freut.

Wenn du dich auch für ein Mindguide-Coaching interessierst, melde dich telefonisch oder per Mail bei mir. Du bekommst bereits in einem kurzen kostenfreien Vorgespräch erste Impulse für dein emotionales Management.

 

Hanne Demel

 

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Wie du gute Entscheidungen treffen kannst

Wie du gute Entscheidungen treffen kannst

Bildnachweis Pixabay Activedia

Wie du gute Entscheidungen treffen kannst, ist eine der wichtigsten Fragen für dich als Unternehmer.

Nicht selten höre ich „Wenn ich’s doch nur eher geschnallt hätte…“, wenn eine Entscheidung eine ungewünschte Auswirkungen in der Zukunft hat.

Ich muss dir kurz eine Geschichte erzählen: 

Kennst du die Geschichte vom Bauern, der sehr arm war? Ein fleißiger Bauer hatte einen guten Sohn, der ihm auf dem Hof half. Für die Feldarbeit besaß er ein altes Pferd. Eines Tages riss sich das Pferd während eines heftigen Gewitters los und galoppierte in Panik davon. Da machte sich der Sohn auf, um das verschreckte Pferd zu suchen und zurückzubringen. Dabei fand er auch ein wunderschönes Wildpferd, das er einfing und mit nach Hause zu seinem Vater brachte.

Als der Sohn jedoch dieses Wildpferd zähmen und zureiten wollte, wehrte es sich und warf ihn ab. Dabei brach sich der Sohn ein Bein.
Der Bauer kratzte sein allerletztes Geld zusammen und brachte seinen Sohn zu einem Arzt, damit er ihm das gebrochene Bein schiente. Doch nun musste er die anstrengende Arbeit auf dem Hof allein verrichten und kam deshalb viel langsamer voran.

Zwei Wochen nach dem Unfall galoppierten ein paar berittene Boten des Königs auf den Hof. Sie waren ausgesandt worden, um im ganzen Land die jungen Männer zusammenzutrommeln, weil sie in den Krieg ziehen sollten. Doch den Sohn konnten sie wegen des gebrochenen Beines nicht gebrauchen und so zogen sie weiter.

Naaaa, bei was warst du gerade?

Bei „Ach so ein Glück!“ oder bei „Oh nein, so ein Unglück“?

Wenn du dir diese Geschichte wirklich reinziehst, erkennst du sehr leicht, dass die eigenen Urteile, die du aus einem sehr kleinen Blickwinkel und kurzen Zeitspannen heraus gefällt hast, sich sehr leicht wieder relativieren lassen.

Die Lehre vom abhängigen Entstehen

Alles, was passiert, wirkt sich wieder auf das aus, was danach folgt. Das nennt man in der buddhistischen Ethik das „abhängige Entstehen“. Nichts existiert allein aus sich heraus ohne Vorgeschichte.

Wenn du herausfinden willst, wie sich eine Entscheidung, die du heute triffst, in der Zukunft auswirken wird, solltest du sie systemisch durchleuchten. Dazu brauchst du einen sehr weiten Blickwinkel. Du solltest mit einer Analyse deiner Optionen beginnen und dabei verschiedenen Ebenen – die rationale und die emotionale, und zwar sowohl bei dir als auch bei anderen – einbeziehen. Dann kannst du in einer systemischen Aufstellung die einzelnen Aspekte noch einmal nachspüren und gewichten. Das ist sehr klärend.

Deinen Entscheidungen folgt deine Entwicklung

Bis zu einem gewissen Punkt kannst du künftige Entwicklung vorwegnehmen. Denn alles hat wieder etwas anderes zur Folge. Dadurch entsteht ein ganz bestimmter Weg, je nachdem, welche Entscheidung du aktuell triffst. Und dieser Weg wirft quasi seine Schatten oder sein Licht voraus. Um das sehen zu können brauchst du innere Klarheit.

Wie entsteht denn nun innere Klarheit

Wenn du an deinen Emotionen anhaftest, vernebelst du dir schon deinen Blick. Klar entscheiden kannst du erst, wenn du innerlich Distanz gewinnst. Dann kannst du deine Optionen betrachten und besser abwägen, welche Wirkung du jeweils damit in der Welt erzeugst. Wenn du in dir Sicherheit hast, kannst du auch angstfrei an die Umsetzung gehen. Denn wenn du dir sicher bist, dass du den richtigen Weg eingeschlagen hast, kommst du mit Hindernissen und Schwierigkeiten besser zurecht. Du lässt dich weniger verunsichern.

Systemaufstellungen helfen, um Klarheit zu gewinnen

Du kannst all diese Aspekte und Ebenen in einer systemischen Aufstellung abbilden und dann auch eine gewisse Entwicklungsstrecke voraussehen. Naja, vielleicht auch eher spüren, denn eine Aufstellung ist eine sehr intuitive Arbeit. Sie hilft dir, deine Optionen von Emotionen – zum Beispiel von Ängsten – zu befreien. Denn erst danach kannst du wirklich gut entscheiden. Entscheidungen, die Ängste oder auch starke Emotionen wie Wut zur Grundlage haben, sind erfahrungsgemäß nicht gerade die besten.

Wichtig ist auch, dass du ethische Aspekte mit einbeziehst. Der Mensch ist nämlich von Natur aus ein ethisches Wesen. Wenn du anderen Kummer und Schmerz zufügst, registriert dein Unterbewusstsein das. Und auf einer tiefen Ebene gibt es keine Unterscheidungen zwischen anderen Menschen und dir selber. Wenn dieser Schmerz dann irgendwann an die Oberfläche und in dein Bewusstsein dringt, leidest du. Woran auch immer du dieses Leid dann aktuell festmachst, die Samen dafür hast du vorher selber in deinen Geist gelegt…

Nichts gibt es umsonst. Wenn du deinen Erfolg auf dem Schaden von anderen aufbaust, wird deine Freude daran nicht lange halten. Auch solche längerfristigen Entwicklungen lassen sich in Systemaufstellungen gut abbilden.

Also entscheide klug und ethisch. Und lass dich unterstützen. Ich bin gern für dich da.

Sei ein ethischer Mensch!

Hanne Demel

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Mindguide – der hilfreiche Führer im Geist

Mindguide – der hilfreiche Führer im Geist

Was ist eigentlich ein „Mindguide“

„Mind“ steht für „Geist“, also das Mentale in uns. Guide ist der Führer. Wenn du einen guten Führer für deinem eigenen Geist hast, kann er dir helfen, für dich persönlich schwierige Situationen zu lösen. Sicher hast du schon Menschen getroffen, die sich selber sehr gut im Griff haben, oder? Was glaubst du, woran das liegt? Und wie geht das?

Ohne Aufmerksamkeit ist alles nix…

Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zur Veränderung. Dein Gehirn kann immer nur kleine Ausschnitte dessen aufnehmen, was „da draußen“ passiert. Das ist so, als wenn ein Stroboskop Lichtblitze tackert und dabei immer nur Bruchteile einer Bewegung beleuchtet.

Dabei entstehen Lücken im Gehirn

Naja, sagen wir mal lieber, Lücken in der Wahrnehmung. Es gibt keinen Nonstop-Input, damit wäre deine Reizverarbeitung heillos überfordert.

Diese Lücken bemerkst du aber nicht, denn dein Gehirn ergänzt sie mit deinen schon vorhandenen Erfahrungen. Deine aktuelle Wahrnehmung wird also auch von intern gespeist. Dabei füllt dein Gehirn die Lücken einfach auf. So erlebst du einen kontinuierlichen Ablauf, der sich seeeehr real anfühlt.

Doch genau durch diese internen Ergänzungen kann es passieren, dass zwei unterschiedliche Menschen ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen. Und sich dann zu streiten beginnen. Du siehst, worauf das hinausläuft? Es gibt kein absolutes Recht haben. Alles hängt von deiner Aufmerksamkeit ab. Und von deinen Vorerfahrungen, die du im „limbischen System“ deines Gehirns abgespeichert hast.

So war’s zum Beispiel auch bei Karl und Gustav…

Es war ein regnerischer Tag mit dunklen Wolken. Die rissen jedoch immer wieder auf und dann brach die strahlend helle Sonne durch. Der Tag war also gleichermaßen regnerisch wie sonnig.

Zwei Brüder, Karl und Gustav saßen im Zimmer und waren sehr vertieft in ihre Bücher. Sie schauten beide immer wieder mal aus dem Fenster, um die Augen zu entspannen. Doch in unterschiedlichen Momenten.

Karl sah dabei häufiger, wie die Sonne strahlend hell durch die Wolken brach und alles hell erleuchtet. Er hätte das Buch beinahe weggelegt und wäre nach draußen gelaufen. Tat er aber nicht.

Gustav aber sah öfter die trübe dunkle Wetterlage und den leichten Regenschauer. Gustav fröstelte und war froh, nicht vor die Tür zu müssen. Er blieb sehr gern in der warmen Bude.

Am nächsten Tag bedauerte Karl, dass er an diesem herrlichen Sonnentag nicht rausgegangen war. Gustav jedoch erwiderte, dass dieser trübe Regentag ja wohl sch… gewesen wäre. Er wäre froh, gewesen nicht vor die Tür zu müssen.

Und so gab eins das andere. Sie kamen in Streit. Warum? Weil jeder seine Wahrnehmung mit der ihm an der wahrscheinlichsten erscheinenden Annahme ergänzt hatte. Und jeder dachte, er hätte Recht. Wie das bei Brüdern halt manchmal so ist…

Warum also ist ein Mindguide hilfreich

Es kommt immer darauf an, welcher Reiz im Gehirn ankommt und wie er intern bewertet und ergänzt wird. Und genau da setzt ein Mindguide an. Er lenkt deine Aufmerksamkeit auf die Punkte in deinem Leben, die dein Handeln und dein Lebensgefühl verändern können. Er hilft dir, deine Wahrnehmung mit positiven Momenten und Erfahrungen zu ergänzen. Er führt dich raus aus einem Teufelskreis, denn:

  1. Deine Wahrnehmung erzeugt deine Gedanken.
  2. Deine Gedanken erzeugen deine Gefühle.
  3. Deine Gefühle lenken dein Handeln.
  4. Dein Handeln erzeugt Resonanz im Außen.
  5. Diese Resonanz nimmst du wieder wahr…

Nur du allein kannst das durchbrechen, indem du deine Aufmerksamkeit lenkst. Der Mindguide hilft dir beim Lenken, denn er zeigt mit dem Finger auf das, was entscheidend deine Wahrnehmung prägt.

Im Grunde hast du es jederzeit in der Hand, ob du dich gut oder schlecht fühlst. Ob du in einen Streit einsteigst oder nicht. Ob du misstrauisch wirst oder nicht.

Selbst wenn du einen Anlass hättest, in die Luft zu gehen, könntest du dennoch auf viele verschiedene Weisen reagieren.

Reiz und Reaktion sind zwei Paar Schuhe

Anlass ist der Außenreiz. Die Reaktion aber findet in dir statt. Tief in deinem Inneren entscheidet dein Unterbewusstsein, wie du reagierst. Das merkst du gar nicht.

Das Gesetz des Stärkeren

Es herrscht im Unterbewusstsein. Und stärker ist immer das, was unangenehme Gefühle in dir auslöst. Solche Erfahrungen werden umso intensiver gespeichert. Das dient der Prävention, denn daraus bastelt dein System Überlebensmechanismen. Die steuern von da an dein Verhalten, selbst wenn die Situation gar nicht so bedrohlich ist wie die ursprüngliche. In der Regel ist dir aber nicht bewusst, dass du gerade „alte“ Verhaltensmuster abrufst.

Wenn dich zum Beispiel jemand anschreit, ziehst du unwillkürlich den Kopf ein und wirst still. Oder du baust dich auf und schreist sofort zurück. Je nachdem, wie du das früher bereits getan hast. Deine Reaktion gehört zu deinem Überlebensmuster. Es wird durch das Schreien angetriggert. Du rufst dieses Verhalten ab, ohne über das „Warum“ nachzudenken.

Das Frühwarnsystem im Gehirn

Entscheidend für deine Reaktionen ist das limbische System. Es gleicht ununterbrochen die Außenreize, die bei dir ankommen, mit deinen früheren Erfahrungen ab. Ähnelt sich etwas, schlägt es sofort Alarm. Und befeuert damit die instinktiven Reaktionen.

Es ist also eine Art Frühwarnsystem, das blitzschnell reagiert. Du benutzt dabei alte Überlebensmuster. Die sind oftmals aber nicht die besten Reaktionsmuster für die aktuelle Situation.

Automatismen sind nicht das Gelbe vom Ei

Doch um an diesen Automatismen etwas zu verändern, brauchst du Aufmerksamkeit. Du musst beobachten, was passiert. Du brauchst innere Distanz zu den Dingen. Diese innere Distanz schenkt dir nämlich auch Zeit. Und Zeit ist in diesem Fall enorm wertvoll. Nun kannst du NACHDENKEN und deine Reaktionen überdenken und anpassen. Das geschieht in einem völlig anderen Teil deines Gehirns. Nur dort kommst du aus deinen Reflexen heraus und kannst Neues ausprobieren und lernen. Du kannst bewusst überlegen, welches Verhalten dir aktuell den größten Gewinn bringt. Du kannst bewusst dein Überleben sichern, ohne dass das deine antrainierten Reflexe übernehmen müssen.

Emotionen sind nett, wenn du sie hast, aber nicht, wenn sie dich haben

Wenn du so deinen Geist lenken lernst, gewinnst du eine unglaublich große Bandbreite an Verhaltensmöglichkeiten. Vor allem kommst du in die Lage, deine Emotionen zu steuern.

Die innerliche Distanz zu all dem, was geschieht, ist keine Entfremdung oder Gleichgültigkeit. Sie entsteht einfach dadurch, dass du dich selber beobachtest und reflektierst.

Das Timing entscheidet

Mit der Zeit kannst du immer früher regulierend eingreifen. Ohne innere Distanz überrollt dich deine Wahrnehmung und du reagierst wie ein Ertrinkender, der im Wasser um sich schlägt. Ein versierter Schwimmer hingegen weiß, wo Strömungen auf ihn lauern, die ihn mitreißen könnten, wann er paddeln muss und wann er sich treiben lassen sollte.

Versteh mich bitte nicht falsch, auch die unbewussten reflexhaften Reaktionen haben ihre Daseinsberechtigung und sind in Notsituationen höchst sinnvoll. Doch in der Regel nicht in sozialen Interaktionen und in emotionalen Situationen.

Ein Mindguide hilft dir, diese innere Distanz zu finden. Er hilft dir vor allem, an den richtigen Stellen achtsam zu sein. Diese Achtsamkeit entwickelt sich nicht von allein. Sie braucht stetige Erinnerungshilfen. Der Mindguide gibt dir diese Erinnerungshilfen. Er lenkt dein Augenmerk auf die Stellen in deinem Leben, die für Entwicklung und Veränderung entscheidend sind. Mit ihm bekommst du regelmäßige Impulse, die dir eine Spur legen, in der du sicher entlanggehen kannst.

Willst du einen Mindguide?

Wenn du Interesse hast, dann schau dich auch hier mal um und melde dich für ein kostenfreies Erstgespräch. Wir eruieren deinen persönlichen Mindguide und legen die Spur. Und dann kann’s losgehen. Ich unterstütze dich und gehe wöchentlich mit dir den nächsten Schritt.

Posted by Hanne Demel in Persönlichkeitsentwicklung, 0 comments
Warum es manchmal so schwer ist, Mitgefühl zu empfinden

Warum es manchmal so schwer ist, Mitgefühl zu empfinden

Bild: Pixabay skeeze

Wenn Mitgefühl unerreichbar scheint

Vor einer Weile habe ich mit Kurt, einem Abteilungsleiter in einem größeren mittelständischen Unternehmen, gearbeitet. Eine seiner Mitarbeiterinnen ging ihm so richtig auf den Keks. Er fand ihr Verhalten extrem zickig und unkollegial. Das tägliche Zusammentreffen mit ihr verursachte Kurt deshalb zunehmend Bauchschmerzen und Wut.

Nun war Kurt aber ein sehr ethisch orientierter Mensch, der Werte wie Mitgefühl und Hilfsbereitschaft sehr hoch ansiedelte. Er hatte außerdem den Wunsch, alle seine Mitarbeiter gleich zu behandeln. Aber mit jedem Tag hatte er mehr Mühe, Ruhe zu bewahren. Sein Zorn puffte ihm schließlich aus allen Poren.

Kennst du so eine Situation vielleicht auch? Ein Mensch löst in dir Abneigung und Wut aus. Und du fragst dich: Mitgefühl? Was ist das?

Weißt du, woran das liegen kann?

Der Wunsch, helfen zu wollen, hat seine Schattenseiten

Bei vielen Menschen ist der Wunsch, zu helfen, ein unbewusster innerer Zwang. Er bedient nämlich ein Überlebensmuster aus der Kindheit.

Es bildet sich heraus, wenn Kinder auf die eine oder andere Weise auf ihre Eltern „achtgeben“. Zum Beispiel, wenn sie die Eltern unklar, schwach oder belastet erleben. Sie versuchen dann, ihre Eltern zu unterstützen und ihnen über ihre altersgemäßen Fähigkeiten hinaus zu helfen.

Das innere Muster „ich muss helfen“

Es springt an, sobald jemand auftaucht, der hilfsbedürftig ist. So auch bei Kurt. Er fühlte sich irgendwie zuständig. Doch er konnte diese Mitarbeiterin nicht zu einem besseren Umgang mit anderen bewegen. Dadurch wuchs seine eigene Hilflosigkeit und sein Frust.

Wut schafft Abhilfe

Kurt schützte sich vor diesem Gefühlkonglomerat, indem er seine Wut kultivierte. Sein Mitgefühl schickte er damit in die Wüste. Denn das hätte seine Coping-Strategie gestört.

Die Wut half ihm dabei, innerlich Abstand zu halten. Auch wenn’s noch nicht der Weisheit letzter Schluss war, ging’s ihm damit irgendwie besser.

Verhaltensmuster verändern

Als wir seine tieferliegenden persönlichen Strukturen einbezogen, wurde Kurt klar, dass er innerlich zu wenig Abstand von seiner Mitarbeiterin hatte. Ihre zickige Hilflosigkeit hatte in ihm eine ungute und unbewusste Nähe erzeugt. Der früh gelernte Zwang, helfen zu müssen, war unbemerkt in den Vordergrund getreten.

Ab da fiel es ihm leichter, mit der Mitarbeiterin umzugehen. Er konnte innerlich mehr Abstand zu ihr halten und sprang nicht mehr unbewusst auf ihr Verhalten an. Er fühlte sich erleichtert. Vor allem aber entstand in ihm auch ein sehr klares und reines Mitgefühl, das ihn selbst überraschte.

Probier doch mal aus

Härte und Wut ist immer ein Selbstschutz. Nach dem Motto „besser wütend als hilflos“. Wenn du also nächstes Mal wütend auf jemand bist, prüf doch mal, wie nah du dich innerlich fühlst. Wenn da sehr wenig Distanz ist, erlaube dir, innerlich mehr Abstand zu nehmen. Lass die Verantwortung für die Auswirkungen seines Verhaltens bewusst beim anderen.

Wie fühlst du dich jetzt? Wie hat das gewirkt? Schreibst du’s hier in den Kommentar?

Selbstreflexion ist das mächtigste Tool für die eigene Entwicklung

Es gibt viele verschiedene tiefliegende Ursachen für Gefühle und Verhalten. Du kannst daran mit einem tiefgründigen Coaching einfacher und schneller etwas verändern, Hanne. Und es ist nachhaltiger, als wenn du’s allein versuchst.

Also melde dich, wenn ich dir irgendwo helfen kann! Und bleib gelassen, indem du dir deine Muster bewusst machst!

Deine Hanne Demel

 

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Mulmige Gefühle loswerden – wie geht das?

Mulmige Gefühle loswerden – wie geht das?

Foto Pixabay: nkostyshev

Hand aufs Herz – auch du kennst „Muffensausen“, wie man hier bei uns sagt, oder? Wenn du ein mulmiges Gefühl oder sogar Angst hast vor irgendwas? Ein Gefühl, das ich übrigens nicht besonders leiden kann. Aber du vermutlich auch nicht…

Angst entsteht durch Stress

Wenn Stresshormone in deinem Körper ansteigen, entscheidet dein inneres Bewertungssystem, ob du ausreichend Ressourcen und Möglichkeiten hast, um mit der Situation umzugehen. Wenn diese Prüfung negativ ausfällt, entsteht Angst. Du fühlst dich dann hilflos und ausgeliefert.

Sobald du jedoch etwas tun kannst, haben Angstgefühle Pause. Es gibt Menschen, die einen Flugzeugabsturz überlebt haben. Sie hatten keinerlei Angstgefühle dabei, weil sie sich darauf konzentrieren konnten, einen Hebel umzulegen, der die Tür öffnen würde, sobald sie „unten“ waren.

Was also kannst du tun, wenn du ein unangenehmes aber wichtiges Kundengespräch vor dir hast oder wenn du vor Menschen sprechen sollst, die dir weiche Knie machen?

 

Hier habe ich fünf Angst reduzierende Möglichkeiten für dich:

1. Ablenkung:

Deine Gefühle folgen deinem Denken. Was geht dir im Kopf herum? Vieles von dem, was ein mulmiges Gefühl auslösen kann, ist allein im Kopf, nicht „draußen“ in der „Realität“. Schaffe in dir also eine andere Realität, indem du an etwas anderes denkst oder indem du bewusst auf einen guten Ausgang vertraust.

2. Konfrontation:

Schau mal ganz genau hin, was es wirklich ist, das dir ein mulmiges Gefühl macht. Was wäre denn das Schlimmste, was passieren könnte? Und wie würdest du damit umgehen, wenn notwendig? Oft ist das Schlimmste, das passieren kann, gar nicht soooo schlimm, wenn du dir schon vorher Plan B und sogar Plan C überlegt hast. Hauptsache, du hast immer eine Möglichkeit, zu handeln.

3. Schritte neu planen:

Wenn du ein Ziel vor Augen hast, das dir eigentlich Angst macht, dann schau mal auf deine Schritte dorthin. Sind sie vielleicht zu groß? Schwingt in dir ein Gefühl von überfordert sein mit? Wenn du so etwas entdeckst, dann teile deine einzelnen Schritte nochmal in mehrere kleinere Teilschritte.

Nur wenn deine Schritte klein genug sind, kannst du ohne Furcht vorwärts gehen ohne Angst, auf die Nase zu fallen.

4. Dankbarkeit:

Dankbar zu sein bringt dich auf ein anderes Gefühlslevel. Es öffnet deinen Geist und aktiviert deine Ressourcen. Und zwar die, die nicht aus deinem Ego und der Anhaftung an dich selbst kommen. Wenn du dankbar bist, ist dein Geist auf das Gute gerichtet. Du versuchst dann automatisch dein Bestes zu geben, um etwas zurückzugeben.

Dein Ego wird „kleiner“, denn dein Blick geht nach außen. Du schaust auf die Menschen, die dir gut tun, dich versorgen. Du siehst auch deine Chancen. Deshalb ist es für dich viel weniger notwendig, dich zu „verteidigen“. Wenn dein Ego klein ist, vergibst du dir nichts dabei, einen Fehler einzugestehen. Oder dich zu entschuldigen, wenn du etwas falsch gemacht hast. Es gibt weniger Angriffsfläche für all das, was dir ein mulmiges Gefühl verursachen könnte. Krass gesagt: wo kein Ego da auch keine Angst…

5. Meditation:

Dein Geist braucht Ruhe und Weite, um Angst loslassen zu können. Die Meditation unterstützt dich dabei, nicht an deinen Gedanken und Gefühlen anzuhaften. Sie schenkt dir Sicherheit. Mit einem offenen Geist findest du ganz andere Lösungen, als wenn du engstirnig an etwas festhältst.

In der tiefen Ruhe einer guten Meditation lässt du all deine Gedanken weiterziehen so wie sie aufgetaucht sind. Du achtest nur auf deinen Atem.

Wenn etwas auftaucht, das dein Denken verengt und dir ein mulmiges Gefühl verursacht, sag dir selbst „darum kümmere ich mich, wenn die Zeit dafür reif ist, nicht jetzt“.

Nun spüre, was in dir passiert. Wie fühlst du dich?

Bitte schreibe mir eine Mail oder hinterlasse einen Kommentar hier im Blog. Ich freu mich drauf.

Hanne Demel

 

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Wenn alle anderen schlechte Laune haben oder: Warum emotionales Management wichtig ist

Wenn alle anderen schlechte Laune haben oder: Warum emotionales Management wichtig ist

Foto: Armin Kümmert

Kürzlich lief mir jemand über den Weg, der machte ein so griesgrämiges Gesicht, dass ich richtig schlechte Laune bekam. Ich verlor ruckzuck die Lust am Arbeiten.

Als ich dann aber so drüber nachdachte, erinnerte ich mich, dass ich auch schon vor dieser Begegnung etwas schlechte Laune gehabt hatte. Und dann wurde mir klar, dass ich an diesem Tag bereits mehreren äußerst griesgrämigen Leuten begegnet war.

Das ist mir an diesem Tag wieder eingefallen, weil ich’s schon mal gelesen hatte, und zwar in dem Buch von Paul Ekman: „Gefühle lesen“. Ich fragte mich also, was zuerst da war, die Henne oder das Ei. Meine schlechte Laune oder die griesgrämigen Gesichter um mich herum.

Der Negativ-Effekt

Kennst du diesen Effekt? Deine eigenen Emotionen sind entscheidend für die Bewertung deiner Umwelt. Sie dienen quasi als Teppich, auf dem du deine Wahrnehmung ausbreitest. Und nicht nur das. Dieser Teppich ist die Basis für deine Urteile über andere. Du fällst sie in der Regel so, dass sie deine eigenen Emotionen bestätigen und bestärken. Du gibst dir quasi selber den Anlass und die Rechtfertigung zugleich für deine Gefühlslage.

In der Regel kommst du an Gefühle, die von deiner momentanen Gefühlslage sehr abweichen, nicht mehr heran. Wenn du also schlechte Laune hast, wirst du kaum jemanden entdecken, der so richtig gut gelaunt ist. Und wenn, dann findest du ihn vermutlich albern, überzogen und unecht…

Unterstellungen sind inbegriffen

Dabei bewertest du auch „neutrale“ Inhalte nach deiner Gefühlslage. Zum Beispiel sagt jemand zu dir: „Das muss fertig werden!“ Wenn du dich gestresst fühlst, hörst du darin einen Vorwurf an dich. Wenn du dich unsicher fühlst, hörst du eine Abwertung. Wenn du dich fröhlich fühlst, hörst du eine Aufforderung. Und so weiter.

Das bedeutet, du kannst dir nie hundertprozentig sicher sein, wie jemand etwas meint. Und deshalb brauchst du auch nie darauf bestehen, Recht zu haben. Denn:

  • Deine Gefühle sind deine Bewertungen.
  • Deine Bewertungen sind deine Wahrnehmung und dein Denken.
  • Deine Wahrnehmung und dein Denken bestimmen dein Verhalten.
  • Dein Verhalten ist dein „Karma“ und letztendlich dein Schicksal.

Das eigene „Karma“ verändern

In der buddhistischen Ethik sprich man davon „Karma aufzulösen“. Was heißt das eigentlich? Es bedeutet, deine Gewohnheiten im Denken und Fühlen zu verändern. Und zwar mit folgenden Schritten:

  • Räume immer ein, dass du auch falsch liegen könntest in deiner Interpretation.
  • Prüfe deine eigene Gefühlslage immer wieder, bis es zur Gewohnheit geworden ist.
  • Probiere aus, bewusst umzuinterpretieren und erweitere deinen Rahmen somit Stück für Stück.
  • Suche dir aktiv täglich etwas, das dich in gute Stimmung versetzt.
  • Sprich freundlich mit dir selbst.

Bewusstsein ist die Basis für Veränderungen in deinem Leben. Du hast es immer selbst in der Hand, wohin du dich entwickelst. Wie sich dein Unternehmen entwickelt. Wie deine Mitarbeiter „sich fühlen“. Und vieles mehr.

Bleib dran und freu dich deines Lebens. Das wünsch ich dir von Herzen.

Deine Hanne Demel

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Stress im Arbeitsalltag bewältigen, ohne innerlich zu kündigen:

Stress im Arbeitsalltag bewältigen, ohne innerlich zu kündigen:

Foto Pixabay: andreas160578

Stressabbau im Alltag: Warum du Gleichmut brauchst statt Gleichgültigkeit

Viele Menschen begegnen dem Stress im Arbeitsalltag nach einiger Zeit mit Gleichgültigkeit. Sie kündigen quasi innerlich. Doch damit geht’s ihnen nicht besser. Im Gegenteil.
Gleichgültigkeit ist eine Form von stiller Aggression und Abwertung. Sie entspringt einem Geist der Härte und des Getrenntseins. Gleichgültigkeit verletzt andere Menschen, denn wahrgenommen zu werden und wichtig zu sein ist ein menschliches Grundbedürfnis.

Stress im Arbeitsalltag mit Gleichmut auflösen

Gleichmut ist etwas völlig anderes. Es ist ein unerschütterlicher Geist, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Das japanische Wort für diesen unerschütterlichen Geist ist übrigens Fudoshin. In diesem Geisteszustand hast du inneren Raum und haftest an nichts wirklich an. Du verurteilst nichts, sondern behältst deine Mitte und deine Stabilität. Du bist voller Mitgefühl. Du schneidest nichts ab sondern bleibst im Kontakt. Zugleich hältst du innerlich ausreichend Distanz, um deine emotionalen Reaktionen im Griff zu behalten und zu lenken.

Warum verwechseln dann so viele Leute das Wort Gleichmut mit Gleichgültigkeit?

Das Wort Gleichmut wird vor allem in der buddhistischen Ethik benutzt. Es ist für uns „Westler“ noch immer etwas ungewohnt. Doch es gibt auch andere Worte, die diesen inneren Zustand der Verbindung und des Mitgefühls beschreiben: innere Distanz, innerer Friede, Unerschütterlichkeit, innere Ruhe…
Doch warum schreibe ich darüber?

Ich möchte dir ein paar Möglichkeiten zeigen, Gleichmut zu entwickeln:

Denn Gleichmut erzeugt Klarheit. So kannst du die schwierigsten Situationen meistern.

  • Du bist dann in der Lage, einen stressigen Arbeitsalltag zu bewältigen ohne dass dein Blutdruck steigt oder du Tourett kriegst.
  • Du kannst klare Entscheidungen treffen, ohne sie hinterher zu bereuen.
  • Du kannst Konflikte lösen, ohne die Axt auszupacken.
  • Und so weiter…

Gleichmut entsteht immer dann, wenn du es schaffst, innerlich Distanz herzustellen und zugleich dein Mitgefühl zu aktivieren. Mitgefühl hält die Verbindung und hilft dir, im Kontakt zu bleiben.

Deshalb probier mal folgendes aus:

  • Aktiviere in dir ein sehr warmes und herzliches Gefühl, zum Beispiel indem du an jemanden denkst, den du sehr gern magst.
  • Nun spüre, was in deinem Körper passiert. Was fühlst du? Wie ist dein Atem? Wie schlägt dein Herz? Welche Art von Entspannung spürst du im Körper? Gibt es ein Gefühl der Wärme irgendwo?
  • Nun stell dir vor, dein Leben zieht an deinem geistigen Auge vorbei, so als wenn du dich einmal um deine Achse drehst und dabei in alle deine Bereiche mal kurz reinschaust.
  • Versuche dabei, das Körpergefühl, das du gespürt hast, die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten. Lass deinen Atem langsam und entspannt fließen.
  • Wenn nun etwas vor deinem geistigen Auge auftaucht, das dieses Gefühl aus deinem Körper vertreibt, rücke dieses Bild innerlich etwas weiter von dir weg. So weit, bis du das schöne angenehme Gefühl wieder in dir spüren kannst.
  • Wenn etwas auftaucht, das dich so richtig aus der Ruhe bringt, dann dreh dich innerlich ein Stückchen davon weg. Lass es einfach „links liegen“ und hol dir dein angenehmes Gefühl zurück.

Geh so immer wieder durch alle Bereiche deines Lebens und rücke alles in die Distanz, in der du sowohl eine liebevolle Verbindung als auch inneren Abstand bewahren kannst. Du kannst das an dem guten warmen Gefühl in dir messen, an deinem Atem und deiner Körperentspannung.

Übe das täglich, dann wird Gleichmut in dir wachsen und sich festigen. Du kannst damit deine Lebensqualität enorm steigern. Und die Leute werden dich fragen, wie du es schaffst, eine solche Ruhe auszustrahlen…

Wenn du ein paar weitere Übungen kennen lernen möchtest, die dir in kurzer Zeit helfen, Stress im Alltag abzubauen, dann hol dir meinen 5-Tage-Onlinekurs „Stressabbau im Alltag“.

Hanne Demel

PS: Dieser Artikel ist im August 2017 auch im XING-Magazin erschienen !

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Negatives Sprechen: Lästern schadet nur dem, der es tut!

Negatives Sprechen: Lästern schadet nur dem, der es tut!

Foto: Irmgard Guder

Negatives Sprechen hat negative Auswirkungen auf alle beteiligten Ohren…

„Ab in die Wüste“ sagt sich eine Freundin von mir fast jedes Jahr und bucht eine Reise in den Sand. Und jedesmal schwärmt sie dann von der Weite, der Ruhe und der Entschleunigung, die sie dort erfährt. Sie sieht immer wieder sehr entspannt aus, wenn sie zurückkommt.

Doch neulich war das nicht so.Weder schwärmte sie noch sah sie erholt aus. Ihren Erzählungen zufolge waren einige Mitwanderer in dieser Reisegruppe nicht so harmonisch und kompatibel miteinander wie sonst. Drei Teilnehmer hatten sich besonders zusammengerottet und zugleich von den anderen abgekapselt.

Das hat die ganze Gruppendynamik aus der Balance geworfen und meine Freundin fühlte sich teilweise ziemlich ausgeschlossen.

Der Zusammenhalt der Sippe war früher überlebensnotwendig

Früher konnten sich die Menschen das gar nicht leisten, nicht aufeinander Rücksicht zu nehmen oder sich aufeinander zu beziehen. Die Zugehörigkeit zur Sippe war überlebensnotwendig. Heute dagegen ist Individualismus und Eigenständigkeit einer der wichtigsten Punkte in unserer Werteskala.

Auch heute hat ein Mangel an Zusammenhalt negative Auswirkungen

Die Herausforderung heute ist, menschliches Miteinander trotz Individualität und Vielfalt fürsorglich und warmherzig zu gestalten. Wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens nicht wertschätzend miteinander kommunizieren, Kontakte abbrechen oder Informationen zurückhalten, bringt das enorme Unzufriedenheit, eine hohe Fehlzeitenquote und messbaren materiellen Verlust mit sich.

Erst kürzlich hörte ich von einem Unternehmen, in dem die Mitarbeiter enorm viel Zeit damit verbringen, über den Chef zu lästern. Zugegebenermaßen würde diesem Chef ein Feinschliff in Sachen Kommunikation und Vorbildverhalten nicht schaden (vielleicht sollten ihn die Mitarbeiter auch mal in die Wüste schicken…).

Das Paradoxe beim Lästern…

…ist aber, dass es vor allem demjenigen schadet, der herzhaft über andere ablästert. Egal, ob ein Chef die Beschwerden verdient hat oder nicht.
Jedes einzelne Wort hat eine Wirkung auf den eigenen Körper und das eigene Energiesystem. Das lässt sich nachspüren über die eigenen Körperreaktionen auf einzelne Worte, Sätze, Situationen. Man nennt diese Körperreaktionen somatische Marker.

Das Unterbewusstsein hört mit

Negative Sprache hat immer einen negativen Einfluss auf einen selbst. Das Unterbewusstsein hört in jedem Augenblick mit und unterscheidet nicht zwischen dem eigenen Ich und den anderen. Mit einem „kinesiologischen Test“, mit dem der körpereigene Energiefluss gemessen wird, kann das ein erfahrener Therapeut sofort sichtbar und spürbar machen. Der sinkt nämlich sofort beim Lästern.

Wenn du also negative Gedanken hegst, steigt dein eigener Stresshormonspiegel, denn dein Gehirn unterscheidet nicht in der neuronalen Reaktion, ob du etwas wirklich erlebt, es nur gehört, beobachtet oder dir sogar nur ausgedacht hast.

Dieser Stresshormonspiegel ist ausschlaggebend für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Er sollte nicht zu hoch sein!

Achte auf eine gute Stimmung in deinem Unternehmen!

Du solltest als Unternehmer darauf achten, wie deine Mitarbeiter miteinander und übereinander sprechen. Daraus kannst du auch Rückschlüsse ziehen, wie Mitarbeiter über dich selbst sprechen. Es ist wichtig, eine Atmosphäre von Offenheit und Ehrlichkeit zu schaffen. Und wie machst du das am besten?
Indem du selbst offen und ehrlich bist! Denn als Unternehmer hast du durch die höhere Position automatisch eine Vorbildfunktion inne.

Hanne Demel

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Blockaden lösen über die gute Absicht

Blockaden lösen über die gute Absicht

Zeichnung: Hanne Demel

Die gute Absicht ist entscheidend

Im systemischen Coaching zielt dein Handeln darauf ab, zu integrieren. In einer Coaching-Session solltest du sofort hellhörig werden, wenn dein Kunde etwas loswerden will, das ihn stört, blockiert und behindert. Es ist verständlich, dass dein Kunde glaubt, wenn er eine ihm unangenehme Eigenschaft verlieren würde, dann könnten sich seine Probleme auflösen. Doch Eigenschaften und psychische Strukturen sind wie Körperteile – sie lassen sich nicht so einfach abschneiden. Denn dabei übersieht man die gute Absicht, die hinter jedem Verhalten steckt.

Du solltest die innere psychische Struktur verstehen

In den tiefen Schichten der Persönlichkeit gehört alles zusammen und bildet eine Einheit. Und diese Einheit ist streng logisch. Nichts ist wirklich irrational. Und mit diesem Blickwinkel beginnst du sofort nach der guten Absicht im System zu suchen, wenn du solch einen Wunsch hörst.

Nimm zum Beispiel jemand, der dir erzählt, dass die Leute in seiner Umgebung sich seiner Meinung nach nicht richtig verhalten und er sie häufig nicht verstehen kann. Das ärgert ihn und er kommt mit anderen deshalb nur schwer klar. Er fühlt sich oft wütend oder beleidigt und möchte dieses Gefühl gern loswerden, schafft es aber nicht.

Was du im systemischen Coaching in Erfahrung bringen solltest

Um das Gefühl zu verändern, sollte er verstehen, woher diese Wut wirklich kommt. Dein Coaching-Ohr hört, dass er alles daran setzt, dass andere sich so verhalten, wie er es für richtig hält. Du siehst seine Kontrollsucht und gehst davon aus, dass eine gute Absicht dahinter steckt. Entsprechend stellst du deine Fragen.

Schließlich erfährst du, dass die Mutter deines Klienten depressiv war und er sie emotional nicht hat greifen können. Entsprechend entwickelte er als Kind das Muster, auf die depressive Mutter „aufpassen“ zu müssen. Das hat er am besten hinbekommen, wenn er das Verhalten der Mutter gelenkt und kontrolliert hat. Seine permanenten Forderungen an die Mutter und seine Launenhaftigkeit machten die Reaktionen der Mutter vorhersehbar und damit greifbar.

Das kontrollierende Verhalten, das heute andere Menschen Abstand nehmen lässt oder Trotzreaktionen bei anderen auslöst, diente also dazu, das Leben seiner Mutter zu erhalten und sie in Sicherheit zu wissen, denn depressive Menschen sind immer auch leicht oder hochgradig suizidal. Jedes Kind spürt so etwas unterbewusst.

Was du brauchst, um Veränderungen anzustoßen

Du erkennst die tiefe Dringlichkeit und Verzweiflung, die hinter dieser Wut steckt. So etwas kann niemand einfach „loswerden“. Erst wenn du die innere Struktur erkennst, die mit der Liebe verbunden ist, wird die Motivation verstehbar. Und was man in der Tiefe verstehen kann, kann man auch ändern. Mit Geduld und Mitgefühl.

Deine Aufgabe als Coach ist es also, für jeden Kunden echtes Mitgefühl zu entwickeln und sorgfältig die zugrunde liegende Logik hinter dem Verhalten zu verstehen und wertschätzend aufzudecken. Anschließend kannst du für ihn übersetzen, weshalb andere Menschen heute abweisend auf ihn reagieren und du kannst ihm deutlich machen, dass sein Verhaltensmuster sich gar nicht auf die aktuelle Situation bezieht. Du kannst ihm zeigen, dass seine Wut der letzte Ausdruck einer tiefen Liebe ist.

Wie du Gefühle im systemischen Coaching verändern kannst

Erst jetzt lässt sich ein Gefühl „auflösen“, indem du bzw. dein Kunde es „in eine neue Form gießt“. Die Liebe, die in diesem Gefühl verborgen war, bekommt einen neuen Ausdruck und darf so weiter lebendig sein. Wie das ganz genau geht, schreib ich dir nächstes Mal.

So geht systemisches Denken. Es hilft, andere zu verstehen und ihnen zu helfen, sich selber besser zu verstehen. Im systemischen Coaching sollte dir diese Art zu denken in Fleisch und Blut übergehen.

 Hanne Demel

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Auf die richtige Wortwahl im Coaching kommt es an

Auf die richtige Wortwahl im Coaching kommt es an

Die Wortwahl im Coaching ist nicht so leicht

Die gleichen Worte bedeuten nicht dasselbe für verschiedene Menschen. Jeder Einzelne hat seinen eigenen Wortschatz und verbindet mit jedem Wort ein individuelles Gefühl. Manche Worte mögen sich für dich gut anfühlen, doch jemand anders verbindet etwas Unangenehmes damit. Im schlimmsten Fall eine Abwertung. Continue reading →

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