Eigenreflexion

Mindguide – der hilfreiche Führer im Geist

Mindguide – der hilfreiche Führer im Geist

Was ist eigentlich ein „Mindguide“

„Mind“ steht für „Geist“, also das Mentale in uns. Guide ist der Führer. Wenn du einen guten Führer für deinem eigenen Geist hast, kann er dir helfen, für dich persönlich schwierige Situationen zu lösen. Sicher hast du schon Menschen getroffen, die sich selber sehr gut im Griff haben, oder? Was glaubst du, woran das liegt? Und wie geht das?

Ohne Aufmerksamkeit ist alles nix…

Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zur Veränderung. Dein Gehirn kann immer nur kleine Ausschnitte dessen aufnehmen, was „da draußen“ passiert. Das ist so, als wenn ein Stroboskop Lichtblitze tackert und dabei immer nur Bruchteile einer Bewegung beleuchtet.

Dabei entstehen Lücken im Gehirn

Naja, sagen wir mal lieber, Lücken in der Wahrnehmung. Es gibt keinen Nonstop-Input, damit wäre deine Reizverarbeitung heillos überfordert.

Diese Lücken bemerkst du aber nicht, denn dein Gehirn ergänzt sie mit deinen schon vorhandenen Erfahrungen. Deine aktuelle Wahrnehmung wird also auch von intern gespeist. Dabei füllt dein Gehirn die Lücken einfach auf. So erlebst du einen kontinuierlichen Ablauf, der sich seeeehr real anfühlt.

Doch genau durch diese internen Ergänzungen kann es passieren, dass zwei unterschiedliche Menschen ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen. Und sich dann zu streiten beginnen. Du siehst, worauf das hinausläuft? Es gibt kein absolutes Recht haben. Alles hängt von deiner Aufmerksamkeit ab. Und von deinen Vorerfahrungen, die du im „limbischen System“ deines Gehirns abgespeichert hast.

So war’s zum Beispiel auch bei Karl und Gustav…

Es war ein regnerischer Tag mit dunklen Wolken. Die rissen jedoch immer wieder auf und dann brach die strahlend helle Sonne durch. Der Tag war also gleichermaßen regnerisch wie sonnig.

Zwei Brüder, Karl und Gustav saßen im Zimmer und waren sehr vertieft in ihre Bücher. Sie schauten beide immer wieder mal aus dem Fenster, um die Augen zu entspannen. Doch in unterschiedlichen Momenten.

Karl sah dabei häufiger, wie die Sonne strahlend hell durch die Wolken brach und alles hell erleuchtet. Er hätte das Buch beinahe weggelegt und wäre nach draußen gelaufen. Tat er aber nicht.

Gustav aber sah öfter die trübe dunkle Wetterlage und den leichten Regenschauer. Gustav fröstelte und war froh, nicht vor die Tür zu müssen. Er blieb sehr gern in der warmen Bude.

Am nächsten Tag bedauerte Karl, dass er an diesem herrlichen Sonnentag nicht rausgegangen war. Gustav jedoch erwiderte, dass dieser trübe Regentag ja wohl sch… gewesen wäre. Er wäre froh, gewesen nicht vor die Tür zu müssen.

Und so gab eins das andere. Sie kamen in Streit. Warum? Weil jeder seine Wahrnehmung mit der ihm an der wahrscheinlichsten erscheinenden Annahme ergänzt hatte. Und jeder dachte, er hätte Recht. Wie das bei Brüdern halt manchmal so ist…

Warum also ist ein Mindguide hilfreich

Es kommt immer darauf an, welcher Reiz im Gehirn ankommt und wie er intern bewertet und ergänzt wird. Und genau da setzt ein Mindguide an. Er lenkt deine Aufmerksamkeit auf die Punkte in deinem Leben, die dein Handeln und dein Lebensgefühl verändern können. Er hilft dir, deine Wahrnehmung mit positiven Momenten und Erfahrungen zu ergänzen. Er führt dich raus aus einem Teufelskreis, denn:

  1. Deine Wahrnehmung erzeugt deine Gedanken.
  2. Deine Gedanken erzeugen deine Gefühle.
  3. Deine Gefühle lenken dein Handeln.
  4. Dein Handeln erzeugt Resonanz im Außen.
  5. Diese Resonanz nimmst du wieder wahr…

Nur du allein kannst das durchbrechen, indem du deine Aufmerksamkeit lenkst. Der Mindguide hilft dir beim Lenken, denn er zeigt mit dem Finger auf das, was entscheidend deine Wahrnehmung prägt.

Im Grunde hast du es jederzeit in der Hand, ob du dich gut oder schlecht fühlst. Ob du in einen Streit einsteigst oder nicht. Ob du misstrauisch wirst oder nicht.

Selbst wenn du einen Anlass hättest, in die Luft zu gehen, könntest du dennoch auf viele verschiedene Weisen reagieren.

Reiz und Reaktion sind zwei Paar Schuhe

Anlass ist der Außenreiz. Die Reaktion aber findet in dir statt. Tief in deinem Inneren entscheidet dein Unterbewusstsein, wie du reagierst. Das merkst du gar nicht.

Das Gesetz des Stärkeren

Es herrscht im Unterbewusstsein. Und stärker ist immer das, was unangenehme Gefühle in dir auslöst. Solche Erfahrungen werden umso intensiver gespeichert. Das dient der Prävention, denn daraus bastelt dein System Überlebensmechanismen. Die steuern von da an dein Verhalten, selbst wenn die Situation gar nicht so bedrohlich ist wie die ursprüngliche. In der Regel ist dir aber nicht bewusst, dass du gerade „alte“ Verhaltensmuster abrufst.

Wenn dich zum Beispiel jemand anschreit, ziehst du unwillkürlich den Kopf ein und wirst still. Oder du baust dich auf und schreist sofort zurück. Je nachdem, wie du das früher bereits getan hast. Deine Reaktion gehört zu deinem Überlebensmuster. Es wird durch das Schreien angetriggert. Du rufst dieses Verhalten ab, ohne über das „Warum“ nachzudenken.

Das Frühwarnsystem im Gehirn

Entscheidend für deine Reaktionen ist das limbische System. Es gleicht ununterbrochen die Außenreize, die bei dir ankommen, mit deinen früheren Erfahrungen ab. Ähnelt sich etwas, schlägt es sofort Alarm. Und befeuert damit die instinktiven Reaktionen.

Es ist also eine Art Frühwarnsystem, das blitzschnell reagiert. Du benutzt dabei alte Überlebensmuster. Die sind oftmals aber nicht die besten Reaktionsmuster für die aktuelle Situation.

Automatismen sind nicht das Gelbe vom Ei

Doch um an diesen Automatismen etwas zu verändern, brauchst du Aufmerksamkeit. Du musst beobachten, was passiert. Du brauchst innere Distanz zu den Dingen. Diese innere Distanz schenkt dir nämlich auch Zeit. Und Zeit ist in diesem Fall enorm wertvoll. Nun kannst du NACHDENKEN und deine Reaktionen überdenken und anpassen. Das geschieht in einem völlig anderen Teil deines Gehirns. Nur dort kommst du aus deinen Reflexen heraus und kannst Neues ausprobieren und lernen. Du kannst bewusst überlegen, welches Verhalten dir aktuell den größten Gewinn bringt. Du kannst bewusst dein Überleben sichern, ohne dass das deine antrainierten Reflexe übernehmen müssen.

Emotionen sind nett, wenn du sie hast, aber nicht, wenn sie dich haben

Wenn du so deinen Geist lenken lernst, gewinnst du eine unglaublich große Bandbreite an Verhaltensmöglichkeiten. Vor allem kommst du in die Lage, deine Emotionen zu steuern.

Die innerliche Distanz zu all dem, was geschieht, ist keine Entfremdung oder Gleichgültigkeit. Sie entsteht einfach dadurch, dass du dich selber beobachtest und reflektierst.

Das Timing entscheidet

Mit der Zeit kannst du immer früher regulierend eingreifen. Ohne innere Distanz überrollt dich deine Wahrnehmung und du reagierst wie ein Ertrinkender, der im Wasser um sich schlägt. Ein versierter Schwimmer hingegen weiß, wo Strömungen auf ihn lauern, die ihn mitreißen könnten, wann er paddeln muss und wann er sich treiben lassen sollte.

Versteh mich bitte nicht falsch, auch die unbewussten reflexhaften Reaktionen haben ihre Daseinsberechtigung und sind in Notsituationen höchst sinnvoll. Doch in der Regel nicht in sozialen Interaktionen und in emotionalen Situationen.

Ein Mindguide hilft dir, diese innere Distanz zu finden. Er hilft dir vor allem, an den richtigen Stellen achtsam zu sein. Diese Achtsamkeit entwickelt sich nicht von allein. Sie braucht stetige Erinnerungshilfen. Der Mindguide gibt dir diese Erinnerungshilfen. Er lenkt dein Augenmerk auf die Stellen in deinem Leben, die für Entwicklung und Veränderung entscheidend sind. Mit ihm bekommst du regelmäßige Impulse, die dir eine Spur legen, in der du sicher entlanggehen kannst.

Willst du einen Mindguide?

Wenn du Interesse hast, dann schau dich auch hier mal um und melde dich für ein kostenfreies Erstgespräch. Wir eruieren deinen persönlichen Mindguide und legen die Spur. Und dann kann’s losgehen. Ich unterstütze dich und gehe wöchentlich mit dir den nächsten Schritt.

Posted by Hanne Demel in Persönlichkeitsentwicklung, 0 comments
Warum es manchmal so schwer ist, Mitgefühl zu empfinden

Warum es manchmal so schwer ist, Mitgefühl zu empfinden

Bild: Pixabay skeeze

Wenn Mitgefühl unerreichbar scheint

Vor einer Weile habe ich mit Kurt, einem Abteilungsleiter in einem größeren mittelständischen Unternehmen, gearbeitet. Eine seiner Mitarbeiterinnen ging ihm so richtig auf den Keks. Er fand ihr Verhalten extrem zickig und unkollegial. Das tägliche Zusammentreffen mit ihr verursachte Kurt deshalb zunehmend Bauchschmerzen und Wut.

Nun war Kurt aber ein sehr ethisch orientierter Mensch, der Werte wie Mitgefühl und Hilfsbereitschaft sehr hoch ansiedelte. Er hatte außerdem den Wunsch, alle seine Mitarbeiter gleich zu behandeln. Aber mit jedem Tag hatte er mehr Mühe, Ruhe zu bewahren. Sein Zorn puffte ihm schließlich aus allen Poren.

Kennst du so eine Situation vielleicht auch? Ein Mensch löst in dir Abneigung und Wut aus. Und du fragst dich: Mitgefühl? Was ist das?

Weißt du, woran das liegen kann?

Der Wunsch, helfen zu wollen, hat seine Schattenseiten

Bei vielen Menschen ist der Wunsch, zu helfen, ein unbewusster innerer Zwang. Er bedient nämlich ein Überlebensmuster aus der Kindheit.

Es bildet sich heraus, wenn Kinder auf die eine oder andere Weise auf ihre Eltern „achtgeben“. Zum Beispiel, wenn sie die Eltern unklar, schwach oder belastet erleben. Sie versuchen dann, ihre Eltern zu unterstützen und ihnen über ihre altersgemäßen Fähigkeiten hinaus zu helfen.

Das innere Muster „ich muss helfen“

Es springt an, sobald jemand auftaucht, der hilfsbedürftig ist. So auch bei Kurt. Er fühlte sich irgendwie zuständig. Doch er konnte diese Mitarbeiterin nicht zu einem besseren Umgang mit anderen bewegen. Dadurch wuchs seine eigene Hilflosigkeit und sein Frust.

Wut schafft Abhilfe

Kurt schützte sich vor diesem Gefühlkonglomerat, indem er seine Wut kultivierte. Sein Mitgefühl schickte er damit in die Wüste. Denn das hätte seine Coping-Strategie gestört.

Die Wut half ihm dabei, innerlich Abstand zu halten. Auch wenn’s noch nicht der Weisheit letzter Schluss war, ging’s ihm damit irgendwie besser.

Verhaltensmuster verändern

Als wir seine tieferliegenden persönlichen Strukturen einbezogen, wurde Kurt klar, dass er innerlich zu wenig Abstand von seiner Mitarbeiterin hatte. Ihre zickige Hilflosigkeit hatte in ihm eine ungute und unbewusste Nähe erzeugt. Der früh gelernte Zwang, helfen zu müssen, war unbemerkt in den Vordergrund getreten.

Ab da fiel es ihm leichter, mit der Mitarbeiterin umzugehen. Er konnte innerlich mehr Abstand zu ihr halten und sprang nicht mehr unbewusst auf ihr Verhalten an. Er fühlte sich erleichtert. Vor allem aber entstand in ihm auch ein sehr klares und reines Mitgefühl, das ihn selbst überraschte.

Probier doch mal aus

Härte und Wut ist immer ein Selbstschutz. Nach dem Motto „besser wütend als hilflos“. Wenn du also nächstes Mal wütend auf jemand bist, prüf doch mal, wie nah du dich innerlich fühlst. Wenn da sehr wenig Distanz ist, erlaube dir, innerlich mehr Abstand zu nehmen. Lass die Verantwortung für die Auswirkungen seines Verhaltens bewusst beim anderen.

Wie fühlst du dich jetzt? Wie hat das gewirkt? Schreibst du’s hier in den Kommentar?

Selbstreflexion ist das mächtigste Tool für die eigene Entwicklung

Es gibt viele verschiedene tiefliegende Ursachen für Gefühle und Verhalten. Du kannst daran mit einem tiefgründigen Coaching einfacher und schneller etwas verändern, Hanne. Und es ist nachhaltiger, als wenn du’s allein versuchst.

Also melde dich, wenn ich dir irgendwo helfen kann! Und bleib gelassen, indem du dir deine Muster bewusst machst!

Deine Hanne Demel

 

Posted by Hanne Demel in Ethische Themen, Persönlichkeitsentwicklung, 0 comments
Welche Fragen helfen dir, ethisch zu entscheiden

Welche Fragen helfen dir, ethisch zu entscheiden

Foto Pixabay: geralt

Welche Ebenen kannst du abklopfen, wenn du ethisch entscheiden willst?

Gute und ethische Entscheidungen wollen erarbeitet werden. Doch wie geht das? Das ist gar nicht so leicht, ethisch zu entscheiden.

Eine Möglichkeit ist es, darüber zu reflektieren, aus welcher Ebene oder Geisteshaltung heraus du eine Entscheidung treffen willst. Continue reading →

Posted by Hanne Demel in Ethische Themen, 0 comments
Wie wirken sich starke Emotionen auf deine Entscheidungen aus

Wie wirken sich starke Emotionen auf deine Entscheidungen aus

Foto Pixabay: Activedia

Starke Emotionen haben eine große Wirkung in deinem Geist 

  • Was passiert in dir, wenn du in starken Emotionen haften bleibst?
  • Wie kannst du da gegensteuern?
  • Wie kannst du deine Entscheidungen auf einer ethischen Basis treffen, die allen nützt?

Schau dir dazu dieses Video auf Youtube an!

Komm in meinen Onlineworkshop!

Hier findest du mehr Infos dazu.

Posted by Hanne Demel in Ethische Themen, 0 comments
Wenn alle anderen schlechte Laune haben oder: Warum emotionales Management wichtig ist

Wenn alle anderen schlechte Laune haben oder: Warum emotionales Management wichtig ist

Foto: Armin Kümmert

Kürzlich lief mir jemand über den Weg, der machte ein so griesgrämiges Gesicht, dass ich richtig schlechte Laune bekam. Ich verlor ruckzuck die Lust am Arbeiten.

Als ich dann aber so drüber nachdachte, erinnerte ich mich, dass ich auch schon vor dieser Begegnung etwas schlechte Laune gehabt hatte. Und dann wurde mir klar, dass ich an diesem Tag bereits mehreren äußerst griesgrämigen Leuten begegnet war.

Das ist mir an diesem Tag wieder eingefallen, weil ich’s schon mal gelesen hatte, und zwar in dem Buch von Paul Ekman: „Gefühle lesen“. Ich fragte mich also, was zuerst da war, die Henne oder das Ei. Meine schlechte Laune oder die griesgrämigen Gesichter um mich herum.

Der Negativ-Effekt

Kennst du diesen Effekt? Deine eigenen Emotionen sind entscheidend für die Bewertung deiner Umwelt. Sie dienen quasi als Teppich, auf dem du deine Wahrnehmung ausbreitest. Und nicht nur das. Dieser Teppich ist die Basis für deine Urteile über andere. Du fällst sie in der Regel so, dass sie deine eigenen Emotionen bestätigen und bestärken. Du gibst dir quasi selber den Anlass und die Rechtfertigung zugleich für deine Gefühlslage.

In der Regel kommst du an Gefühle, die von deiner momentanen Gefühlslage sehr abweichen, nicht mehr heran. Wenn du also schlechte Laune hast, wirst du kaum jemanden entdecken, der so richtig gut gelaunt ist. Und wenn, dann findest du ihn vermutlich albern, überzogen und unecht…

Unterstellungen sind inbegriffen

Dabei bewertest du auch „neutrale“ Inhalte nach deiner Gefühlslage. Zum Beispiel sagt jemand zu dir: „Das muss fertig werden!“ Wenn du dich gestresst fühlst, hörst du darin einen Vorwurf an dich. Wenn du dich unsicher fühlst, hörst du eine Abwertung. Wenn du dich fröhlich fühlst, hörst du eine Aufforderung. Und so weiter.

Das bedeutet, du kannst dir nie hundertprozentig sicher sein, wie jemand etwas meint. Und deshalb brauchst du auch nie darauf bestehen, Recht zu haben. Denn:

  • Deine Gefühle sind deine Bewertungen.
  • Deine Bewertungen sind deine Wahrnehmung und dein Denken.
  • Deine Wahrnehmung und dein Denken bestimmen dein Verhalten.
  • Dein Verhalten ist dein „Karma“ und letztendlich dein Schicksal.

Das eigene „Karma“ verändern

In der buddhistischen Ethik sprich man davon „Karma aufzulösen“. Was heißt das eigentlich? Es bedeutet, deine Gewohnheiten im Denken und Fühlen zu verändern. Und zwar mit folgenden Schritten:

  • Räume immer ein, dass du auch falsch liegen könntest in deiner Interpretation.
  • Prüfe deine eigene Gefühlslage immer wieder, bis es zur Gewohnheit geworden ist.
  • Probiere aus, bewusst umzuinterpretieren und erweitere deinen Rahmen somit Stück für Stück.
  • Suche dir aktiv täglich etwas, das dich in gute Stimmung versetzt.
  • Sprich freundlich mit dir selbst.

Bewusstsein ist die Basis für Veränderungen in deinem Leben. Du hast es immer selbst in der Hand, wohin du dich entwickelst. Wie sich dein Unternehmen entwickelt. Wie deine Mitarbeiter „sich fühlen“. Und vieles mehr.

Bleib dran und freu dich deines Lebens. Das wünsch ich dir von Herzen.

Deine Hanne Demel

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Wenn die Gedanken kleben bleiben…

Wenn die Gedanken kleben bleiben…

Foto: Hanne Demel

Neulich erzählte mir eine befreundete Unternehmerin, es wäre ihr extrem unangenehm, wenn sie Leute entlassen müsste. Sie überlegt sich diesen Schritt unglaublich lange vorher und sucht nach Möglichkeiten, ihn zu umgehen.Wenn sie Mitarbeiter dann doch entlassen muss, geht ihr das hinterher noch wochenlang im Kopf herum. Sie fühlt sich sehr schlecht damit.

Wie kriege ich den Kopf wieder frei

Es ist eine schöne Eigenschaft, sich Gedanken über andere zu machen und ihnen zu wünschen, dass es ihnen gut geht. Aber wenn diese Gedanken in Sorgen umschlagen und zu viel Raum einnehmen, blockieren Sie die Arbeit. Das nützt niemandem.

In der buddhistischen Ethik heißt das Anhaftung

Man kann an allem, das man mit den eigenen Sinnen wahrnehmen kann, anhaften. Das mag sowohl etwas Schönes und Angenehmes sein, das man z. B. nicht mehr hergeben will, als auch etwas Unangenehmes, gegen das man sich wehrt und das man versucht zu vermeiden.

Jedes Anhaften erzeugt Leid

Erinnere dich mal an etwas, das du hergeben musstest, obwohl du’s gern behalten hättest. Fühlte sich nicht besonders schön an, nicht wahr? Oder denke mal an etwas, dass dir lieb und teuer ist und das du auf keinen Fall verlieren willst. Auch der Gedanke daran, etwas Wertvolles zu verlieren, ist leidvoll.

Und nun denke noch intensiver an etwas, das du überhaupt nicht leiden kannst und gegen das du dich wehrst. Auch nicht besonders angenehm, oder?

Genau das ist Anhaftung. Sie entsteht aus einem unterscheidenden Geist. Jedes Urteil über die Dinge, die Menschen oder die Welt an sich führt in die Anhaftung und damit ins Leiden.

Jeder Gedanke, der sich im Kopf breitmacht und immer wieder Kreise zieht, zeigt mir, dass ich irgendwo haften geblieben bin.

Was kann ich also tun, um wieder frei zu werden

Solltest du jemanden entlassen müssen, ist es sicher sinnvoll, dir ein paar systematische Fragen zu stellen und eine Checkliste durchzuarbeiten.

Wenn du die Checkliste mit 9 essentiellen Fragen anschauen willst, klicke bitte hier.

Sobald du eine Entscheidung getroffen hast, lasse jeden weiteren Gedanken daran fallen. Das gedankliche Anhaften ist es, das die unangenehmen Gefühle nach sich zieht.

Dieses Anhaften passiert meist unbewusst. Aber du kannst das Bewusstsein schulen und somit die eigenen Gedanken und den eigenen Geist kontrollieren lernen. So erhältst du sehr viel mehr Macht über dein eigenes Wohlbefinden.

Ich habe dafür ein 21-Tage-Programm entwickelt, das dich dabei unterstützen soll, unangenehme Gefühle schon bei ihrer Entstehung zu identifizieren und sofort zu verändern. Lade dir hier mein21-Tage-Programm zur Veränderung von unangenehmen Gefühlen herunter und arbeite es durch. Lass dich durch die kleinen täglichen Übungen führen und beginne von heute an mit der Gestaltung deiner entspannten Zukunft.

Ich freue mich, wenn du’s ausprobierst und ganz besonders auch darüber, wenn du mir Feedback dazu gibst. Und wenn du irgendwo im Programm stecken bleibst, schreibe mir oder rufe mich an. Ich helfe dir wieder raus!

Willst du mehr solche Themen lesen? Dann melde dich hier zum Newsletter an! Du hörst dann alle 14 Tage von mir.

 

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Negatives Sprechen: Lästern schadet nur dem, der es tut!

Negatives Sprechen: Lästern schadet nur dem, der es tut!

Foto: Irmgard Guder

Negatives Sprechen hat negative Auswirkungen auf alle beteiligten Ohren…

„Ab in die Wüste“ sagt sich eine Freundin von mir fast jedes Jahr und bucht eine Reise in den Sand. Und jedesmal schwärmt sie dann von der Weite, der Ruhe und der Entschleunigung, die sie dort erfährt. Sie sieht immer wieder sehr entspannt aus, wenn sie zurückkommt.

Doch neulich war das nicht so.Weder schwärmte sie noch sah sie erholt aus. Ihren Erzählungen zufolge waren einige Mitwanderer in dieser Reisegruppe nicht so harmonisch und kompatibel miteinander wie sonst. Drei Teilnehmer hatten sich besonders zusammengerottet und zugleich von den anderen abgekapselt.

Das hat die ganze Gruppendynamik aus der Balance geworfen und meine Freundin fühlte sich teilweise ziemlich ausgeschlossen.

Der Zusammenhalt der Sippe war früher überlebensnotwendig

Früher konnten sich die Menschen das gar nicht leisten, nicht aufeinander Rücksicht zu nehmen oder sich aufeinander zu beziehen. Die Zugehörigkeit zur Sippe war überlebensnotwendig. Heute dagegen ist Individualismus und Eigenständigkeit einer der wichtigsten Punkte in unserer Werteskala.

Auch heute hat ein Mangel an Zusammenhalt negative Auswirkungen

Die Herausforderung heute ist, menschliches Miteinander trotz Individualität und Vielfalt fürsorglich und warmherzig zu gestalten. Wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens nicht wertschätzend miteinander kommunizieren, Kontakte abbrechen oder Informationen zurückhalten, bringt das enorme Unzufriedenheit, eine hohe Fehlzeitenquote und messbaren materiellen Verlust mit sich.

Erst kürzlich hörte ich von einem Unternehmen, in dem die Mitarbeiter enorm viel Zeit damit verbringen, über den Chef zu lästern. Zugegebenermaßen würde diesem Chef ein Feinschliff in Sachen Kommunikation und Vorbildverhalten nicht schaden (vielleicht sollten ihn die Mitarbeiter auch mal in die Wüste schicken…).

Das Paradoxe beim Lästern…

…ist aber, dass es vor allem demjenigen schadet, der herzhaft über andere ablästert. Egal, ob ein Chef die Beschwerden verdient hat oder nicht.
Jedes einzelne Wort hat eine Wirkung auf den eigenen Körper und das eigene Energiesystem. Das lässt sich nachspüren über die eigenen Körperreaktionen auf einzelne Worte, Sätze, Situationen. Man nennt diese Körperreaktionen somatische Marker.

Das Unterbewusstsein hört mit

Negative Sprache hat immer einen negativen Einfluss auf einen selbst. Das Unterbewusstsein hört in jedem Augenblick mit und unterscheidet nicht zwischen dem eigenen Ich und den anderen. Mit einem „kinesiologischen Test“, mit dem der körpereigene Energiefluss gemessen wird, kann das ein erfahrener Therapeut sofort sichtbar und spürbar machen. Der sinkt nämlich sofort beim Lästern.

Wenn du also negative Gedanken hegst, steigt dein eigener Stresshormonspiegel, denn dein Gehirn unterscheidet nicht in der neuronalen Reaktion, ob du etwas wirklich erlebt, es nur gehört, beobachtet oder dir sogar nur ausgedacht hast.

Dieser Stresshormonspiegel ist ausschlaggebend für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Er sollte nicht zu hoch sein!

Achte auf eine gute Stimmung in deinem Unternehmen!

Du solltest als Unternehmer darauf achten, wie deine Mitarbeiter miteinander und übereinander sprechen. Daraus kannst du auch Rückschlüsse ziehen, wie Mitarbeiter über dich selbst sprechen. Es ist wichtig, eine Atmosphäre von Offenheit und Ehrlichkeit zu schaffen. Und wie machst du das am besten?
Indem du selbst offen und ehrlich bist! Denn als Unternehmer hast du durch die höhere Position automatisch eine Vorbildfunktion inne.

Hanne Demel

Posted by Hanne Demel in Ethische Themen, 8 comments
Deine Stimme ist eines deiner Hauptwerkzeuge

Deine Stimme ist eines deiner Hauptwerkzeuge

Zeichnung: Hanne Demel

Im Coaching entscheidet deine Stimme und die Stimmlage, ob und wie genau dich dein Coaching-Kunde versteht. Nimm mal als Beispiel diesen Satz:

„Was hast du getan“ (bewusst ohne Satzzeichen)

• Nun betone ihn mal so, dass die Stimme am Ende abfällt,
• lass die Stimme am Ende ansteigen,
• sprich ihn ganz leise,
• und jetzt mal richtig laut.

Verstehst du?

Dein Tonfall sagt, was du wirklich meinst. Du kannst eine Aussage machen und sie wie eine Frage klingen lassen. Du kannst auch eine Frage stellen und sie wie eine Aussage klingen lassen.

Schichtmodell oder Zwiebelmodell der Persönlichkeit

Gehen wir von dem Modell der Vielschichtigkeit der Persönlichkeit aus. Es gibt ganz „alte“ Strukturen, Gefühle und Reaktionsmuster, die in der frühen Kindheit angelegt wurden. Und es gibt „jüngere“ Strukturen, das sind Reaktionsmuster, die in späteren Jahren dazugelernt wurden.

Stimme-im-Coaching

Zeichnung: Hanne Demel

Du brauchst den richtigen Zugang

Je nachdem, um was es im Coaching geht, brauchst du bzw. der Coachee Zugang zu verschieden Strukturen oder Seiten in der Persönlichkeit, die alle unterschiedlich „alt“ sind. Nun, wie bekommst du am besten Zugang zu den verschiedenen Seiten? Mit deiner Stimmlage!

Du kannst jede einzelne Seite mit jeweils einer anderen Stimmlage ansprechen und diese unterschiedlichen Stimmlagen beibehalten, wenn du diese Seite erneut ansprechen willst. Das Unterbewusstsein deines Coachee wird dich dann sofort versteht und wissen, „wen“ du gerade meinst, auch wenn du diese Seite nicht erneut benennst.

Wenn du in tiefere Schichten des Bewusstseins eintauchen willst, solltest du sanfter und leiser klingen. Und je „älter“ die Persönlichkeitsanteile sind, die du ansprechen willst – also Anteile, die schon in der frühen Kindheit entstanden sind – umso vorsichtiger solltest du sprechen. Denn dann sprichst du quasi mit dem „Kind im Inneren“. Das erschrickt, wenn du zu laut bist und es verschließt den Zugang.

Und wenn du das Bewusstsein dann wieder in Richtung hier und heute lenken willst…

… kannst du lauter werden, um die Alltagsebene zu aktivieren und die tiefen Schichten wieder zuzuschließen.

Beobachte einfach mal, welche Wirkung deine Stimmlage bei anderen erzeugt. Vor allem beobachte dich auch, welche Stimmlage du bei welchen Personen wählst. Wenn man mit Babys und Kleinkindern spricht, klingt die eigene Stimmlage unwillkürlich höher, leiser und sanfter. Sie bekommt weniger Volumen, damit das Baby sich angesprochen fühlt und nicht erschrickt.

Wenn du dich in einem Raum voller Erwachsener deutlich bemerkbar machen oder dich durchsetzen willst, wirst du deine Stimme unwillkürlich so laut und tief wie möglich klingen lassen.

Beobachte dich selbst

Nimm dir die nächste Zeit doch einfach mal als Übungszeit, um den Klang deiner Stimme zu beobachten. Wie verändert er sich, wenn du mit unterschiedlichen Menschen sprichst?

Und wenn du Lust hast, schreibe mir eine Mail und berichte von deinen Erkenntnissen. Stell mir Fragen, erzähl mir von deinen Herausforderungen. Nimm Kontakt mit mir auf, schreib mir, ruf mich an…)

Hanne Demel

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Die hilfreichste Haltung im Coaching

Die hilfreichste Haltung im Coaching

Zeichnung: Hanne Demel

Max, der Coach aus dem Bohnenland, hat besonders in der Anfangszeit seiner Coaching-Karriere manchmal Blut und Wasser geschwitzt, weil ihm in einer systemischen Aufstellung nichts mehr eingefallen ist. Inzwischen ist er da sehr viel gelassener geworden. Und warum?

Im Lauf der Jahre hat er gelernt, dass er als Coach am besten gar kein Bewusstsein auf seine eigenen Konzepte richten sollte. Das entspannt ihn ganz ungemein.Er versucht sogar, sich für die Dauer einer systemischen Aufstellung völlig zu vergessen. Nur so, sagt er, ist er leer genug, dass er als Spiegel dienen kann für das, was sich zeigen möchte.

Das geht aber nur, weil er viel Zeit in seine eigene Entwicklung und in seine Selbstreflexion gesteckt hat. Denn nur dadurch hat er gelernt, seine Konzepte bewusst zurückzustellen und zu vergessen. Ansonsten handelt man unbewusst danach und lenkt eine Aufstellung in die Richtung, die zu den eigenen Vorstellungen von „Richtig“ und „Falsch“ passt. Damit kommt man aber nicht auf die tiefen Ebenen, die notwendig sind, um Veränderungen anzustoßen, sagt er.

Wie kommst du in den Flow

Hast du schon mal vom „Flow“ gehört? Das ist ein glücklicher Zustand von kreativer Selbstvergessenheit und absoluter Konzentration. In diesem Zustand haftest du an nichts an und bist frei von deinen eigenen Konzepten. Du denkst einfach über nichts nach.

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Zeichnung: Hanne Demel

Diesen Zustand kannst du erreichen, während du eine systemische Aufstellung anleitest. Erstens ermüdet die Arbeit dich dann nicht übermäßig stark und zweitens fühlst du dich freier, weil du nicht mit dem Kopf an die Sache rangehst sondern dich inspirieren und lenken lässt. Dein Denken hat Pause, was auf eine Art erholsam ist. Vertraue dem Prozess! Er weiß schon, wo er hin will… 😉

Bewusstes Spüren

Du bist in diesem Flow-Zustand nicht unbewusst sondern du spürst aktiv vor allem die tiefen und feinstofflichen Schichten. Und du nutzt deinen eigenen Körper als Resonanzboden. Was „fehlt“, ist lediglich das Gefühl des Getrenntseins, des Unterscheidens zwischen „ich hier drinnen“ und „du dort draußen“. Es ist stattdessen ein einziges großes gemeinsames Schwingen.

Dieser Flow entsteht mit der Zeit, wenn deine Erfahrung mit der systemischen Arbeit wächst und du die Voraussetzungen kennst, die die Dinge in eine friedvolle Ordnung bringen.

 

Das war selbst bei Max, dem Coach aus dem Bohnenland, nicht immer so

Wenn Max heute mit Schriftkarten arbeitet, spürt der Klient die Energie der Worte oft schon, während Max noch schreibt. Das, sagt er, ist das gemeinsame Schwingen, von dem er immer wieder spricht.

In diesem Sinne – mach dir deine Konzepte bewusst und lass sie dann ziehen. Und handle nur nach ethischen Grundlagen. So wird dein Coaching immer besser und effektiver.

 Hanne Demel

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Eigenreflexion

Eigenreflexion

Zeichnung: Hanne Demel

Die wichtigste Grundlage für deine Coachingarbeit ist deine Eigenreflexion. Sei dir immer deiner eigenen wunden Punkte bewusst.

Jeder Mensch hat wunde Punkte, das ist völlig normal. Doch wenn ein Thema im Coaching auftaucht, das einen solchen wunden Punkt berührt, kann das deine Klarheit ganz enorm vernebeln, weil emotionale Reaktionen in deinem limbischen System angetriggert werden. Das schränkt deine Sichtweise und deinen Handlungsspielraum ein.

Ein krasses Beispiel dazu:

Ich habe mal von einem Kunden erzählt bekommen, dass ein früherer Coach ihm geraten hatte, fremdzugehen, um seine Beziehungsprobleme „in den Griff zu bekommen“. Solche Blüten kann das treiben, wenn man eigene Probleme und heimliche Sehnsüchte auf den Coachee projiziert.

Du solltest dich bei Themen, die dich besonders berühren, auch besonders zurücknehmen und vorsichtig sein.

Doch wie nimmt man sich in so einem Fall zurück?

Nimm das systemische Modell der Persönlichkeit. Du bestehst – wie auch dein Coachee und jeder andere – nicht aus einem einzigen Klotz sondern aus vielen verschiedenen Facetten und Persönlichkeitsanteilen, die alle unterschiedliche Fähigkeiten haben und verschieden mit etwas umgehen können. Diese Seiten kannst du jederzeit lenken, neu sortieren, unterschiedlich ansprechen und gewichten etc. So arbeitest du ja auch mit deinen Kunden, wenn du systemisch arbeitest.

Nutze doch dieses Modell auch für dich selbst! Stell dir vor, die Seite in dir, die gerade emotional angetriggert wird, stellst du nun für die Dauer des Coachings in den Hintergrund – mit dem innerlichen Versprechen, dich nach dem Coaching wieder um sie zu kümmern. Das verschafft dir inneren Raum, in dem du deine Worte und Reaktionen überdenken kannst.

Lerne dich selber kennen

Dazu musst du aber wissen, welche Themen dich in welcher Weise antriggern, Angst auslösen, dich wütend machen, in Unruhe versetzen etc. Es ist also kein Luxus sondern eine Notwendigkeit, dich selbst in Supervision zu begeben und dich zu reflektieren. Sonst wird deine Arbeit unklar. Oder dein Kunde kann nur solche Themen mit dir bearbeiten, bei denen du keinen Eigenanteil und keine eigenen Erfahrungen gemacht hast. Das macht das Coaching aber flach, denn dann fehlt auch dein tiefes Einfühlen in dein Gegenüber und dein Mitgefühl.

Hanne Demel

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